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Naturhistorische Briefe über Oestreich, Salzburg, Passau und Berchtesgaden / von Franz von Paula Schrank ... und Karl Ehrenbert Ritter von Moll
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99
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Zell im Zillerthall, dm Z März, 1784. yy

Die Alpgräser werden jetzt, im Zillerthale,das Gras für ivvfl., auf den besten Alpen; fürbo bis 70 auf mittleren, zwischen zo bis 40auf den schlechtesten bezahlt. Obwohl verständigejandwirthe behaupten wollen, daß den» Ertrage nachdie besten Gräser nur 40 fl., mittlere 25 bis zo,schlechte 15 20 werth seyen. Ueberhaupt sindfreylich im Zillerthall die Käufe der Alpen, undGüter gewaltig überspannt. Dennoch dünken mich40 st. für ein Gras auf einer guten Alpe zu we.nig. Unterdessen ist es gewiß, daß der Nutzen,den man auö Kühen allein zieht, selten das Ka-pital, das man für die Alpe ausgelegt hat, ver-zinsen würde. Der Gewinn aus Schaafen, Zie-genböcken, und jungem Zuchtviehs muß eigentlichdem Alpenbesitzer zinsen.

Ordentlich hat man keine Skallungen auf Al-pen. Das Vieh bleibt die Nacht über sowohl,als am Tage auf freyem Felde. Der Boden, derihm die nährenden, kraftvollen Gräser, und Pstan-zen zur Weyde giebt, dient ihm auch zur Ruhe-stätte, und ich muß gestehen, daß ich nichts an-genehmeres auf der lieben Gotteswelt kenne, alseinen schönen Sommerabend auf einer Alpe. Daliegt Ihnen eine Hcerde des schönsten, wohlgebau-testen Viehes auf einem lieblichen, grünen Wcyde-plahe. Die dunkelrothe Farbe der Kühe, daöschöne Grün des Bodens, auf dem sie ruhendaö liebliche Weiß ihrer zarten Eiter, und der

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