Band 
[Zweiunddreissigster Theil. - Achtunddreissigster Theil.]
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?olil. Tagcnprediglcn.

mit unserer kurzen jugendlichen verwechselt, morgendlich-frisch»"-grün und mehr mit Jünglingen als Greisen bevölkert, als °nicht auch die unsrige Greise bewohnten.*) Schauen wir aber »die lange Zukunst jenseits unseres Grabes hinaus oder h>»».(so stellt sich uns gerade durch die umgekehrte Verwechslung A»Kmehr alt, abendlich und greisenhaft dar, als ob jedem Greise »'",ein Jüngling vorgelebt hätte. Sollte nun nicht diese Lug-JUMalerei (Perspektive) uns ebenso Völkervergangenheit ausschl»»»^und Völkerzukunft verunstalten? Warum wurde z. B. sodie Nähe des jüngsten Gerichts vorausgesagt, welchem doch ^Gericht der Verstellung einer ganzen Welt vorausgeht, also e»Vorhöllenzeit? >,

Da übrigens die Quellen des Irrens leichter zu zeigenals die Heilmittel desselben indeß die Arzneimittellehre >Ursachen der Krankheiten schwerer als die Gegenmittel ausfi»',, so sei zu der angegebenen Jrrquelle blos noch die beka»!-,dazu gesetzt, daß die Menschen ihr Stückchen Marktsleck und!»Stückchen Augenblick von jeher mit Welttheil und WeltAesA.zentweder fürchtend oder hoffend verwechselt Haben, ihr Müß»^etwa so nennen, wie Homer jeden Muß, nämlich einen OA"oder auch wie physische Sündenkränklinge alte verschuldete S«*»zen gern großen Seuchen und Wetterwechseln zurechnen. ^Daher trug der bloße einsame, mehr im Fernen als

lebende Gelehrte oft über den in seine Zeit- und Thronenge r'»^

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kerkerten Staatsmann den Sieg in politischen Weissagungen da»..»

. ---agungeno» .

gleichsam ein Tiresias , von Göttern für die nahe Umgäbegemacht, aber dafür von ihnen durch ein wahres Wahrsage»Ferne schadlos gehalten! . ^

Nun weiter! Der Gläubige einer Vorsehung ruht >»

Weltstürmen ohnehin auf einem festen Troste: aber sog»r ^bloße Gläubige der Geschichte findet in dieser den Anker

owne ^uuuvlge oer iseMcyre s,noer in vieler denHoffnung, obgleich mit einem noch wenig bezeichneten Unter!«'g-Es giebt nämlich einen zwischen einem verschlimmerte»

alter oder Volke und zwischen einem verunglückten,

blos jenes ganz in dieses übergehen muß, nicht dieses in

folglich kann man über das eine auf lange hinaus prop^Füber das andre weniger. Das Schicksal hält nämlichunmoralischen Volke den Giftkelch zum Ausleeren vorläßt dasselbe alle Verzückungen des Vergiftens durchmachrm ^

es am selberverfertigten und zurückgeschluckten Gifte,

^ *) So legen wir unwillkürlich in das alte Herz unserer ElternSeelenfruhling, den unser junges vor ihnen und durch sie durchlebte.

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