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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Alkmene

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zurück, der sich wunderte, dafs er ohne sonder-liche Freude von der Gattin empfangen ward.Da er ihr seine Thaten erzählen wollte, sagtesie ihm, dai's er ja schon ihr Lager bestiegenund ihr alles erzählt habe. Von dem SeherTeiresias erfuhr Amphitryon, dafs Zeus seinerGattin beigewohnt (Apollod.), oder er merkteselbst, dafs eine Gottheit hier mit im Spielesei; seit dem Tage hielt er sich von ihremLager fern ( Hygin .). Von Zeus gebar Alkmene lden Herakles, von Amphitryon den Tphikles,Zwillingskinder, lies. Seut. 27 ff. Theog. 943.Apollod, 2, 4, 8. T)ioä. 4, 9. Schol, II, 14, 323.'Tzetz. Lyk. 33. llyg. f. 29. Aristid. p. 53. Luk.Dial. Deor. 10. Övid. Amor. 1, 13, 45. Senec.Agam, 814 ff. Iphikles soll eine Nacht späterempfangen und geboren sein als Herakles,Theokr. 24, 2. Plin. 7, 48; nach Find, Pyth.9, 88 (149) wurden sie zugleich geboren, s.Schol. Alkmene war die letzte sterbliche Frau, 2der Zeus beiwohnte. THod. 4, 14. Aus zweiVasenbildern scheint eine eigentümliche Wen-dung der Sage hervorzugehen, nämlich, dafsAlkmene zur Strafe für ihre vermeintliche Un-treue von Amphitryon auf einem Scheiterhaufenverbrannt werden soll, aber durch die Da-zwischenkunft des Zeus und ein von ihm ge-sandtes Unwetter gerettet wird, vielleicht nachder Alkmene des Euripides (früher als Apotheoseder Alkmene gedeutet). Engelmann, Ann. d. Inst. 31872, 5 18. [Drs. Beiträge zu Enr. 1. Alkmene .Progr. d. Friedrichs-Gymn. Berlin 1882. (Schrei-ber)]. Preller,gr. Myth.'28.nc>178. Wie durchHera die Geburt des Herakles zurückgehalten,die des Eurystheus beschleunigt wird, so dafsHerakles in die Dienstbarkeit des Eurystheuskommt, s. Herakles . Vgl. Galinthias. Darstellun-gen der Alkmene bei der Geburt des Herakles :Mülin,Gal. myth. 109.429. Pio-Clem. 4.37. Ausdem späteren Leben der Alkmene wird erwähnt, 4dafs sie, als Herakles, von der Knechtschaftdes Eurystheus befreit, mit seinem Bruder Iphi-kles und dessen Sohn Iolaos sich in Tiryns ,dem alten Sitz ihres Hauses, niederlassen wollte,als Witwe ihre Söhne begleitet habe, aber mitihnen von Eurystheus wieder ausgewiesen wor-den sei, der den Herakles beschuldigte, erstrebe nach der Königsherrschaft. Diod, 4, 33.Zur Zeit der Apotheose des Herakles hatteAlkmene nach Sophokles Tr ach. 1151 ff. mit 5einem Teil der Kinder ihres Sohnes ihren Sitzin Tiryns , ein anderer Teil befand sich in The-ben, andere in Trachis. Nach Pherekydes beiAnton. Eih. 33 wurden die Herakliden, beidenen sich Alkmene befand, von Eurystheus ausTiryns vertrieben; auch aus Trachis, wo derKönig Keyx sie nicht gegen Eurystheus zuschützen vermochte, wurden sie ausgewiesen.Apollod. 2, 8, 1 . THod. 4, 57. Hekataios beiEongin. de suhl. 27, 2. Darauf fanden sie Auf- cnähme und Schutz in Attika. Als Eurystheussie auch von dort vertrieben haben wollte,wurde er in einer Schlacht besiegt und fandseinen Tod; sein Kopf wurde von Hyllos derAlkmene nach Athen gebracht, die aus Racheihm die Augen mit ihren Haarnadeln ausgrub.Eurip. Herakliden. Apollod. 2, 8, 1. Diod . 4,57. ,Strab. 8 p. 377. Paus. 1 , 32, 5. Alkmene

