Alkmaion
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vorlogen, sie habe den Alkmaion gemordet.Später rächten die Söhne des Alkmaion undder Kallirrlioe den Tod ihres Vaters an Pho-geus und seinen Söhnen (s. Amphoteros): Apol-locl. u. Patts, a. a. 0. Ovid. Met. 9,407 ff. Ilygin.f. 244. 245. Klytios, der Sohn des Alkmaionund der Tochter des Phegeus, zog von Psophisnach Elis, weil er mit den Brüdern seinerMutter, die seinen "Vater erschlagen, nicht zu-sammen wohnen wollte. Paus. 6, 17, 4. Dasamphilochische Argos heilst eine Gründung desAlkmaion und seiner Söhne bei Strabo 7 p. 325.Nach Ephoro s erzählt Strabo a. a. 0., dafs Alk-maion nach dem thebanischen Kriege den Dio-medes. auf seine Aufforderung auf dem Zugenach Atolien begleitet habe, um den Oineuswieder in seine Herrschaft einzusetzen. AlsAgamemnon nun darauf zum trojanischen Kriegeaufriof, zog Diomedes mit; aber Alkmaion bliebin Akarnanien und gründete Argos , das ernach seinem Bruder das amphilochische nannte.Vgl. Strab. 10 p. 462. — Wie Alkmaions Aus-zug gegen Theben ein passender Stoff für dasEpos war, so war sein Muttermord mit seinenbösen Folgen und sein Tod ein fruchtbarerGegenstand für die Tragödie. Aristot. Poet. 13.Antipban. fr. 190, 9 ff. = Athen . 6 p. 222 B.Sophohles behandelte in seiner Eriphyle oderden Epigonen die Ermordung der Eriphyle, inseinem Alkmaion oder Alphesiboia die Ermor-dung des Alkmaion zu Psophis. Welcher, gr.Trag. 1 S. 269 ff. 278 ff. Des Euripides ’Mn-gaitov o dia Wtacpitjog enthielt warscheinlichdie Heilung des Alkmaion durch Phegeus undseine Vermählung mit dessen Tochter. Welchera. a. 0. 2 S. 575 ff. Den Inhalt einer Tragö-die des Euripides AXitycdcov o Sid Kont'vjoverzählt uns Apollod. 3, 7, 7: Zur Zeit seinesWahnsinnes erzeugte Alkmaion mit Manto,der Tochter des Teiresias , zwei Kinder, Am-philochos und Tisiphone. Er brachte die Kind-lein nach Korinth zu dem König Kreon, dafsdieser sie aufziehe. Später verkaufte die Ge-mahlin des Kreon die durch Schönheit ausge-zeichnete Tisiphone, weil sie fürchtete, dafsKreon sie zu seiner Gattin nehmen würde.Alkmaion kaufte sie, ohne sie zu kennen, undhielt sie als Sklavin. Als er dann nach Ko-rinth kam, um seine Kinder zurückzufordern,erhielt er auch seinen Sohn wieder. S. Wel-cher, gr. Tr. 2 S. 579 ff. Schöll, über die Tetra-logie des att. Theaters S. 53 u. 69. F. A. Base-dow, de Euripidis fabula ’AXuyiatv o Sid Ko-giv&ov. Rostock 1872. Achaios schrieb eineAlphesiboia, Agathon einen Alkmaion, Welcher,gr. Trag. 3 S. 962. 994. Über andere griechi-sche Tragiker, welche dieselben Stoffe behandel-ten, Welcher a. a. 0. 3 S. 1015. 1056. 1075. 1087.Uber Ennius und Attius ebds. 1 S. 269 ff. u.279 ff. 2 S. 576. Stesichoros verfafste ein lyri-sches Gedicht Eriphyla, Bergh, Poet. lyr. Gr. 2p. 744. Welcher, ep. Cyhl, 2 S. 391. Preller,gr. Mythol. 2 S. 365 ff. Gerhard, gr. Mythol 2§ 662. 816. — In Psophis zeigte man das Grabdes Alkmaion , umgeben von einem Hain hoherKypressen, die man die Jungfrauen nannte undnicht abhieb, weil sie dem Heros heilig waren.Paus. 8, 24, 4. In Theben hatte er ein Heilig-
