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Achilleus nachhom.
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befand, bei welcher Gelegenheit er den Neo-ptolemos zeugte, berichtete die Sch. II. 9, 664ausdrücklich als die jüngere bezeichnete Sage,dafs, als die Griechen anfingen, sich zum Kriegegegen Troja zu rüsten, Peleus (nach Apollodor ,Statius A., Hygin, Ovid u. Eustath. II. 1187,13die Thetis) eingedenk des Orakels, dafs seinemSohne bestimmt sei als Jüngling vor Troja zufallen, den neunjährigen Knaben nach der In-sel Skyros zum König Lykomedes gebrachthabe. Dort sei er in Mädchenkleider gestecktund mit den Töchtern des Königs aufgezogenworden ( Soph. in Scyriis fr. 496—505. Wel-cher gr. Tr. 1 , 102—107. Seneca Troad. 223. Poly-gnots Darstellung hei Paus. 1, 22, 6. Pion 15,5 ff. Stat. Ach. 1, 207). Da nun aber nach derWeissagung des Kalchas Troja ohne Achillnicht erobert werden konnte, so wurden Odys-seus, Phoinix und Nestor (bei Ovid Aias, beiStatius M. Philostr. jun., Odysseus u. Diomedes )zum Peleus geschickt, Achill zu holen. Dort
Achilleus ’ Abholung von Skyros, pompeian. Gemälde.
abgewiesen hätten sie sich nach dem von Kal-chas _ ausfindig gemachten Versteck begeben.
Da sie den Achill unter den Töchtern des Ly-komedes Yennuten, legen sie auf Odysseus ’ Ratden Mädchen Waffen und Körbchen mit aller-hand Werkzeugen zum Weben Yor. Die Mäd-chen greifen nach letzteren, Achilles aber ver-rät sich, indem er nach den Waffen greift.Nunmehr nimmt er am Zuge teil. So Sch. II.
16, 326. Ovid Metam . 13, 162 ff. Phil. jun.imag. 1 . Nach Apollodor 3, 13, 8 entdeckteOdysseus den Achilles, indem er durch Blaseneiner Trompete dessen kriegerische Begeiste-
rung anfachte. Beide Sagen vereinigt bei Hy-gin f. 86 u. Stat. Ach. 2, 165 ff Vgl. aufser-dem Ovid de arte am. 1, 697—706. Liban. t.4 p. 192. Eust. z. II. 1187, 15. Tzetzes Chil.4, 996. Lyhophr. 277 und dazu Tzetzes, wel-cher sogar eine Fabel erwähnt, nach welcherAchill aus Furcht vor Hektor und dem Todenach Skyros geflüchtet sei. Philostr. Iler. 731verwirft natürlich die Weibergeschichte alsio seines Helden unwürdig; nach ihm schicktPeleus den Sohn nach Skyros, um den vonLykomedes getöteten Theseus zu rächen.Achill erobert Skyros, nimmt den Lykomedesgefangen, läfst ihn aber frei, weil er sich recht-fertigt , heiratet die Deidamia und zeugt mitihr den Neoptolemos. Die Entdeckung desAchill unter den Töchtern des Lykomedeswurde von Malern mit Vorliebe dargestellt.So von Polygnot in der Pinakothek der Pro-20 pyläen (Paus. 1, 22, 6) und Athenion Maro-nites ( Plin . 35, 134); als Gemälde erwähnt beiAch. Tat. 6, 1 und Aristaen. 2,5. Die bildlichen Darstellungender Abholung des Achill von Sky-ros besprochen von Overbecks,, a. O.p. 287 ff B. Engelmann , zweiMosaiken aus Sparta . Arch. Ztg.39 p. 127. 0. Jahn, Arch. Beiträge352 ff. Gerhard D. u. F. 1858 t.113 p. 157. Selbig Camp. Wand -gern. n. 1296 ff.
Aus der Liebe zur Deidamia undder heimlichen Vereinigung beider(vgl. Pion a. a. 0. u. Stat. A. 1,642 ff. Seneca Troad . 350 ex vir-ginis concep^ furtivo stupro) ent-springt Pyrrhos, später Neopto-lemos genannt. Auf eine römi-sche Tragödie, den Aufenthaltdes Achilles und sein Liebesiebenauf Skyros behandelnd, weist hinOv. Trist. 2, 409 ff. Achilles führteselbst auf Skyros wegen seinesblonden Haares den Namen Pyrrha ( Ptolem. Heph. N. II. 1), auchKsqxvgsqcc und Issa wurde er ge-nannt. Daselbst werden auch zweiSöhne Neoptolemos und Oneiroserwähnt. Als legitimer Sohn hin-gegen in rechtmäfsiger Ehe er-zeugt erscheint Pyrrhos in denKyprien bei Proklos, Prop. 2, 7,54. 9, 16. Philostr. Heroic. 732.Tzetz. in Lycophr. 277. Die lako-nische Sage hingegen (Paus. 3, 24,10) erzählte von einer Werbung des Achillbei Tyndareos um Helena , bei welcher Gelegen-heit er den Las getötet habe. Endlich erwähntSch. II. 19, 326 eine Sage, nach welcher Neo-eo ptolemos der Ehe des Achilles und der Iphi-genia entsprossen sei. Zum Schlufs die Er-zählung des Philostr. Heroik. 732. Thetis pflegt den Sohn nach seiner Verheiratung mitDeidamia auf Skyros; als sich aber die Grie-chen in Aulis versammeln, bringt sie ihn zumPeleus zurück und rüstet ihn mit Waffen aus,wie sie noch niemand zuvor getragen. Weiterweifs die spätere Sage betreffs seiner Aus-