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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Acheloos

Acheloos

ten Flusses von Griechenland , der, auf demGebirge Lakmon entsprungen, reifsenden Lau-fes mit hellem Wasser (άργυροδίνης, Hesiod .Callim. in Cer. 13. Dionys. Per. 433, infolgedes weifsen Bodens seines Bettes) südwärtszwischen Akarnanien u. Ätolien durch frucht-bare Ebenen dem ionischen Meere zufliefst.Er ist der Sohn des Okeanos und der Tethysund der älteste der 3000 Bruderflüsse, Hes.Theog. 340. Akusilaos b. Macrob. Sat. 5, 18,10. (fr. 11 a Mueller) Hyg. praef. p. 28 Bunte.Tzetz. Lyk. 712. Auch hiefs er Sohn des He-lios und der Gaia . oder des Okeano3 und derGaia , Nat. Com. 7, 2. vgl. Serv. z. V. Ge. 1, 8.Plut. de fluv. 22, 1 nennt ihn Sohn des Okea-nos und einer Najade und läfst ihn sich inden Flufs Thestios stürzen, der nun Acheloos genannt wurde (! ?). Kephalion b. Malala p. 164(Mueller hist. gr. fr. 3 p. 631, 8) nennt Ache-loos Sohn des Poseidonios, der beim Übergangüber den Flufs Phorbas, vom Pfeile getroffen,umkam und dem Flufs den Namen Acheloosgab. Vgl. Tzetz. L. 671. Er hiefs früher Thoasund erhielt seinen Namen von Acheloos, dermit Alkmaion aus Thessalien in jene Gegendkam, Steph. B. s. v. Strab. 10, 450. Acheloossoll in seinem Gram über den Verlust seinerTöchter, der Seirenen, von seiner Mutter Gaia in ihren Schofs aufgenommen worden sein,worauf an dieser Stelle ein Flufs hervorsprang,Serv. V. Ge. 1 , 8, oder er löste sich in einenFlufs auf aus Schmerz über seine Besiegungdurch Herakles , Propert. 2, 25, 33. Die Be-hausung des Stromgottes wird beschrieben Ov.Met. 8, 550 ff. Rom . II. 21, 194 nennt denAcheloos κρείων, den Herrscher, und stellt ihnmit Okeanos zusammen, Flufsgötter, welchetrotz ihrer gewaltigen Kraft es nicht wagenkönnen sich mit Zeus zu messen. Wenn manan dieser Stelle nach dem Vorgang des Zeno-dot mit Bergk den V. 195, in welchem Okea-nos genannt wird, wegwirft, so wird Acheloos ,wie sonst Okeanos , der Strom, von -welchemalle andern fliefsenden Gewässer stammen, Bergkdie Geburt der Athena in Jahns Jahrb. Bd.81 S. 394 f. Vgl. Unger, Philolog. Suppl.-Bd.2,.S. 699 (vgl. Philol. 24, 395 f.). Achelooswar der König der Ströme, der vor allen ammeisten geehrt wird, Akusilaos b. Macrob. I. I.Während die übrigen Flüsse in Griechenland nur von ihren Anwohnern Verehrung genossen,wurde Acheloos in ganz Griechenland verehrt,er wurde allgemein bei Opfern, in Gebeten undSchwüren angerufen, JSphoros b. Macrob. 5,18. (/V. 27 Mueller). Seine Verehrung ist, zumTeil durch aufgefundene Münzen und Inschrif-ten , bezeugt zu Athen ( Plat. Phaedr. 230 B),zu Dyme, Rhodos (lleffter Götterdienste aufBhod. 3, 60 f), bie den Sikelioten, und die an-wohnenden Akarnanen feierten ihm auch Wett-spiele, Schol. II. 24, 616; ferner zu Oropos ,Paus. 1 , 34, 2, in dem megarensischen FleckenKhus, Paus. 1 , 41, 2, in Mantinea und Myko-nos, nach Inschriften, Stengel Jahns Jahrb. 1882,11 S. 735; in Metapont , das von Ursprung halbätolisch war, wurden ihm Agone gefeiert,nach einer Münze von Metapont, Mittler, Ar-chiiol. §. 403, 2. Millingen anc. coins t. 1 , 21.

