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Acherusia
Achilleus b. Homer
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heilst Sohn der Gaia , der Demeter, und sollin die Unterwelt versetzt worden sein, weiler den Titanen im Kampf gegen Zeus zu trin-ken gereicht habe, Natal. Com. 3, 1. Mit Or-phne (oder Gorgyra, Apollod. 1, 5, 3. Natal.Com. 1. 1.) zeugte er den Askalaphos, Ov. Met.
5, 539. vgl. Serv. V. Aen. 4, 462. — Nitzsch Anm. z. Odyssee Bd. 3, 156 ff. Müller Bor.
1, 418. Proleg. 363. Welcher Gr. Götterl. 1,803. Preller Gr. Myth. 1, 665, 671. — Auch ιsonst kommt der Flufs Acheron sowie deracherusische See vor, besonders in Gegenden,deren Beschaffenheit auf eine Verbindung mitder Unterwelt schliefsen liefs. In Triphylienz. B. war ein Flufs Acheron, der von dem demHades geweihten Minthegebirge herabkam undin den Alpheios flofs, Strab. 8, 344. Eustath.Horn. 1667, 59. Im Gebiet des pontischen He-raklea hiefs ein Vorgebirge ’Αχερουαϊς ακραoder Άχεροναιας χερρόνηοος wegen einer in 2der Nähe befindlichen, in die Unterwelt füh-renden Schlucht, und ein durch das Vorgebirgins Meer mündender Flufs (Soonautes) sollfrüher den Namen Acheron gehabt haben, Xe-noph. An. 5, 10, 2. Ap. Rh. 2, 353. 728 f. 745.901 u. Schol. Mueller fr. hist. gr. 2, 35, 25.Tzetz. L. 411. 695, Dort war auch ein Toten-orakel, Plut. Cim. 6. de sera num. vind. 10. ZuHermione in Argolis hatte den Namen Άχε-ροναία λίμνη ein ringsummauerter Baum hin- ster dem Heiligtum der Chthonia in der Näheeines Eingangs in die Unterwelt, Paus. 2, 35,
7. Auch bei Cumä in Campanien war einacherusischer See und ein Niedergang zumHades, Strab. 5, 243. Eustath. Hom. 1667, 56.Verg. Aen. 6, 268 ff. Heyne Aen. 6. Exc. 2. —2) Andren v. Teos b. Schol. Ap. Rh. 2, 354sagt, dafs Acheron ein König in der Gegenddes pont. Heraklea gewesen, dessen TochterDardanis mit Herakles den Poimen zeugte, tNach dem Tode der Dardanis und des Poimenseien in dieser Gegend Dardanis und Poimen(Berg?) nach ihnen genannt worden. [Stoll.]
Aclierusia (-ias, -is) s. Acheron.
Achilleus (Αχιλλενς, Άχιλενς, s'roslat. Achilles ).
