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GriMkilndische 2°roM. II.
14tes. Hiezu kömmt noch, daß die Kritik gleich der Chemiedas Gold wol münzen, aber nicht machen kann. Zu Letztemgehört ein Alchymist wie W. Shakespeare oder wie der laugöhrigteMidas, den die Alchymisten sür einen Alchymisten halten. —
I5tes. Und die Regeln — hicmit drücken wir das Siegel aufalle übrigen Gründe - können vielleicht sür eine dürre Stangegelten, an der sich Schönheiten Hinauswinden, aber nicht füreinen kultivirten Baum, worauf man sie wegen ihrer Wildheitimpfen müßte.
16tes. Allein wir können der Kritik nicht einmal den Wertheiner dürren Stange einräumen, und künftige Gleichnisse zwingenuns die Behauptung ab, daß keine Fehler des Genies die Strengeder Regeln zu fürchten haben. Die übrigen Schönheiten bietensich ihnen zu Advokaten an — fast könnte man diese Schönheitenmit den schönen Weibern vergleichen, mit deren Reizen die Männerdie Blößen ihrer Prozesse gegen das Recht verwahren.
I7tes. Oder: in genievollen Werken kämpfen Schönheitenmit Fehlern um das Uebergewicht wie in Milton's Gedicht dieEngel mit den Teufeln: allein die Engel siegen so wie die Schön-heiten in Milton's Gedicht.
I8tes. Mit den Regeln schreibt man dem Genie im Grundepsychologische Selberkenntniß vor. Aber, lieber Himmel! denktdenn Niemand an den unglücklichen Narzissus, dessen Tod eineWeissagung des Tiresias zur Wirkung der ersten Selberbcschaummmacht!
Idtes. Wie der Spiegel den Basilisken durch sein Bildtödtet, so hält die kalte Psychologie dcni Genie zwar seine Genm'aber auch seinen Mörder vor. Denn nimmt sein ewiges HMAdieu — „Ich empfehle mich!" sagt die Unsterblichkeit.
20stes. Sobald das Genie vom Baum des Erkenntniss^gegessen, darf es nicht mebr vom Baum des Lebens essen: m vden ersten Kapiteln des ersten Buchs Mosis.