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und nicht znm mindesten auf Verwenden der französischen Gesandtschaft, diein ihm einen sehr brauchbaren Mann fand.
Die Luzerner verfolgten unter Oberst Amrhyn den Feind bis zum bern -ischen Dorfe Dintikcn, wo zwölf Firsten in Flammen aufgingen. AufSeiten der Berner, die doppelt so stark gewesen waren, als die Katholiken,waren 573 Mann gefallen, 396 verwundet, 60 gefangen. Die Katholikenhatten 28 Tote und 300 Verwundete zu beklagen.
Mit der Schlacht bei Villmergen war der Krieg keineswegs zu Ende.Die Schädigungen des gegnerischen Gebietes dauerten fort. Erlach hatteseine Truppen in die Dörfer des Bünz- und Aatales verlegt. Gleichwohlunternahin Ludwig Pfyffer am 30. Januar einen Streifzug nach Fahrwangen ,Meisterschwanden und Tenmvil, wobei über 100 Stück Vieh weggetriebenwurden. Die Berner vergalten es mit Einfällen nach Pfaffnau , Schärlibachund in das Entlebuch . Im Osten dauerte die Belagerung von Rapperswil ,wenngleich ohne jeglichen Erfolg, bis in den Februar hinein fort. Da gelanges den unbeteiligten Orten und fremden Gesandten, Dank der unermüdlichenArbeit des patriotischen Basier Bürgermeisters Wettstein, zunächst einenWaffenstillstand zuwege zu bringen, dem am 7. März 1656 der Friede zuBaden folgte. In den Ergebnissen des Krieges lag es, daß die Bestim-mungen des Friedens zu gunsten der Sieger lauteten: „Jeder Ort sollte inseiner Religion, Landeshoheit und bei seinen souverainen Rechten, Herrlichkeitenund Gerichtsbarkeiten für immer unangefochten bleiben. Insbesondere sollees jedem Stande überlassen sein, sich beini Wegzug Andersgläubiger zuverhalten, wie er wolle."
Da Schwyz auf solche Weise Recht erhalte hatte, sollte einem Mannezum Verhängnis werden, der in vaterländischer Gesinnung den ersten Vill-merger Krieg zu verhindern gesucht hatte. Zu diesem Zwecke war nämlichGeneral Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach in Uri mit einemihm längst befreundeten Manne, mit Basels großem Bürgermeister Rudolf Wettstein , in Briefwechsel getreten. Nach beendigtem Kriege, bzw. demFrieden von Baden, wurde dies dein General Zwyer als unfreundliche Haltunggegen Schwyz ausgelegt und zugleich Zweifel an seiner Glaubenstreue ausge-sprochen. Uri hielt treu zu Zwyer und wählte ihn von neuem zum Land-ammann. Allein den Ränken des französischen Gesandten de la Barde sollteZwyer znm Opfer fallen. Wir haben nämlich bereits (II, 381) gehört, daßZwyer der erste Vertrauensmann des deutschen Kaisers in der Schweiz war.Im Jahre 1651 war das französische Bündnis abgelaufen; Frankreich trachtetedarnach, dasselbe zu erneuern. Niemand stand dabei im Wege als Zwyer.Geschickt wußte de la Barde die Haltung der Schwyzer, wie den päpstlichenNuntius, Friedrich Borromäus, in den Dienst Frankreichs zu ziehen. Man