Skbrnte poetische Epistel.
Das Ende.
Unterwegs 170».
Ihr guten Leser, die Ihr vom unbekannten einschlafenden iMenschen doch den fortsprechenden Autor erbt, schaut leicht,meinem kleinen Schachspiele mit mir selber zü bis zum Umlegen ,der letzten Figur! — Ich kann und will in dieser Epistel nicht !an die Menschen denken, die ich in den vorigen aufgeführt.-i
Ich fuhr heute am Morgen einsam aus Leipzig über den ientvölkerten Markt, wovon die hölzerne Budenstadt in der Stadt .nach der Messe schon abgetragen war. Ein Mensch, der sich aus 'dem lebendigen Kreise eines Ortes ablöst, verläßt nicht denletztem (denn dieser merkt keinen Abgang), sondern einen altenLebens-Zyklus, den er nun gegen einen neuen umtauscht; unter-wegs ist er ledig-einsam und nichts. — Meinen Wagen begleitetein der Stadt — ob wir gleich schon Abschied genommen — vonWeitem ein guter Jüngling, den ich herzlich liebte i bleibe so schuld-los wie Du bist, reiner Heller Mensch, und lese immer diese Zeileso wie jetzt! — Draußen lief die ebene lange Straße durch eine Baum- Uschuleaus beiden Seiten gleichsam in den blauen kalten stillen Himmel »des Herbstes hinein — ich stieg aus und irrte dem schleichenden D*Wagen nach — o, war ich nicht so ost auf diesem Weg an schönen sh-glänzenden Morgen und Abenden sanften Freuden entgegenge- Agangen und der Hoffnung, ihn zu wiederholen? — Der Herbst t.7dampfte glänzend am Umkreise der Erde — ich schaute mich kum, und zwischen den Thürmen standen die Nauchsäulensarbentrunken vor der malenden Sonne wie aufrechte Morgenröthen
über der Stadt-Es gehe Dir wohl, menschenfreundliche Stadt! ip
Und Dir, geliebter Weiße,*) bleibe die Jahrszeit Deines Lebens xso warm und hell wie die jetzige und wie Dein Herz! U
*> Ich meine den liebenswürdigen Verfasser der vortrefflichen Amazonenlicder.des AinderfreundeS ee.