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Alkmaion
Alkippe
Tochter Herakles heiratete, als er auf derRückkehr von Troja Schiffbruch erlitten hatteund nach Kos -verschlagen war. [Crusios.]
Alkippe (AlKLnnrf) , 1) s. Alkyonides. — 2)Tochter des Ares und der Aglanros, der Toch-ter des ICekrops, welcher ITalirrhothios, derSohn des Poseidon, Gewalt anthat, wofür Ares ihn erschlug, s. Ares und Halirrhothios. Apollod.S, 14, 2. Paus. 1, 21, 7. Eurip. Iph. T, 919.El 1258. Preller , Myth. 1, 268. — 3) Ama-zone, von Herakles getötet, Diod . 4, 16. —4) Gemahlin des Atheners Motion und vonihm Mutter des Eupalamos, des Vaters desDaidalos, Apollod. 3, 15, 8. — 5) Tochter desOinomaos, Gemahlin des Euenos, Mutter derMarpessa, Plut. Parall. 40. Eustath. zu Jlom.p. 776. — (!) Ein Mädchen, welches von ihremBruder Astraios im Finstern entehrt wurde.Als er nachher an einem Ring seine Unthaterkannte, stürzte er sich in einen Flufs, dervon ihm Astraios, später Kai'kos hiefs. Plut.dejlwü. 21. — 7) Sklavin der Helena in Sparta ,Oä. 4, 124. [Stoll.]
Alkis ("Jhug), Sohn des Aigyptos (s. d.):Apollod. 2, 1, 5. [Roscher.]
Alki 1 hoi· C/lly.iA'nrj oder’AX'xa&ori), Tochter desMinyas im böotischen Orchomenos , Schwesterder Leukippe und Arsippe (Aristippe Aelian·,Arsinoe Plutarch). Als der Dionysosdienst inBöotien sich verbreitete, und alle Frauen undJungfrauen von Orchomenos zu Ehren des Gottesin den Bergen umhorschwärmten, hielten sichAlkithoe und ihre Schwestern fern vom Feste,da sie die Göttlichkeit des Dionysos, des Sohnesder Thebanerin Semele, nicht anerkennen woll-ten, und safsen ruhig zu Hause in emsigerArbeit am Spinnrocken und Webebaum. Sieschafften den ganzen Tag bis zur Abenddäm-merung. Da ertönte plötzlich durch das Hausder Schall von Flöten und Pauken, Eplieu undWeinranken umgrünten die Webstühle, unddie Fäden am Spinnrocken wandelten sich inlieben; das Haus bebt, flammende Fackelndurchleuchten die Räume, und Scharen vonwilden Tieren stürmen heulend umher. VonSchrecken erfafst, eilten die Frauen davon undsuchten sich in dunkeln Winkeln zji bergen;sie waren in lichtscheue Fledermäuse verwan-delt. ()v. Met. 4, 1—41. 389—415. Bei Anton.Pib. 10 hatte Dionysos seihst in Gestalt einerJungfrau die Schwestern zur Teilnahme an derFestesfeiei· aufgefordert; da sie aber nichtfolgten, wandelte er sich im Zorn in einenStier, Ivöwen und Panther, und Nektar undMilch flofs aus den Bäumen der Webstühle.Da wurden die Schwestern von Wahnsinn undvon Begierde nach Menschenfleisch ergriffen,sie losten um die Ehre, dem Gott ein Opferzu bringen. Das Los traf die Leukippe, unddiese . gab ihren zarten Sohn Hippasos zumZerfleischen hin. Dann stürzten sie aus demHause und schweiften in wilder Wut in denBergen umher, bis Hermes sie in Nachtvögelverwandelte, d. h. in eine Fledermaus, eine Eulelind einen Uhu. Vgl. Aelian . V. H. 3, 42.i lut. Quaest. gr. 38. Phitarch knüpft an die-sen Mythus den zu Orchomenos bis in späteZeiten dauernden Brauch, dafs an dem Feste
