Dritter Srief. In Dr. Viktor.
Straßenbettler und Straßen — meine neuen Bekanntschaften — H^'^hect— heutige Achtung für das Alter — Gemeinwesen von Kuhschnappet "Berichte vom Bremser Pickenick.
».. d. 2». 3^,
Du mußt, Lieber, nun meinen Brief aus UeberiingenJetzt bin ich schon in Kuhschnappel und kenne da so viele ^daß ich einige Wochen bleiben kann.
Entsetzlicher Schmutz, der einen fürstlichen Straßendannn ^schlingt, wie Sand den Rhein , giebt mir immer die Hoffnung, j,ich einer Reichsstadt oder einem Reichsvorstädtchen wie ^schnappe! zufahre; ein elender Weg, ich meine das, wasliegt, ist die beste Losung und Fährte der freien Reichs-Peter^das zweite Kennzeichen ist auch eines, daß nämlich zurReichsstadt nicht, wie zu jüdischen Freistädten, die Wege leiaügerade laufen, sondern wie zu Lustyäusern schön gebogen,
Paullini, der eine Teleologie des Kothes schrieb, HUNDnicht gut, daß er nicht zu den Kuhschnapplern zog, die der LEgleichen, welche den Sommerschlaf in trocknem verbringt un° ^Winterschlaf in feuchtem. — Aber hätt' ich auch meinen A sogang durch das rothe oder schwarze Meer im Schlafe gen>a»'^zhätte mir doch ein dritter Reichsanzeiger einer ReichsstEihm und dem Traume geholfen, das Bettelvolk. -fische»'
Du kannst es nicht zählen, weil es, ungleich demeben unter der Zählung wächst. Ich debütirte in einerkomödie für Arme mit der Force-Rolle und gab und gab- be-muß von der Schweiz aus hier durchgegangen sein, we»^ ^merkt, daß nirgends mehr Gelder liegen als in Despotienfolglich in Freistaaten und gar Freistätlein kein anderer ^ ^als den Bettler kriegen. Wahrhaftig, wie eine Bilderv soBibel für Arme und Plinius die Bibliothek für Arme hist eine solche Stadt die Judengasse für Arme.