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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Achilleus nachliom.

Achilleus nachliom.

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deloswiese hinab. Um ihn sammeln sich, wieehedem auf der Oberwelt, die Seelen der ab-geschiedenen befreundeten Helden, Patroklos ,Antilochos, der Telamonier Aias und Aga-memnon 24, 15 ff. Als daselbst Achill dasjammervolle Ende des Agamemnon beklagt,erzählt dieser 24, 35 ff., wie Achill vor lliosgefallen sei (der Name dessen, der ihn tötete,wird nicht genannt) und sich um seinen Leich-nam heftiger Streit erhoben, bis es den Achäerngelungen, ihn zu erbeuten und in das Lagerzu bringen. Und als sie die Totenklage erho-ben, stieg Thetis mit den Meergöttinnen ausdem Meere empor, um daran teilzunehmen.Auch die 9 Musen kamen herbei und besan-gen den Abgeschiedenen 17 Tage lang. Am18. Tage aber wird die Leiche unter grofsenOpfern verbrannt, und mit Rossen und Wagenumsprengen die Achäer das lodernde Toten-feuer. Die Gebeine aber werden von Thetis in einem goldenen Gefäfse, einem Werke desHephaistos und Geschenke des Dionysos, ge-sammelt und mit denen des Patroklos gemischt.Uber diesen aber, sowie den Gebeinen des An-tilochos häufen die Achäer am Strande desMeeres ein mächtiges Grabmal. Dann aber ver-anstaltet die Mutter nach Aussetzung herrli-cher .Preise grofsartige Kampfspiele. Odys-seus selbst aber berichtet 11, 541 ff.,. dafs andem Wettstreite, bei welchem Thetis die Waf-fen des Achill als Siegespreis ausgesetzt, erund Aias sich beteiligt hätten. Die Kampf-richter hätten ihm den Preis zugestanden, wo-rauf der Selbstmord des Aias erfolgt sei.

So Achill in Ilias und Odyssee.

II. Nachhomerische Sagen.

Diese geben die Ergänzung zu den homeri-schen Mythen, indem sie dieselben nicht nurausbildeten, umgestalteten und ausschmückten,sondern auch das Knaben- und Jünglingsalterdes Achilles, seine Kämpfe auf der Fahrt nachTroja, sowie bei der Landung, die ersten neunKriegsjahre vor Beginn der Ilias , die Abenteuerdes zehnten Jahres nach dem Tode Hektors ,den Tod, die Bestattung des Helden, endlichsein Portleben nach dem Tode behandeln. Siebilden also gleichsam den äufseren Rahmenzu dem Sagenkreise der Ilias ; poetische Gestal-tung fanden sie in den nur in den Excerptendes Proklos und wenigen Bruchstücken erhal-tenen Epen Kypria des Stasinos oder Hegesias ,der Aithiopis und Iliupersis des Arktinos vonMilet, der kleinen Ilias des Lesches und denNostoi des Agias von Troizene, für uns vongröfstem Gewicht besonders deshalb, weil sieuns den ältesten Kern der Sage erkennen las-sen und den Zusammenhang der Mythen leh-ren. Hauptwerke: Der epische Cyklus oderdie homerischen Dichter v. P. G. Welcker, Joh.Overbeck, die Bildwerke zum Thebanischen undTroischen Heldenkreis. L. Preller , griechischeMythologie.

a. Geburt und früheste Jugend.

Nach Eurip. Hel. 38 ff. (von Welcher ep. C.2, 87 auf den Anfang der Kyprien zurückge-führt; Epic. Gr. fr. p. 20 K.) erregte Zeus den

trojanischen Krieg, damit die Erde von der tiber -grofsen Menschenanzahl befreit werde und alleWelt Hellas gröfsten Sohn erkenne. Zeus undPoseidon freiten um Thetis {Find. I. 8, 26 ff),allein diese weissagte in derGötterversammlung,dafs aus einer Ehe zwischen ihr und Zeus oderPoseidon ein Sohn entspringen werde, der mäch-tiger als der Vater eine stärkere Waffe dennBlitz oder Dreizack führen werde. Deshalbstanden beide Götter von der Ehe ab. Hin-gegen einem Sterblichen vermählt, werde sieeinen Sohn gebären, dem zwar im Kriege zufällen bestimmt sei, der aber an Stärke derArme dem Ares und an Schnelligkeit der Füfscden Blitzen gleich sein werde; dieser künftigeGatte aber sei Peleus, der Herrscher von Iol-kos. Apoll. Argon. 4, 800. Apollod. 3, 13, 5,1. Eulg. Myth . 3, 7. Sein Geburtsort ist nachdem Schol.mil. 23,144 das thessalische Phar-salos ( nsluoymbs rvrpmv Lycophr. 176); er istdas siebente Kind, das Thetis dem Peleus ge-bar (Sch. II. 16, 37. Lycophr. 178. Ptol. lleph.6), aber von allen vorhergeborenen Kindernwar keines am Leben, da, wie schon das altenach dem König Aigimios benannte Gedicht(Sch. Apoll. Argon. 4, 816) im zweiten Gesängeerzählte, die Mutter ihre Kinder, um ihre Sterb-lichkeit zu prüfen, in siedendes Wasser tauchte,wobei sie umkamen. Bei Achill aber habe esder erzürnte Peleus verhindert.

Eine andere Passung der Sage ist folgende.Nach Schol. II. 16, 37 wirft Thetis , von denGöttern zur Heirat mit Peleus gezwungen, ihreKinder ins Feuer, im Glauben, die sterblichenTeile würden verbrennen, das Unsterbliche anihnen erhalten bleiben. Bei dem siebentenKinde überrascht sie Peleus und entreifst ihrden Knaben. Nach Apoll. Rh. 4, 869 und Apol-lod. 3, 13, 6 birgt sie, um das Sterbliche zutilgen, den Knaben nachts im Peuer, am Tagesalbt sie ihn mit Ambrosia. Ptol. lleph. 4erzählt, nur der Knöchel des rechten Pulsessei verbrannt; als Peleus aber den Knaben demCheiron übergeben hatte, grub dieser den Leibdes unter demPallenegebirge begrabenen Damy-sos, des schnellsten aller Giganten, auf, ent-nahm ihm einen Knöchel und setzte ihn demAchill anstatt des verbrannten ein. (Ebenda-selbst steht eine etymologisierende späte Sage.Thetis beschenkt den Neugeborenen mit denFlügeln der Arke, der Tochter des Thaumas,des Bruders der Iris, welche Zeus der Thetisals Hochzeitsgeschenk gegeben, daher tioSuq -mijs). Infolge der Rettung aus dem Feuer nannteihn sein Vater Ilvgiecoog, die Mutter aber,weil ihm das Peuer eine Lippe verzehrt hatte,A%Ü£vs (a-%£ilog). Die jedenfalls jüngste Ge-burtssage (Stat. Achill. 1, 269. Eulg. Myth .3, 7. Quint. Smyrn. 3, 62. Hyg. Edb. 107.Serv. Verg. Aen. 6, 57.) berichtet, Thetis habeihn, um ihn unsterblich zu machen, in dieStyx getaucht; die Ferse, an welcher sie ihnhielt, sei vom Wasser unberührt und so ver-wundbar geblieben.

Die Geburt des Knaben trennt die Gatten.Thetis , über das Verfahren des Peleus erzürnt,verläfst ihn auf immer, um in das Meer zu-rückzukehren (Sch. II. u. Apollon . Rh. a. a. 0.