I. Homerische Sagen.
Die homerische Sage berichtet hauptsäch-lich nur von den Tliaten des Achilles vor Troja und giebt über die vor- und nachliegende Zeitnur kurze Andeutungen. Sohn des Peleus,Königs im thessalischen Phthia II. 20, 206 undder Nereide Thetis 1, 280. 4, 512. 1, 358. 18,52, Enkel des Aiakos und so von Zeus abstam-mend 21, 187—189, Πηλείδης, Πηληίάόης. ΙΙη -λείων, Aianiägg, wurde er von seiner Mutterim väterlichen Hause erzogen 18, 436—438,als einziger Sohn 24, 540, und als zartes Kindvon Phoinix in der Rede- u. Kriegskunst un-terrichtet 9, 441. Nur von ihm nahm der KnabeSpeise und Trank 9, 385. Cheiron lehrte ihndie Heilkunde 11, 831, die er wiederum demPatroklos, dem mit ihm zugleich erzogenenSohne des Menoitios, mitteilt 23, 84 — 90. Spä-tere Erziehung durch Thetis im väterlichenHause 18, 57. 438. Von Nestor, Odysseus undPatroklos in Phthia persönlich zum Kriege auf-gefordert 11, 765—784. 7, 127 (Brunn troische
Miscellen 1868, 1. B. p. 68) führt er Myrmidonen,Hellenen und Achäer in 50 Schiffen nach Troja2, 681. 16, 168 von Patroklos und Phoinix be-gleitet , welcher dem Unerfahrenen von Peleusals Berater mitgegeben wurde 9, 438, und aufGeheifs der Eltern gefolgt von Epeigeus 16,575, als Hauptheld der Achäer 1, 284 unterdem Schutze der Hera und Athene stehend 1,55. 1, 195. 9, 254. 16, 168. 18, 203. 19, 340 ff.19, 407. 20, 94. 20, 120 ff. 20, 439. 21, 284.. 21,328. 22, 214. 22, 226. 22, 276. Helfer sind ihmZeus 16, 237 ff. 21, 272, Hephaistos 21, 342 u. Po-seidon 21, 284, sein Feind Apoll. Bei demFortgange des Sohnes gelobt Peleus dem Sper-cheios das Haar desselben zu weihen, falls erglücklich zurückkehre, sowie eine Hekatombeund 50 Widder in seinem Temenos an seinemAltäre bei den Quellen zu opfern. Achilles läfstsich daher das Haar wachsen, das er aber, dadie Götter den Bitten des Peleus kein Gehörschenken, dem toten Patroklos weiht 23, 140 ff.Ferner verspricht Achilles am Tage des Aus-zuges dem Menoitios, ihm den Sohn nebst seinemAnteile an der Beute unversehrt nach Opuszurückzuführen 18, 324 — 327. Seine Mutterhatte ihm als Geschick entweder ewigen Ruhmbei frühem Tode oder langes, aber rühmlosesLeben geweissagt 9, 410. Sch. II. 16, 37, undverkündet, er werde Troj a nicht einnehmen 18,440. 17, 408. 18, 8. 18, 59, sondern durch ApollsGeschosse daselbst sterben 21, 276. 19, 415.
22, 359. 23, 80. Im Schiffslager der Achäer hater den äufsersten rechten Flügel inne 8, 222.11, 8, wo ihm seine Myrmidonen ein Haus ausFichtenstämmen gezimmert haben, dessen Dachaus Schilf besteht. Es liegt in der Mitte einesvon einem Zaune umgebenen Hofes. Das Thorist durch einen einzigen Balken geschlossen,den nur 3 Achäer bewegen können, währendAchill es allein vermag 24, 448. Das Hausbirgt eine schöne Truhe, gefüllt mit Leibröcken,Decken und Mänteln, welche ihm Thetis mitge-geben 16, 222. Seine Rüstung ist ein Geschenk,welches die Götter dem Peleus bei seinerHochzeit machten 17, 194ff Er leiht sie demPatroklos 16, 64. 16, 131—139. Sein Speer ausEschenholz vom Pelion, ein Geschenk des Chei-ron, ist so schwer, dafs nur er ihn schwingenkann 16, 139—145. Die Rüstung raubt dem
) gefallenen Patroklos Hektor 17, 125 und trägtsie 17, 194. Achilles nimmt sie ihm wiederab 22, 368. Die zweite Rüstung ist Werk undGeschenk des Hephaistos . Beschreibung desSchildes 18, 478—608; Erwähnung der übrigenRüstungsstücke 18, 610—613. Sein Busenfreundist Patroklos , ihm zunächst steht Antiloehos
23, 556. 607, sein Wagenlenker ist Automedon.Die Namen der Rosse seines Leibgespannessind Xanthos und Balios, 8, 185; das Nebenge-
) spann heifst Pedasos 16, 152. Sein Sohn Neo-ptolemos wird während seiner Abwesenheitauf Skyros erzogen 19, 325. 24, 467. BlondenHaupthaares 1, 197. 23, 141, mit Augen, wel-che im Zorne furchtbar funkeln 1, 200, und mitgewaltiger Stimme begabt 18, 221 ist er derschönste aller vor Troja liegenden Achäer 2,673, sowie der schnellfüfsigste 23, 792 (wiedenn die seine Schnelligkeit betreffenden Epi-