Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Abellio

Aeca

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und Liebling des Herakles, zugleich Epony-mos der thrakischen Stadt Abdera. Er wurde,als er mit dem Herakles zusammen die Rossedes thrakischen Königs Diomedes erbeutethatte, von diesen zerrissen, worauf Heraklesihm zu Ehren Abdera gründete und Leichen-spiele stiftete, welche die Abderiten jährlichfeierten. Ygl. Philostr. Im. 2, 25. Fr. Osannin Gerhards Benkm. u. Forsch. 1852 14. 42.Ilellan. b. Steph. Byz. s. v. "AßSigga. Apolloä. 2,5, 8. Strab. 331, fr. 44, 47. Scymn. 667. Ilyg.f. 30. C. I. Gr. 5984 C. Ptol. Heph. p. 47,20. 150, 32 Beider. [Roscher.]

Abellio, Name eines gallischen Glottes, wel-cher auf Altarinschriften des obern Garonne -thales (Orelli-Uenzen 1952 f.) erscheint. Einedavon lautet: Beo Abellioni Minicia Iusia. V.

5. L. M. [Roscher.]

Abeona zusammen mit Adeona eine römi-sche Schutzgöttin der Kinder bei den erstenVersuchen im Hin- und Herlaufen: Ang. deciv. d. 4, 21 u. 7,3. S. Indigitamenta. [Roscher.]

Abia (AßCd), Amme des Glenos, eines Sohnesdes Herakles . Sie gründete diesem zu Ire (lgfjIiom.) in Messenien einen Tempel, weshalbder Heraklide Kresphontes später jene Stadtihr zu Ehren Abia nannte : Paus. 4, 30, 1.[Roscher.] Curtius, Peloponnesos 2 p. 160. 193Anm. 33. [Schreiber.]

Abinius, Name eines gallischen-Gottes aufeinem bei Nizza (Nicaea) gefundenen Altäre(Orelli-Uenzen 6772 . . . aram posuit deo Abi-nio). [Roscher.]

Ableros ("Jßirjqos), ein Troer, den Antilo-chos, der Sohn des Nestor, erlegte: Born. II.

6, 32. Vgl. Bes. s. v. aßlgga. [Roscher.]

Abnoba Diana oder blofs Abnoba, Name

einer Gottheit des Abnoba mons (jetzt Schwärz-wald, Pauly Bediene. 1, l 2 , S. 16): Orelli inscr.1986 u. 4974. [Roscher.]

Abobas (Aßmßae), Name des Adonis (s. d.)bei denPergäern: Hesych . u. Et. M. [Roscher.]

Absyrtos ('dspvqTog,JI-vqtos Pherekyd. nachSehol. Eur. Med. 167), von Pacuvius bei Cic.N. 1). 3, 19, 48. Biod. 4, 45. und Justin. 42,

3 auch Aigialeus, von Timonax b. Sehol. Ap.Bh. 3, 1236 auch Phaethon, von Dikaioge-nes bei Sehol. Eur. Med. 167 Metapontios ge=nannt, Sohn des Aietes, Königs von Kolchis und derkaukasischen Nymphe Asterodeia, :der Tochter des Okeanos und der Tethys, oderder Eurylyte (Ap. Bh. 3, 242 u. Naupalct. b.Sehol. z. d. St.), oder einer Nereide (Soph. b.Sehol. z. Ap. Bh. 4, 223 u. 3, 242), oder derHypsea (? Myth. Vat. 1, 204), oder der Hekate (Biod. 4, 45). Die verschiedenen Versionenüber seinen Tod lassen sich in zwei Haupt-gruppen teilen. Nach der einen wurde Absyr-tos als kleines Kind von Iason und Medea aufder Flucht von Kolchis mitgenommen und zer- 6stückelt, um den nachfolgenden Aietes aufzu-halten (vgl. Ov. Met. 7, 54). Nach Phereky-des geschah die Zerstückelung noch währendder Fahrt auf dem Phasis, nach Sophokles be-reits im Hause des Aietes (Sehol. z. Ap. Bh.

