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[Neununddreissigster Theil. - Vierundvierzigster Theil.]
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8ro»l>»idij'che -?roMe. II.

Die Anatomie (dies wird Alles aus dem Folgenden erhellen) istder wichtigste Zweig der Experimentalseelenlehre, und ein jung«Rezensent wird wohlthun, das Kollegium, über die Aesthetik miteinem Kollegium über die Eingeweide zu verbinden. Die ver-schiedenen Glieder sind nichts als verschiedene Scelenkräste, undjedes Glied steht unter der Herrschaft einer besondern Muse; sowie sonst jedes Glied von einem gewissen Stern beherrscht wurde,oder wie jedes nach dem Galen seine eigne Seele besitzt. Zcbfürchte übrigens nicht, durch den Beweis, daß Körper die meistengeistigen Kinder ediren, den Schimpfnamen eines Materialistenzu verschulden; denn behaupten, daß man ohne Kops Holz spaltenkönne, heißt darum nicht behaupten, daß man mit den Händendenken könne, und wenn ich den Materialisten das Nichtsein ihrerSeele zugestehe, so muß ich darum nicht ihren Gegnern das Da-sein der lbrigen absprechen.

Montaigne widmete eine» seiner Versuche dem Daumen; ausdieses berühmte Beispiel wage ich es, nicht nur dem Lobe desDaumens, sondern auch der Hand den größten Platz in dieserUntersuchung anzuweisen. Jeden Wahrbeitssreund muß es schmer-zen, die unsterblichen Hände der Schriftsteller zu bloßen Nacv-tretern und Handlangern ihrer Köpfe herabgewürdigt zu sebcmMan vergleiche die Verdienste ihrer Hände mit denen ihrer Köpstund enthalte sich dann des Unwillens! Das Buch verdankt derHand seines Vaters den starken Inhalt und dem Kopfe desselbennichts als sein Bildniß, von bl. gestochen; das Buch verdankt desHand Worte und Orthographie, deren Neuheit dem Leser so wEthut, und dem Kopfe Gedanken, deren Alter ihn ost verdrießt'«macht; ohne Hand kann der Dichter so wenig als der Maiemalen; ohne Hand kann der Autor das Buch so wenig schreibenals der Setzer setzen, aber ohne Kopf es zu thun, hat der ernrdem andern abgelernt,*) und beide brauchen ihn zu nichtszum Genuß der Früchte ihrer Hände. Ja noch mehr; seitdem veKopf den neuern Schriftstellern seine Schätze entzog, that °Hand sich zur Freigebigkeit auf, und sie haben es nur der Mder letzten zu danken, daß ihnen die Feindschaft des erstem we»mempfindlicher fällt; sie können nun zwar weniger denken, oodafür mehr schreiben: für die Seele ihrer geistige» Kinder >stein Sedez-Format zu weit, aber für den Körper derselben au« eOktavband zu eng, und statt des Nervengeistcs verschwenden

Wem füllt hier nicht IM Hand ein, die am Rande alter Bücher ü-bi " ^dem Leser die Schönheiten derselben. wie ganze Arme den Fuhrleuten den»eigen soll