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Naturhistorische Briefe über Oestreich, Salzburg, Passau und Berchtesgaden / von Franz von Paula Schrank ... und Karl Ehrenbert Ritter von Moll
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90
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92 Drey - und zwanzigster Brief.

4 < 5 fl. Die Farbe des hiesigen Viehes istfast durchgehends dunkelroth, - selten sieht manschwarze, und noch seltner schekigte Kühe. Dieletzten, so wie eine Art lichtfalber Kühe, die unterdem Namen der Jmster hier bekannt sind, stam-men aus dem Tyrolischen her.

Nachdem ich einige Bemerkungen über die hie-sige Viehzucht überhaupt über die Art des Vie-hes und den Preist desselben gemacht habe, sowill ich auch noch etwas über die Zweige des Vieh-nutzens, als Milch, Butter, Käse, und Schottensagen.

Die Milch gilt hier, der Napf, oder 4 Pfunde,einen Groschen. Zum Aufbewahren derselben hatman durchaus hölzerne Schüsseln, die man nichttief, aber auch nicht zu seicht haben will. DieGrösten derselben halten 12 > 14 Näpfe, d. i.48 56 Pfund Milch. Gewöhnlich sind sievon 7 iO Näpfen. Sie wird in Kellernaufbewahrt, in denen die Fenster bey heiteren, küh-len Sommernächten geöfnet, den Tag über verschlos-sen werden. Man öfnet auch die Fenster den Ost-und Nordostwinden, und schließt sie fleißig bey Süd-und Südwestwinden, welche die Milch gar zu gernesauer machen.

Das Pfund Butter gilt n Kreu-zer. Ich sagte Ihnen schon im vorigen Briefe,daß man sie in Kugeln, ungesalzen Und frisch insAusland verkauft, wo sie schon bis zu 15 Kreuzer

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