Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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249-250
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Alkmenor

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thol. 2 S. 280 f. Es gab eine Tragödie Alk-mene vonAschylos, Welcher, gr. Trag. 1 S. 32,von Euripides , ib. 2 S. 690, von Ion, ib. 3S. 954, von Astydamas, ib. 3 S. 1060. Aufserden schon erwähnten Kunstwerken sind noch zunennen: Alkmene in Darstellungen des schlan -genwürgenden Herakles: PUn. 35, 63. PMlostr.iun. imag. 5. de Witte, Cat. Durand, n. 264.Millin, Gal. myth. 97, 430. 110, 431. Statuarischvon Kalamis gebildet, PUn. 34, 71. [C. P. Gr.

7559 B.] [Stoll.]

Alkmenor (AXxyr'ivcoQ), Sohn des Aigyptos,vermählt mit der Danaide Hippomedusa , Apol-lod. 2, 1, 5. [Stoll.]

Alkon ('AXxcov), 1) Sohn des Ares, aus Thra-kien , einer von den kalydonischen Jägern,Hyg. P\ 173, s. Bunte z. d. St. 2) Ein SohndesHippokoon in Lakedämon, ebenfalls einkaly-donischer Jäger {Hyg. a. a. 0. u. dazu Mancher),von Herakles mit seinen Brüdern erschlagen.Er hatte zu Sparta ein Heroon. Apullod. 3,10, 5. Paus. 3, 14, 7. 3, 15, 3. 3) Ein Kreterund Begleiter des Herakles auf seinem Zugnach Erytheia, ein so geschickter Bogenschütze,dafs er durch einen auf den Kopf eines Men-schen gestellten Bing scliofs, *dafs er mit sei-nem Pfeil Haare spaltete und eine Schlange,die seinen Sohn umstrickt hatte, so traf, dafser die Schlange tötete, ohne den Sohn zu ver-wunden, Serv. Verg. Hel. 5,11. Anthol. Pal. 6,331. Manil. 5, 304. Preller, Mythol 2, 210, 3. 4) Ein Heros der Heilkunde, der mit Askle-pios bei Cheiron auf dem Pelion seine Kunst ge-lernt hatte und in Athen verehrt wurde, woder Dichter Sophokles sein Priestertum be-kleidete. Anonym. VitaSoph. 8 p. 128. Westcrm.,wo Meinehe "AXKwvog für r, AXavog hergestellthat; Meinehe, i'Y. Com. gr. 2 p. 683. Paucker,de Sophocle medici herois sacerdote. Dorpat 1850.Bergk, P. hjr. gr.- p. 460. Gerhard, gr. Myth,1 § 506, 2. Preller, gr. Myth. 1, 427, 4.5) Sohn des Erechtheus aus Attika, Vater desArgonauten Phaleros; er floh mit seiner Toch-ter Chalkiope nach Euböa , und als der Vaterihn zurückforderte, lieferten die Clialkidierihn nicht aus. Ap. Plh. 1, 96 u. Schot. Hyg.F. 14 p. 41 Bunte. Val. Place. 1, 398 schreibtihm die Bogenkunst von JSf. 3 zu. Nach Orph.Arg. 142 kam dieser Phaleros, Alkons Sohn,zu den Argonauten vom Aiseposflufs und warder Gründer von Gyrton in Thessalien. 6)Troer, Sohn des Megakies, von Odysseus , dener im Kampf um die Leiche des Achilleus ver-wundet hatte, getötet, Quint. 3m. 3, 308. 4,594. 7) Ein ausgezeichneter toreutischerKünstler der heroischen Zeit, Ovid . Met. 13,684 (s. No. 8). S) Ein Kabire von Lemnos ,Sohn des Hephaistos und der Ifabeiro, Bruderdes Eurymedon, Nonn. Dion. 14,19 ff. Gerhard,Myth. 1 § 166, 2. Panofka, Ann. d. Inst. 17,58 (s. No. 7). 9) Nach Cic. N. D. 3, 21 (ei-ner zum Teil verdorbenen Stelle) Sohn des Pelo-piden Atreus; er und seine Brüder Melampusund Tmolos werden als die dritten Dioskurengenannt. Gerhard, Myth. 1, 165, 1. Panofka,Arch. Ztg. 9, 310. [Stoll.]

