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die Mutter und 3 Brüder der Briseis und zerstörtdie Stadt des Mynes 19, 296. 2, 692. Mit Pa-troklos zusammen erbeutet er troisohe Frauen18, 28 341. Den Aineias verjagt er durch einenAngriff auf seine Herden vom Ida auf demZuge gegen Lyrnessos und Pedasos 20, 90. 188 ff.fängt den jugendlichen Sohn des Priamos Ly-kaon auf einem Felde des Vaters und verkauftihn nach Leinnos an Euneos 21, 34 ff., in glei-cher Weise Isos und Antiphos, Söhne des Pria-mos auf dem Ida, läfst sie aber gegen Löse-geld frei 11, 104. Weitere mit Namen nicht ge-nannte Söhne des Priamos nimmt er im Laufedes Krieges gefangen und verkauft sie nachSamos, Imbros und Lemnos 24, 752. 9 Jahre
wagen die Trojaner aus Angst vor Achilles nicht, sich in eine Feldschlacht einzulassen,sondern halten sich innerhalb der Mauern 5,790; selbst Hektor wagt sich nur bis zum skäi-schen Thor und zur Buche 9, 353 f. Dort aberhält er dem Achilles einmal Stand, flieht jedochbei seinem Angriffe 9, 355. Hingegen erzähltAgamemnon 7, 112, um den Menelaos vomZweikampfe mit Hektor abzuschrecken, selbstAchill habe sich gescheut, dem Hektor in derinännermordenden Feldschlacht entgegen zu-treten. Dies die Vorgeschichte der Ilias , wiesie in'ihr selbst, soweit sie den Achill angeht,enthalten ist.
Im 10. Jahre des Krieges aber (Beginndes Ilias) beruft Achill auf Eingabe der Hera eine Versammlung der Achäer, nachdem Apollo ,erzürnt, dafs Agamemnon seinem Priester Chry-ses die geraubte Tochter Chryseis vorenthält,9 Tage lang das Lager der Achäer mit seinentodbringenden Pfeilen heimgesucht, um durcheinen Seher zu erforschen, was der Grund desgöttlichen Zornes sei 1, 8—67. Kalchas nenntdenselben, nachdem ihm Achill Schutz vorAgamemnon versprochen —100. Agamemnon willigt ungern in die Herausgabe des Mädchens,fordert aber als Ersatz ein Ehrengeschenk vomVolke. Auf die Erwiderung des Achill, allebisher gemachte Beute sei geteilt; er mögesich mit seiner Forderung bis zur EinnahmeTrojas gedulden, antworteter mit Beleidigungen,indem er ihm betrüglichen und eigennützigenSinn zum Vorwurf macht und ihn zu unge-bührlichem Dienste bei der Wegführung derChryseis anffordert — 147. Hierob ergrimmtentgegnet Achill, Agamemnon sei sein Herrnicht; sein ganzer Ruhm bestehe in der Hab-gier, mit welcher er von der Beute, die er,Achill , auf den Kriegszügen gewöhnlich erwor-ben, den Löwenanteil für sich verlange. Umaber weiteren Ehrenkränkungen zu entgehen,werde er sogleich mit seinen Schiffen nachPlithia zurückkehren. Als nun Agamemnon ihn mit geringschätzigen Worten gehen heilstund ihm seine Sklavin Briseis zu entreifsendroht, greift Achill ans Schwert, um Agamem-non zu durchbohren: da hält ihn Athene , vonHera gesandt und nur ihm sichtbar, zurück,befiehlt ihm nachzugeben und verhelfst drei-fachen Ersatz. Er gehorcht, ergiefst sich aberin furchtbaren Schmähungen gegen den Aga-memnon: bald würden die Achäer einsehen,was sie für einen König hätten, und was sie
an ihm, Achill , verloren hätten. Auf die Ge-genreden des NSstor und Agamemnon erklärter sich bereit, das Mädchen auszuliefern, ohnedafür Rache zu nehmen. Schlufs der Versamm-lung — 307 (zum Streite zwischen Agamem-non und Achill vgl. Gerhard gr. Myth. 195).Bildliche Darstellungen siehe Overbeck Galle-rte heroischer Bildwerke p. 382 ff). Nun ziehter sich, entschlossen fernerhin am Kampfenicht mehr teilzunehmen, in sein Lager zurück,den von Agamemnon gesandten Herolden über-giebt er die Briseis, ruft sie aber als Zeugender Gewaltthat an; vgl. Overbeck a. a. 0. p. 387 ff.Am Meere sitzend klagt er der Mutter seinLeid; sie steigt aus dem Meere auf, er erzähltihr den Vorgang und bittet sie, den Zeus zubewegen, von jetzt an den Troern den Sieg zuverleihen und die Achäer bis zu- den Schiffenzurückdrängen zu lassen, damit sie und ihrKönig inne würden, was dieser verbrochen, alser den besten der Achäer entehrte — 412.Thetis verspricht Erfüllung seines Wunschesund heifst ihn sich vom Kampfe fern zu hal-ten, bis sie vom Zeus Nachricht bringe, der seitgestern bei den Athiopen weile und erst nach12 Tagen zurückkehre. Nun bleibt Achill ,während seine Myrmidonen sich in Kampf-spielen üben 2, 774, unentwegt in seinem Lager,heftig zürnend und von Kampfbegierde ver-zehrt; vergeblich sucht er durch Gesang unddie Töne der Phorminx die Unruhe seinerSeele zu beschwichtigen 1 , 488 ff. 9, 186. In-zwischen bewilligt Zeus der Thetis den Wunschdes Sohnes: die folgenden Kämpfe bringen denAchäern Verderben, denn der Sieg ist stetig aufSeite der Troer. Deshalb werden Aias der Tela-monier und Odysseus nebst Phoinix und 2 Herol-den zu Achill gesandt, um ihn zu versöhnen;Agamemnon verspricht nicht nur Herausgabei der Briseis, sondern auch aus der trojanischenBeute Gold und Erz in Menge, und 20 derschönsten trojanischen Weiber, endlich bietet erihm eine seiner 3 Töchter Chrysotliemis, Iphia-nassa und Laodike mit reichlicher Mitgift (7reichen Städten der Peloponnes ) zur Gemahlinan. Achill nimmt die Gesandten freundlich aufund bewirtet sie gastlich, weist aber ihr An-sinnen unter heftigen Ausfällen gegen den Heer-könig trotz dos Zuredens des Phoinix zurück:> nicht eher werde er am Kampfe teilnehmen,als bis Hektor die Schiffe der Achäer in Brandgesteckt; von seinem Lager werde er die Feindeschon fernzuhalten wissen; zum Schlüsse drohter wiederum mit baldiger Heimkehr. Unver-richteter Sache kehren die Gesandten zurück;Phoinix bleibt bei Achill , der alsdann mit derDiomede im Innern des Hauses der Ruhepflegt 9^ 668, vgl. Overbeck a. a. 0. p. 408 ff.G. liobert, Gesandtschaft an Achill . Arch.) Zeit. 39 p. 138 ff. Am Tage darauf ver-folgt Achill auf dem Verdecke seines Schiffesstehend den Verlauf des furchtbaren Kampfes,der sich bei dem Schiffslager der Achäer ent-spinnt, und in welchem die tapfersten griech.Helden verwundet werden, so dafs das Ver-derben sich immer mehr auch seinem eignenLager naht. Als er nun auch den Nestor einenVerwundeten aus dem Kampfe zurückführen