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Vatit. Fastenpredigim.
der Wahl und des Urtheils zu zwingen hatte, durch gut zubereitet!Fastenspeisen leidlicher ablaufen konnte.
Diese Fastenpredigten und ihr Titel verdienen nur einen solchesAufwand von Anspielungen nicht, sonst wäre sehr leicht noch daraulanzuspielen, daß in der deutschen Quadragesima , wie in der friMchristlichen, wir aus Heiden und Juden mehr Christen und au"Katechumenen geworden, daher wie die christlichen früher von SoN»'tag zu Sonntag, so wir von Schlachten zu Schlachten anders heiß!"konnten, anfangs Anfänger — dann Hörende —dann Bittende^dann Erleuchtete — endlich „gleichsam Neugeborne" (Huusimo^'xeoiti).
Indeß sind doch — was die Hauptsache ist und auf was a»Leidens- (PassionS-) oder Fastenpredigten der Schreiber in den leise"Geschichten der deutschen Leiden hinwiesen — die AuferstehungOstern endlich da — die Osterkerzen leuchten — die Osterwa^säubern — und die Osterfladen schmecken, ja, das sogenannte „ ch^'liche Ostergelächter" oder die „Ostermärlein" herrschen in awBüchern; ja, in diesen Fastenpredigten wurde sogar noch früher ^scherzt.
Noch steht uns der Sonntag nach Ostern, nämlich der Bun°htag, zu erleben bevor, oder der sogenannte Sonntag Huasiroostxsniti. wie er in der ersten christlichen Kirche hieß von den g^ .,sam Neugebornen, welche da die Laufhemden ablegten — oderer noch hieß) der Sonntag der Apostel oder Abgesandtenda ihnen zuerst der Auferstandene erschienen) — oder auch °Thomastag, weil an ihm Thomas' Bekehrung vorgelesen wurdeendlich gar Gegenostern, weil er der achttägigen Osterfeier ein E"machte. — „
Nach letztem Beinamen jedoch hat der Bundestag nicht zu rEnöthig, da wir Alle vielmehr wünschen, das Fest der Auferstehimmerfort zu feiern.
Baireuth, in der Herbst-Tag- und Rachtgleiche 1818.
Jean Paul Fr. Nichte"'