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Zürich und seine Umgebungen : ein Almanach für Einheimische und Fremde / G. Escher
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Anatomie, links ein Theil der Oekonomiegebäude, wohin in sym-metrischer Anordnung der Massen ohne Zweifel noch die jetzt inder Spannweid befindliche Badeanstalt verlegt werden wird. Höherhinauf, ganz getrennt vom Hauptgebäude, liegt das Absonderungs-haus. Zwischen der ganzen »ordern Gebäudelinie und den Straßenerstreckt sich ein von Alleen durchschnittener Rasenplatz. Hinterdem Hauptgebäude befinden sich Gartenanlagen, welche zum Spazier-gange der Genesenden bestimmt sind, je nach dem Geschlechte undderKrankheitsart der letzter» durch Staketenwände abgeschlossen.Die Gemüsegärten liegen zwischen diesen und dem Absondcrungö.Haus. Das Krankenhaus, aus dem für die Administrationbestimmten Mittelgebäude und den beiden Seitenflügeln für diemännliche und weibliche Abtheilung bestehend, hat eine Länge von58 !)', die Seitenflügel haben 2 Stockwerke von 14 ' Höhe im Lichten,das Mittelgebäude Z Stockwerke, die zwei untern ebenfalls von14', das oberste von 11' Höhe. Die ganze Höhe des Mittelgebäudesvom Sockel bis zur Dachkante beträgt 44'. Die Eentralräume,alS: die Haupttreppen, der Bet- und Hörsaal, der Operations-saal und die Küche, sind im Mittelgebäude angebracht, sämmtlicheKrankenzimmer befinden sich auf der südwestlichen Seite, währendauf der nordöstlichen durch das ganze Gebäude ein breiter HellerGang mit Aussicht auf die Gartenanlagen führt. Die Trennungder Geschlechter greift überall durch; der westliche Flügel ist fürmännliche, der östliche für das weibliche Geschlecht bestimmt.Beim Eintritt in das Gebäude, durch eine offene Vorhalle, befindetman sich in einem geräumigen, bell beleuchteten Vestibüle. DemHaupteingang gegenüber liegt die Haupttreppe, rechts das Zimmerdes Portiers, das Aufnahmszimmer und die Wohnung des Haus-meisters, links die Apotheke und das Laboratorium in Verbindungmit den nöthigen Materialkammcrn, welche im Kellergeschosse an-gebracht sind. 3n diesem untern Stockwerke befindet sich, in einemhalbkreisförmigen Ausbau gegen Nordost, der Operationssaal, derseine Beleuchtung von oben erhält. Ein Vorzimmer isolirt denSaal gehörig gegen den Verkehr auf den Gängen, und die in dem-selben angebrachten Schränke erhalten die nothwendigen Werkzeugeund Hülfsmittel. Dicht an dieses stoßen 2 Cabinete für solcheKranke, die gleich nach der Operation nicht weiter transportirtwerden können. 3n der Nähe sind die Zimmer für die chirurgi-schen Patienten und für Augenkranke, sowie 2 Zimmer für die