Band 
[Zweiunddreissigster Theil. - Achtunddreissigster Theil.]
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Leöen Fiöet'«.

Nicht Judas - sondern Jean Vauls-Ä-p^ee.

Lauter Aapitelchen.

Verdrießlich und fast grimmig hab' ich das Kapitel ohne eineZahl überschrieben; denn seit Wochen lauft nichts mehr von denDorfjungen ein, und ich sehe mich mitten im Buche und imDorfe mit leeren Händen festsitzen, ohne einen Ausweg zu einemordentlichen Ausgang. Treib' ich aber das Ende nicht auf, so istmein ganzes Buch ein elender Fisch, dem der Schweif, ohnewelchen er sich nicht steuern kann, oder ein Pfau, dem der Schwanzabgeschnitten ist, um dessen Glanzrad sich doch der ganze Vogeldreht. Es giebt ja keinen Leser in der Welt, der mich nicht an-fahren und fragen wird: „Wie ging's aber denn zuletzt mitFibeln, mein Freund?" Und es wird ungern oder nicht ange-nommen, wenn man sich etwan mit Homer , der den angekün-digten Tod des Achilles auch nicht abgesungen, vergleichen undrechtfertigen wollte; denn neuerer Zeit soll man eben (fordern sie)mehr leisten als Homer.

Etwas wol hab' ich doch gethan und liefere es denn hier.Es muß nämlich tieferen Geschichtsforschern sebr wohl bekanntsein, daß einst die Jesuiten, um des spanischen Königs Philipp II .Staatsheimlichkeiten auf Papier zu haben, durch Geld und Listeinen Vertrag über die täglichen Lieferungen des königlichenNachtstuhls abgeschlossen, weil sie aus dem Stuhle an jedemZiehungstage manches zerrissene brauchbare Staatspapier desselbenzu ziehen hofften, um den Hintergrund der Entwürse diesesgeistigen unsichtbaren Weibes (I'siumo iuvimblo) zu haben. Sieschloffen ganz reckt: der Nachtstuhl kann gut aus einer spanischenWand der königlichen Pläne unser ordentliches bursau äöouobo-ta.FS von D'^rZonson werden, oder ein passives Beichtsitzen,oder eine vsrsio interlinearia dieses schwer zu verdeutschendenKönigs, kurz der ^mbusoiaäoro unsers Jesuitengenerals: dennwenn wir diesem, endigen sie, Alles mittheilen, so wird aus demNacht- ein Weber- und Seidenstuhl, woraus wir einige Seidespinnen zu guten Geweben.

Diese Anekdote kann viel dazu beigetragen haben, daß ichbei einem Mangel an umlaufendem Papier, welchen geld-lose Staaten gar nicht kennen, auf den Gedanken verfiel, obnicht die Göttin Gelegenheit (denn Gelegenheit nennt man