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der Agrionien der Priester des Dionysos Jung-frauen aus dem Geschlcchte des Minyas mitgezücktem Schwerte verfolgte und die, welcheer erreichte, töten durfte. Buttmann, Mythol.2, 201 f. Müller, Orehom. 166 f. Welcher, Tril.591. A. Denkm. 3, 138 ff. Preller , gr. Myth. 1 ,567. Gerhard . gr. Myth. 1 § 454, 4. [Stoll.]Alkmaion (^iUfioaW), Sohn des Amphiaraosund der Eriphyle, aus Argos , älterer (Paus.i 10, 10, 2) Bruder des Amphilochos. Als Am-phiaraos mit den Sieben gegen Theben in denKrieg zog, wozu ihn sein Weib, bestochendurch das Halsband der Harmonia, gezwungenhatte, obgleich er, der Seher, seinen Tod vor-ausgesagt, trug er seinen beiden Söhnen, Alk-maion und Amphilochos, auf, wenn sie heran-gewachsen wären, seinen Tod durch Ermor-dung der Mutter zu rächen und dann gegenTheben zu ziehen. Siebe Amphiaraos. llom.Od. 15. 244 ff. Apollod. 3, 6, 2. Diod, 4, 65.IJygin. f. 73. Der Abschied des Amphiaraosvon Eriphyle und seinen Kindern war einhäufiger Gegenstand der Kunst. Auf dem Kastendes Kypselos standen vor dem Hause des Am-phiaraos Eriphyle mit dem verhängnisvollenHalsband, neben ihr ihre Töchter Eurydikeund Demonassa und Alkmaion als nackterKnabe; den unmündigen Amphilochos hatte einealte Amme im Arme. Amphiaraos, schon imBegriff, den Wagen, neben dem sein AYagen-lenker Baton steht, zu besteigen, wendet sichnoch einmal gegen Eriphyle um, zürnend undmit gezücktem Schwerte. Paus. 5, 17, 4.0. Jahn, arehäol. Aufsätze S. 152 ff. Overheck,Gallerie h. Bildw. 1 S· 91 ff. — Als die Epi-gonen sich zum Rachezug gegen Theben rüste-ten und das Orakel ihnen den Sieg verhiefs,wenn Alkmaion die Anführung übernehme,weigerte sich Alkmaion mitzuziehen, eingedenkdes vom A^ater erhaltenen Auftrages, dafs ervor dem Kriege gegen Theben die Mutter tötensolle (wahrscheinlich wollte er durch die Niclit-toilnahme an dem Kriege auch der schwerenPflicht des Muttermordes sich entziehen); aberEriphyle überredete ihn mit seinem Bruderzur Teilnahme, von Thersandros, dem SohnedesPolyneikes, zum Verderben des Sohnes durchden Peplos (schleierartiges Gewand) der Har-monia bestochen, wie früher von Polyneikesdurch das Halsband der Harmonia zum Unter-gang des Gatten. Die Epigonen wählten Alk-maion zum Anführer und gingen in den Krieg.Apollod. 3, 7, 2. Diod . 4, 66. In dem Epigo-nenkrieg ist Alkmaion der eigentliche An-führer, während Adrastos nur als das Bundes-haupt galt, und der ausgezeichnetste Held desHeeres (Alkmaion heifst der Starke). Als dieEpigonen vor Theben anlangten, befragten sieden Amphiaraos, d. h. das Orakel desselbenzu Potniai bei Theben, wo er von der Erdeverschlungen worden war, und erhielten dieAntwort, dafs sie siegen würden, und dafs Alk-maion, der tapfere Erbe seines Ruhmes, denbunten Drachen auf seinem funkelnden Schildeschwingend, als der erste in die Thore. vonTheben eindringen werde; doch werde Aigia-leus, der Sohn des früher allein gerettetenAdrastos, fallen. Find. Pyth. 8, 38 ff. In der