Osann Tübing. Kunstbl. 1831 N. 16 f. Arch.Ztg. 1862. t. 168, 4. O. Jahn ebds. S. 321. DerGrund allgemeiner Verehrung lag hauptsäch-lich darin, dafs Acheloos , in dessen Namen derStamm a% aqua enthalten ist, überhauptdas Element des fliefsenden Wassers bezeich-nete, so dafs das Wort auch öfter von Dich-tern einfach für Wasser gebraucht wurde.JSphoros l. I. Serv. V. Ge. 1, 8. Schol. II. 24,616. Orpheus b. Lobeck Agl. p. 952. Aeschyl.Pers. 869. Eurip. Bacch. 625. Aristoph. Lys.381. fr. 130. Lokalisiert wurde er dann alsEigenname verschiedener Flüsse, unter denender akarnanisch-ätolische Flufs durch den Ein-flufs des nicht weit von seinen Quellen gele-genen dodonäischen Orakels, in dessen Kultdie nährende Feuchte eine Hauptrolle spielte,zu besonderer Verehrung gelangte. Das Ora-kel soll jedem seiner Sprüche zugefügt haben,man solle dem Acheloos opfern, Ephoros 1. 1.Schol. II. 21, 194. 24,616. Dafs man ihm auchin Dodona opferte, ist selbstverständlich, s.Corp. Inscr. 2908. Aus der allgemeineren Be-deutung des Aeheloos erklärt es sich, dafs dieSeirenen seine Töchter sind (Paus. 9, 34, 2.Acheloides Ov. Met. 5, 552), die er mit derMuse Melpomene oder Kalliope (Apollod. 1, 3,4. Serv. V. Ge. 1, 8. Hyg. praef. p. 30. Bunte,f. 125 (p. 103.) 141) oder mit Terpsichore (Ap.Bh. 4, 896. Tzetz. Lyk. 650. 671. 712) odermit Sterope, Tochter des Porthaon (Apollod.

I, 7, 10) zeugte, dafs er Vater der QuellePeirene ist (Paus. 2, 2, 3), der Quelle Kasta-lia zu Delphi (Panyasis b. Paus. 10, 8, 5), derthebanischen Dirke (Eurip. Bacch. 519).Als Nachbar des ätolischen Kalydon warbAcheloos in dem Hause des Oineus um dieHand seiner Tochter Deianeira . Er kam, daer als Wassergott die Fähigkeit hatte, sich inverschiedene Gestalten zu verwandeln, baldals Stier, bald als Drache, bald in menschli-cher Gestalt mit einem Stierkopf, Formen, indenen die Flufsgötter gedacht und abgebildetwurden. Die arme Jungfrau zitterte vor solcheiner Ehe; da kam zu ihrer Freude Herakles als Werber und rang dem Acheloos in schwe-rem Kampfe die Braut ab. Als während desKampfes der Flufsgott sich in einen Stier ver-wandelte, brach ihm Herakles ein Horn ab,und er gab sich besiegt. Sein Horn tauschteer von Herakles wieder ein, indem er ihm dasHora der Amaltheia dagegen gab, welches dieNymphen mit Blumen und Früchten füllten;oder das Horn der Amaltheia ist gleich demHorn des Acheloos. Soph, Trach. 9 ff. 510 ff.Ov. Met. 8 , 880 ff. 9 , 1 ff. s. Deianeira, Hera-kles , Amaltheia. Schon die Alten erklären dieseFabel als einen natürlichen Vorgang; Hera-kles habe den Kalydoniern zulieb den wildenStrom durch Regelung seines Laufes gebän-digt und ihm ein blühendes fruchtbares Landabgerungen, Diod. 4, 35. Strab. 10, 458. Schol,

II. 21, 194. Eustatli. Dion. Per. 431. Vonden echinadischen Inseln, welche vor der Mün-dung des Acheloos durch Anschwemmungenentstanden waren, wird folgende Sage erzählt:vier Nymphen opferten an dem Ufer des Flus-ses allen einheimischen Göttern, vergafsen aber

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