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tum in der Nähe des Hauses des Pindar, derihn seinen Nachbar und seiner Besitzung Hüternennt, Pind. Pyth. 8, 57 (80). Auch scheintnach derselben Stelle dem Alkmaion wie sei-nem Vater Weissagungsgabe zugeschriebenworden zu sein; der Scholiast bezieht diesjedoch auf seinen Vater. Siehe auch die neue-ren Erklärer dieser Stelle. In Oropos dagegen,wo das berühmteste Heiligtum des Amphia-i raos bestand, hatte Alkmaion an der Ehreseines Vaters und seines Bruders Amphiloehoswegen seines Muttermordes keinen Teil. Vondemgrofsen, in füuf Abteilungen geteilten Opfer-altar war die dritte Abteilung der Ilestia, demHermes, dem Amphiaraos und Amphiloehos ge-weiht ; Alkmaion aber blieb ausgeschlossen. Paus.1, 34, 2. — Laodameia, welche dem Peleus diePolydora gebar, heilst Tochter eines Alkmaion.Schol. 11. 16,^ 174. _ G I. Gr. 6047 R.] [Stoll.ji Alkmaon (AX-nytimv), Sohn des Thestor, beider Erstürmung des griechischen Lagers vonSarpedon getötet, II. 12, 394. Der Scholiastz. d. St. bezweifelt, ob er ein Bruder des Kal-chas gewesen sei. [Stoll.jAlkiuene (AX-Ayfivy, „die Starke“, Alcumena),Tochter des Elektryon und der Anaxo, einerTochter seines Bruders Alkaios , beide aus demGeschleehte der Perseiden. Apollod. 2, 4, 5.Tzete. Lyh. 932. Schol. II. 14, 323. Nach Ih'od.4, 9 heifst ihre Mutter Eurydike, Tochter desPelops, nach Plut. Thes. 7. Schol. Pind. Ol.7, 49. Schol. II, 19, 116 Lysidike, Tochter desPelops (Schwester des Pelops, Schol, Pind. Ol.7, 46). Siehe Amphitryon . Asios bei Paus. 5,17, 4 nennt Alkmone eine Tochter des Am-phiaraos und der Eriphyle. Sie war ausge-zeichnet vor allen Frauen durch klugen Sinn,durch hohe und schöne Gestalt, lieblich wiedie goldstrahlende Aphrodite. Hes. Scut. 4 ff.Ilom. Od. 2, 120. KalliacpvQ 0 s, 4 lies. Thcog.526. 950. Simonid. 173 Bergh, Über ihre Ver-mählung mit Amphitryon , dem sie nach The-ben in die Verbannung folgte, s. Amphitryon .Als eben Amphitryon auf der Rückkehr ausdem Kriege gegen die Teleboer begriffen war,nahte Zeus in der Gestalt des Amphitryon derAlkmene und zeugte mit ihr den Herakles.Pind. Nem. 10, 15. Tsthm. 7 (6), 5 (in letztererStelle kommt Zeus um Mitternacht in einemgoldnen Regen vom Himmel herab). Auf demKasten des Kypselos in Olympia war Zeus alsMann im Chiton dargestellt, wie er der Alk-mene einen Becher und eine Halsschnur über-reicht, angeblich Beutestücke und Zeichen desSieges über die Teleboer. Paus. 5, 18, 1, vgl.Schol. Od. 11, 266. Athen . 11 p. 781 C. 1).(c. 16) 474 F. 475 G. vgl. 11 p. 498 G. Der Be-such des Zeus in komischer Auffassung (s. Plau-tus’ Amphitruo) auf einem Vasenhilde, Wicseler,BiihnenwesenT&i. 9.11, vgl. 12. Millin, Gall.myth,108,428. Overb. K.M.Zeus, 403ff. Die späterenDichter sagen, Zeus habe drei Nächte bei Alk-mene geruht, indem er den Helios bat, einen Tagnicht aufzugehen; daraus haben manche dreiTage und drei Nächte gemacht (daher rgtsaitegog'iH-Qa%Xijg,rgisOTt.lse)v, Schol. 11. 14,323. Tyhophr.33. Jacobs, Anthol. Pal. p. 827). In derselben(oder der folgenden) Nacht kam Amphitryon