Srirf über die Philosophie
an meinen erstgebornen Sohn HanS Paul. den er auf derUniversität zu lesen hat.
Guter Hans Paul! Ich muß Dir schon im I8ten Jahrhundetschreiben, weil ich ja nicht weiß, ob ich das neunzehnte oder Demakademische Majorennität erlebe oder nur Deine Geburt. SollDich ungewarnt und unbewehrt in die philosophische JudenElaufen lauen, gleichgiltig, ob sie Dich für den Portikus oder udas Lyzeum oder die Akademie oder für Epikur's Gärten wmpressen? — Denn leider ist für einen jungen Menschen das erlSystem, das wenigstens etwas aus so viele dunkle Fragen seiMBrust antwortet, immer despotisch, er müßte ein zweites be>.ihführe», um das erste abzuwehren. Aber wenn auch derwie ein junger Kaufmann mit Spedizions-Handel anfängt, wEnde legen sich doch Beide auf eigne Waaren. ,
Ich gebe Dir, ehe Du Dich in den Luftballon der Philosopheinschiffst, folgende Fallschirme oder Le Rvux-Mützen mit. „Hier nimm den ersten Fallschirm, aber faß ihn reibt VHans! Der logische Zusammenhang eines Systems und die>e>^tigkeit, womit es reckt viele Erscheinungen beantwortet, silkein Zeichen seiner Richtigkeit, weil falsche oft danelbe suv^Lies — ich sage nicht einmal die verschiedenen Hypothesen mGeologen, deren jede mit tausend Faktis zusammentrifft "7 ^das konsequente System der Katholiken oder das der Orthod"^— oder jene Beweise, daß Homer nur eine Allegorie sei 777 ^die alten, daß die Göttergeschichte nur eine versteckte bibsitw?oder die neuern, daß sie eine verhüllte Sternkunde sei ^ wAx lies nicht einmal das, sondern lies die spaßhaften Aufsätze, geDu von Deinem Vater geerbt, und worin der Mann,für A,Lügen die Stützen aus allen Wissenschaften zu seinem eignen