Band 
[Zweiunddreissigster Theil. - Achtunddreissigster Theil.]
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?olil. Faflenpredigten.

eingeschoben oder höchstens solche Gedanken, womit man zu allenZeiten hervorriickcn durfte, z. B. mit dem Satze u — n, indeß einGedanke wie u— u — 0 schon seine besondern günstigen Zeitensvdert. Auch wollt' ich die Gegenwart gern wieder hören lassetwie man vor Kurzem hat seufzen lassen — besonders nach ihr.

Ueberhanpt sollten die Schriftsteller sich, wie I. I. Rousse »"'nicht schämen, in neuen Auflagen ihre alten zu berichten. Waru>nwollen sie gerade im Drucke die Wunde und den WundbalsamEndlichkeit, die Veränderlichkeit, verbergen, als wäre jede ihosMeinungen die letzte und jeder Wille ein letzter? Wenn doch 'der Studirstube eines Gelehrten der Glaube desselben sichverwandeln, häuten, einspinnen, verlarven, verpuppen muß, s'solcher wieder endlich entpuppt anSfliegt — und wenn eS aus knWeise zu ändern ist, daß man es auf allen Gassen weiß, wie ^gelehrte Mann in Einem fort (es geht beinahe ins Unglaubmpsich und seinen Glauben änderte und anders dachte, zuerst als P ,maner — dann als Student — anders als Privatdozent ^anders als Professor extruoräinuriuo — von Neuem andersorckirmrius — darauf vollends anders als rsotor rnuAuiüouswarum will denn der Mann nicht auch der Welt im Freien >neuen Häutungen zeigen, welche er, wie die Eintagsfliege die ihrwnoch im Fluge vornimmt? — Ohnehin ließe sich fragen, ob ^zuweilen die Geschichte einer Meinung, so wie gewöhnlich dieschichte einer Stadt, nicht ergiebiger ist als diese selber.

UebrigenS geht durch alle meine politischen Aufsätze, ob-ersten Konsuls Drucke an bis zu des letzten Kaisers Drucke,ungebeugt und aufrecht, was ich jetzo am Liebsten darin Mt,^ 1 .— die Hoffnung. Sie, diese Sprecherin und Bürgin der Borsto^begleitete mich durch jene Zeit, wo über jeder Wolke eine ?stand und über diese wieder eine stieg; jene schaute durwWolken hindurch und versicherte es, daß sie noch die Son ^Jetzo weiß Jeder, daß sie Recht gehabt und daß eine Sonne no«

Johannes von Müller *) sagt: „Wenn der Mensch leint ^mehr weiß, fangen die Wege der Vorsehung an; seit . M200 Jahren ist auf dem großen Schauplatze fast immer ^ ^wahrscheinlichste geschehen." Und Friedrich Jacobi sagte no

') D-ff-n Werk«, B. 10 . S. 19S.