unter den schutzflehenden Herakliden zu Athen in einem Gemälde von Apollodor , Schol, Ari-stoph. Plut. 385. Nach Pherekydes bei Anton.Lib. 33 wohnte Alkmene nach des EurystheusTod mit den Herakliden in Theben und starbhier in hohem Alter. [ G. I. Gr. 8492. R.] Als nundie Herakliden sie bestatten wollten, sandte Zeus den Hermes, sie wegzunehmen und auf die Inselnder Seligen zu bringen, damit sie dort mitRhada-manthys vermählt werde. Statt der Alkmene legte Hermes einen Stein in den Sarg, sodafsdie Herakliden denselben nicht wegbringonkonnten. Sie öffneten daher den Sarg und fan-den den Stein, den sie Wegnahmen und in demHaine bei dem ihr geweihten Heiligtum auf-stellten. Ein Grab der Alkmene gab es zuTheben nicht. Vgl. Paus. 9, 16, 4. Plut. Tto-mul. 28. Diod, 4, 58 sagt, Alkmene sei nachdes Hyllos Tod nach Theben gegangen unddaselbst gestorben; als sie darauf verschwun-den, habe sie bei den Thebanern göttergleicheEhre empfangen. Auf einem Relief zu Kyzi-kos ( Epigr. Cycic. 13) führt der verklärte He-rakles die verklärte Mutter nach Elysion, umsie dem Rhadamanthys zu vermählen. Alk-mene neben Semele im Elysion, Marcell. adMegill. 47. 59. Andere lassen sie mit Herakles im Olymp vereint sein, wie Semele und Dio-nysos , Gerhard, hyperbor.-röm. Studien 1 S. 304.Alkmene , ihren Sohn begleitend bei der Ver-mählung desselben mit Hebe, in einem beiKorinth gefundenen Relief von einem Tempel-brunnen (jetzt in England im Besitz LordGuilfords), s. Overbeck, Gesch. d. gr. Plastik 1S. 133 ff. Nach Paus. 1, 41, 1 starb Alkmene auf dem Wege von Argos nach Theben imGebiet von Megara , und da die Heraklidendarüber stritten, ob man die Leiche nach Ar-gos oder nach Theben bringen sollte, verkün-dete der delphische Gott, dafs es besser sei,sie in Megara zu begraben. Pausanias sahnoch ihr Grabmal. Durch die Sage von derVereinigung der Alkmene mit Rhadamanthys im Elysion ist die Sage von der Ehe beider indem diesseitigen Leben entstanden. Nach demTode des Amphitryon nämlich soll Alkmene den Rhadamanthys geheiratet haben, der we-gen Ermordung seines Bruders aus Kreta nachBöotien entflohen v r ar und in Okaleia oder demnahen Haliartos wohnte. Apollod, 2, 4, 11. 3,1, 2. Plut. Lysand. 28. Tzetz. Lyk. 50. 468.Eudokia p. 210. Der durch seine Tugend undGerechtigkeit ausgezeichnete Rhadamanthysleitete die Erziehung des Herakles ( Aristot.bei Schol. Theokr. II, 13, 9) und lehrte ihndie Kunst des Bogenschiefsens, worin ja dieKreter Meister waren. Tzetz. a. a. O. ZuHaliar-tos wurden auch die Gräber des Rhadaman-thys und der Alkmene gezeigt, Plut. a. a. 0. u.de genio Socr. 5. Agesilaps liefs das Grab derAlkmene öffnen, um die Überreste nach Sparta zu bringen. In dem dem Herakles geweihtenKynosarges zu Athen war aufser den Altärendes Herakles und der Hebe ein Altar der Alk-mene und des Iolaos, Paus. 1, 19, 3. Alkmene und Hebe in der Nähe des attischen DemosAixone, Corp. Inscr. n. 93. 214. Vgl. auch0. Jahn, Dilderchr. S. 51 f. S, Preller, gr. My-