4, 223 u. 228. vgl. Eurip. Med. 1334. Kdllim.b. Sehol. z. d. St. u. Welcher, Griech. Trag.333 ff.), nach Apolloä. 1, 9, 23 f. bei der Fahrt

auf dem Pontos Eux. Die Stadt Tomoi sollihren Namen dem Grabe des zerschnittenenLeichnams verdanken (vgl. auch Cie. imp. Gn.Pomp. 9, 22. Steph. Byz. s. v.: Toysvg. Ov.Trist. 3, 9, 5 ff. Ileroid. 6, 129. 12, 113). Ganzanders lautet die Sage bei Apollonias Bh. 4,305 ff. (Strabo 315). Derselbe läfst den Ab-syrtos als erwachsenen Mann der Argo aufdem adriatischen Meere entgegenfahren, umo sie abzuschneiden. Medea aber lockt den Bru-der in einen Artemistempel auf einer derAipvQtiSsq vrjßoi an der Küste Illyriens, woIason ihn erschlägt. Etwas anders, aber dochähnlich, berichten Bygin f. 23, 26 und Orph.Arg. 1027 (vgl. auch Steph. B. s. v.AipvQri-Ss g); ganz vereinzelt steht die Angabe des Rhe-tors Leon b. Sehol. Eurip. Med. 167, nachwelchem Absyrtos durch Gift getötet wurde.Die lateinische Schreibung Absyrtus scheint) auf der verkehrten Ableitung von der Präpos.ab zu beruhen. Weiteres unter Argonautai.Hinsichtlich der Etymologie ist zu.verweisenauf Philol. Suppl. 2, 267 ff. und auf Kuhns Z.9, 176. [Roscher u. Seeliger.]

Abundantia, eine der jüngsten Bildungen die-ser Richtung, eine Verkörperung des Zustandes,in welchem das Volk sich im Genüsse aller Kul-turgüter befindet und niemand darbt. Eine reli-giöse Verehrung, wie sie für andere Gottheiteni dieses Kreises bezeugt ist, hat sie wohl nie ge-nossen; ihr Bild findet sich auf den Münzender Kaiser von Elagabal bis auf MaximianusHercules, und zwar wird sie in typischer Weisedargestellt, wie sie aus einem Füllhorn ihreguten Gaben ausstreut (vgl. Cohen, med. imper.Elagdbale 1. Alex. Sev. 2. Gordien le Pieux207210. Trajan Bece 1. 2. Gallien 2628u. s. w.), selten hält sie auch Ähren in derHand (Cohen a. a. O. Victorin 1. Tetricus pere40. 41); ganz vereinzelt und spät ist eine durchein spezielles Ereignis veranlafste Münzdar-stellung, auf welcher sie Münzen unter dasVolk ausstreut (Cohen a. a. O. Maximien Ber-eute 136), immerhin ein Beweis dafür, wie inder späten Zeit die realistische Auffassung andie Stelle der idealeren tritt. [YVissowa.]

Acacallis, Aeantho, etc. s. Akakallis, Akan-tho, etc.

Acca. 1) Acca Larentia, eine altrömischeGöttin oder Heroine, deren Mythus mit denSagen vom Hercules und Romulus eng ver-knüpft ist. Mythus , a) Unter der Regierungdes Romulus oder Ancus Martins (vgl. Gell. N.A. 7, 7, 6. Macrob. 1, 10, 12. 15) lud einst aneinem Feiertage der Tempelhüter des Herculesden Gott selbst zum Brettspiel ein unter derBedingung, dafs der Verlierende dem Gewin-nenden eine Mahlzeit und ein Mädchen ver-schaffen sollte. Als nun Hercules gewann, sorichtete ihm der Tempelhüter eine Mahlzeitim Tempel her und führte ihm die schönsteund berühmteste Dirne der Stadt zu, nämlichdie Acca Larentia, mit dem Beinamen Fabula(oder Faula vgl. Plut. Q. B. 35. Laetant. J, 1, 20).Beim Abschied sagte ihr Hercules, sie würdeden Lohn von dem Manne empfangen, der ihrfrühmorgens beim Hinausgehen zuerst begeg-nen würde. Dieser Mann war ein Tuscer Na-