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LriMkiHtdllH« Prozesse. II
untreu machen; prüfe die Farbe jeder Behauptung und wischevon der Lüge die Schminke! Aber die gesunde Wahrheit verachtetgekauftes Roth; darum hab' ich meine Lätze ohne Putz aufgestelltund das Tintenfaß nicht zum Schminktopf umgefärbt. PlanchePersonen sollen ihre natürliche Augen durch gläserne ersetzen.Allein fern sei meinen Geburten auch dieser Betrug! So wenigich den Wangen der Wahrheit Schminke lieh, so wenig lieh ichihren Augenhöhlen Augen. Sie ist blind, lieber Leser! Darumziehe sie der philosophischen Lüge vor, die nicht blind ist! —
Gründe oder Gleichnisse, Urthel, Diotu xrobnotiuoder Vota gegen die Wichtigkeit der Kritik.
Wenn der Magister Schönberger,*) ein Psälzer des UtenJahrhunderts, durch seine Blindheit nicht gehindert wurde, na»der Scheibe zu schießen und das Schwarze zu treffen, so insudas Genie noch leichter das Ziel ohne die Staarnadel der Kr>lu.
2tes. Laßt uns überhaupt sagen, daß der Dolch des Fana-tismus der Vernunft nicht mehr geschadet haben kann als derDolch der Kritik dem Genie;
Stes. Daß nicht mehre Wilden den eingeübten Farbenschmuckihres Körpers mit Krankheit und Tod bezahlt haben könnenWerke des Genies mit Kränklichkeit die Schminke der zierliche'Regeln; ...
stes. Auf Kosten der Konstrnkzion macht sich unsermit dem Eleichniß Luft, daß die Erzeugnisse des kritischen ^würms den Schlangen zwar an Geichmeidigkeit, aber auchKälte ähnlichen, wenn auch nicht an langem Leben —
Stes. Und daß — fährt die obige Konstrnkzion miede ,fort — das neue Joch der Regeln, das nie auf dem Ra^n >Barden lag, uns für die Abgötterei bestraft, die wir m> .französischen in Flitterschmuck verlarvten Götzenbilderchen gew
') KurioM«», Bd. V. Tt. 5. E. >u.