Band 
[Zweiunddreissigster Theil. - Achtunddreissigster Theil.]
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so

Lcöcn Tibet'».

zipirt), als bis es selber ein noch unschuldigeres Kind unter demHerzen trägt, wodurch auf einmal zwei schlagende Herzen sowolden Mann als dem Manne schlagen.

Obgleich diese Freilassung beiDrotta nicht eintrat, so nahmsie sich doch die Freiheit, ihrem Manne zu sagen, sie wisse nicktrecht, was sie von Pelzen zu denken habe, womit sie wahr-scheinlich andeuten wollte, er sei ein Windsack, oder er sei ihr imHause neben Fibel das, was in der heiligen Bundeslade dieAaronsrulhe neben dem Manna war. Fibel lächelte sehr imganzen Gesichte herum und schüttelte seinen Kopf, den er in derSache aufgesetzt. „Geht denn nicht Alles," sagt' er, „schon herr-lich über die Maaßen, und hat er mir nicht noch gar seinen De-finitiv- und Fundamentalrath zugesagt, den er mir auf der Stellegiebt, sobald nur drei Exemplare abgedruckt sind? — Auf diesenFundamentalrath aber muß Jeder harren, wenn er nicht ein un-vernünftiger Mann und Autor heißen will."

Kurz, der sonst nachgiebige Mann gab hier nicht nach. Sowie es keinen vollendeten Sklaven, so wenig als einen vollendetenAlleinherrscher giebt, so saß noch kein Mann im Fußblocke ausweiblichem Pantofselholz, der nicht wenigstens ein oder das andereGlied sich freibehalten hätte. Ich kannte einen trefflichen Ehemann,welcher nicht aus Schwäche, sondern aus Kraft und Liebe immermit dem Willen seiner Frau zusammentraf', aber doch mußtediese über einen hartmäuligen Fehler herbe klagen, den er sichnicht abgewöhnen ließ — nämlich am Morgen aus dem Bette andie Wand zu spucken, anstatt sich blos umzukehren gegen die -Stube. Das AÄC-Machen war für Fibel dieses Spucken. Er warein guter Sohn, ein guter Gatte, ein guter Mensch; aber er bliebdoch ein Autor. Gleich manchen Luftschiffern warf er sei» alsBallast mitgenommenes Geld herunter, um höher und leichter zusteigen. Er war am Tage ebenso warm gebettet, wenn er dieFedern hielt, als Nachts, wenn sie ihn hielten.

Wenn indeß Drotta ihn in seinem Himmelsbrodstudiinuöfters durch ihre Zweifel über Pelzen störte, so beherzige dockJeder, der an dieser L-ache wahren Antheil nimmt, daß sie nao)ihrem magern, im Waldmoos erwachsenen Stande unter deu>Küpen in der Ehe das sogenannte Schnäbeln der Tanken ver-stand, von welchem Bechstcin*) bewiesen, daß es kein Küsscwsondern ein wechselseitiges Netzen sei! Ich meines Orts, der icuan ihr so viel Antheil nehme, beherzige dies zuerst undes auch.

In feiner Naturgeschichte der Doge!.