Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
Seite
19-20
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1!) Achilleus b. Homer

Dunkel umhüllt, während er den Aineias auf-hebt und ihn weithin über die Reihen derTroer zurück aus dem Bereiche der Waffendes Achill an die Grenze des Kampfgewühlesschleudert. Dann nimmt er das Dunkel vonAchill weg, der nunmehr die Achäer von neuemgegen die Troer vorführt, welche andererseitsvon Hektor zum Kampfe gegen den Pelidenangefeuert werden 20, 364. Aber auf Zu-reden des Apoll, der ihn vor Achill warnt,weicht Hektor aus dem Getümmel; Achill hin-gegen wütet in den Reihen der Troer. Yonseiner Hand fallen Iphition, Demoleon, Hippo-damas, Polydoros, der Sohn des Priamos . AlsHektor aber den Bruder fallen sieht, kann ersich nicht länger halten, er stürmt auf Achill los und schleudert den Speer. Allein Atheneschwächt die Kraft des Wurfes, sodafs derSpeer machtlos zu den Füfsen des Achill nieder-sinkt. Hektor selbst aber wird von Apoll indichten Nebel gehüllt, und dreimal sticht Achill vergebens nach ihm. Da wendet sich der Pe-lide gegen andere Feinde; während er vorwärtsstürmt, fallen von seiner Hand Dryops, Phi-letor, Demuchos, Laogonos, Dardanos, Tros,Mulios, Echeklos, Deukalion, Rhigmos undAreithoos. Da gelangen seine Rosse an dieFurt des Xanthos (Skamander) 21, 1, in densich ein Teil der Troer gestürzt hatte, um demfurchtbaren Feinde zu entgehen. Aber Achilles folgt ihnen; cfr. Overbeck a. a. 0. p. 448; 12Jünglinge ergreift er lebendig, bringt sie ansUfer, bindet sie und giebt sie den Seinen, diesie zu den Schiffen führen, um später dieTotenfeier des Patroklos mit ihrem Blute zuverherrlichen. Dann stürzt er sich wiederumin den Flufs und stöfst auf den Lykaon, desPriamos Sohn, den er schon früher einmal ge-fangen und in die Fremde verkauft hatte.Dieser umfafst die Kniee des Achill, der er-staunt ist, ihn hier wieder zu finden, und bittetum Schonung. Allein Achill , des eignen ihmnahen Todes gedenkend, stöfst ihm das Schwertin die Kehle 21, 121. Da er diese Thatmit Worten begleitet, welche der Macht desSkamander Hohn sprechen, so gerät derStromgott in Grimm und erwägt, wie er demMorden ein Ende machen könne. Als nunAchill nach Besiegung des Asteropaios noch-mals den Gott höhnt, dafs er nicht imstandesei, den Troern Hilfe zu leisten, läfst dieserwarnend seine Stimme ertönen, von weiteremBlutvergiefsen abratend. Allein Achill giebttrotzige Antwort: da läfst Skamandros, vonApollo angefeuert, seine gewaltigen Wogenvon allen Seiten auf den Peliden eindringen,die ihm den Schild vom Arme schlagen, sodafs er den festen Standpunkt verliert 21241. Seine Lanze hatte er vorher auf demUfer zurückgelassen. Vergebens fafst er eineam Flufsrande stehende Ulme, aber samt demihre Wurzeln umgebenden Erdreich stürzt siein die Wogen. Doch gelingt es ihm, sich aufdas Gestade zu schwingen. Der Strom aberfolgt ihm, erreicht den vor ihm Fliehendenmit seinen Gewässern und droht ihn zu ver-nichten, so dafs der Held im Gebet bei Zeus Schutz und Hilfe erfleht, daran erinnernd, dafs

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nach seiner Mutter Aussage ihm bestimmt sei,im ehrlichen Kampfe vor Trojas Mauern zufallen und nicht wie ein Sauhirt in den Flutendes Giefsbaches umzukommen. Da nahen sichihm in menschlicher Gestalt Athene und Po-seidon und sprechen ihm Mut ein: von frischerKraft erfüllt dringt er nunmehr von neuemauf den Stromgott ein. Der aber ruft den Si-moeis zu Hilfe: ein furchtbares Ringen ent-steht. Und wiederum sind es schützende Gott-heiten, die vom Peliden das Verderben ab-wenden; auf Bitten der angsterfüllten Hera entzündet Hephaistos die Uferbäume des Ska-mander, und durch die so erzeugte Hitze wirddas Gefilde getrocknet und die Leichname ver-brannt, ja der Strom selbst gerät in Brand,so dafs der Flufsgott sich bittend an Hera wendet, dem Sohne zu gebieten, seiner zuschonen. Dies geschieht, und der Strom kehrtin sein Bett zurück, ohne am Kampfe weiterteilzunehmen 21, 382. Achill aber stürmtweiter, vor sich her die Troer der Stadt zu-treibend. Agenor, von Apollo mit Mut beseelt,sucht noch einmal den Peliden aufzuhalten,allein seine Lanze prallt machtlos an der gött-lichen Rüstung ab. Apollo entrückt in Nebelseinen Schützling der Rache des Achill undlockt diesen in Gestalt des Agenor vor ihmher fliehend in ein entlegenes Feld in der Nähedes Skamander, um ihn von der Verfolgungder nach der Stadt fliehenden Troer abzulenken.So gelingt es diesen, die Thore zu erreichen 21, 605. Inzwischen hat Apollo sich demAchill zu erkennen gegeben; dieser stürmt nun-mehr direkt auf das Thor los, wo Hektor alleinvon allen Troern vor den Mauern der Stadtbleibend trotz der Bitten des Vaters dem ihnsuchenden Peliden entgegengeht. Doch beiseinem Nahen ergreift er die Flucht, Achill folgt ihm und jagt ihn drei Mal um die Mauer,der vom Apollo beschützt vergeblich die ret-tende Stadt und das dardanische Thor zu er-reichen sucht, denn stets schneidet ihm Achillden Weg ab und treibt ihn von der Stadt wegins Freie, gestattet aber den Achäern nicht,auf ihn zu schiefsen, sondern behält sich selbstdie Ehre des Sieges vor. Bei dem viertenUmlauf läfst Zeus die Schicksalswage über dasLos der Beiden entscheiden: da neigt sichHektors Schale dem Hades zu, und sofort ver-läfst ihn Apoll. Athene aber tritt zu Achilles ,heifst ihn vom Kampfe ausruhen und versprichtihm baldigen Sieg 22, 214. Dann aber for-dert sie in Gestalt des Deiphobos den Hektorim Namen seiner Eltern auf, dem Achill Standzu halten und dem Kampfe ein Ende zu ma-chen. Der so getäuschte Held stellt sich nun-mehr, auf des Bruders Hilfe bauend, dem Gegner,erbietet sich aber, falls er siege, die Leichedes Achill den Achäern zurückzugeben, das-selbe verlangt er für sich, falls Achill ihn töte.Dieser aber weist jeden Vertrag zurück, undder Kampf beginnt; demSpeere des Achill weichtHektor behend aus, Athene bringt ihn unbe-Vmerkt dem Achill zurück. Aber auch Hektors Lanze vermag nicht, den Schild des Gegnerszu durchbohren. Vergebens schaut er sich nachDeiphobos um, endlich den Trug-der Athene

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