Alkyone, auch Halkyone (AXxvovrf), 1) Toch-ter des Atlas, eine der Pleiaden (das stfir-

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mische Meeresgewölk des Winters Preller),Geliebte des Poseidon, dem sie den Hyrieusoder Urieus, den Eponymos der böotischenHafenstadt Hyria oder Uria (oder der StadtHysiä am Kithairon? Preller, gr. Myth. 2 S. 30)gebar, sowie die Aithusa, den Hyperenor, denHyperes und Anthas (die Gründer von Hype-reia und Antheia, aus deren ZusammenziehungTroizen entstand; doch wird Anthas auch nachio Anthedon versetzt, Paus. 9, 22, 5. Apollod.3, 10, 1. Hygin. Praef. 2. PAb. 157. 192. Paus.2, 30, 7. Ovid . Her. 18 (19), 133. Fast. 4, 173.Schol, PI. 2, 496. 18, 486. Diod. 3, 60. VonHygin. F. 157 wird noch Ephokeus (Epopeus?)als Sohn der Alkyone und des Poseidon 'ge-nannt. Vgl. Völeher, lapet. Geschl. S. 108f. 1 }6 ff Die Alkyone, welche mit Anthedon denGlaukos Pontios zeugte ( Mnaseas bei Athen .7, 296 b , vgl. Völeher, lapet. 127), ist wohl2 o auch diese Pleiade. Die Entführung der Al-kyone durch Poseidon am Throne des amy-kläischen Apollon, Paus. 3, 18, 7. 2) Toch-ter des thessalischen Aiolos und der Enarete{Apollod. 1, 7, 31.), Gemahlin des Keyx, desKönigs der den Doriern nahe verwandten Ma-lier in Trachis, des Freundes von Herakles {lies. Scut. 354. 472 ff.), welcher bei Schol.Soph. Tracli. 40 Bruderssohn des Ampliitryonlieifst. Dieses Königspaar ist schon früh mit3o dem Ehepaar in N. 3 verwechselt und vermengtworden, wie bei Apollodor a. a. 0. 3) Toch-ter des Winddämons Aiolos, der mit dem thes-salischen Aiolos (s. d.) vermengt worden ist, undder Aigiale, Gemahlin des Keyx, der ein Solm. des Heosphoros oder Hesperos und der NymphePhilonis war. Ihre Geschichte ist hervorge-gangen aus einem alten Naturmärchen. DieFabel von ihnen heilst bei Schol. 11. 9, 562:Die beiden Ehegatten nannten einander aus4 o Hochmut Zeus und Hera, weshalb Zeus sie zurStrafe in Vögel verwandelte, Alkyone in einenMeereisvogel {άΧχυών) , den Keyx in einenTaucher ( ηήνξ, κήξ). Da die verwandelte Al-kyone am Meeresufer {παρά zolg alyiaXolg, alsauzaia oqvig, Ap. Bk. 1 , 1087 daher ihreMutter Aigiale) nistete und deshalb ihre Jungenvon den Wellen weggerafft wurden, so verbotZeus , der sie über den Verlust weinen undklagen sah, aus Mitleid den Winden, zur Brut-50 zeit der Alkyone 14 Tage lang im Winter(7 Tage vor und 7 Tage nach dem kürzestenTage) zu wehen.Der Meeresvogel, welcherseine Jungen um die Zeit des kürzesten Tagesam Meeresstrande ausbrütet und daher seineBrut leicht in den Stürmen und Wogen dieserJahreszeit verliert, ist zum Bilde einer ängst-lichen Sorge und Klage um die Kinder, aberauch einer treuen und zärtlichen Liebe ge-worden, und der Taucher (Keyx), weil er auchco ein Vogel mit klagendem Ton ist {Mosch. Id. 3,40), ward zum Gatten der Alkyone gemacht.Preller, gr. Mythol. 2 S. 248 ff. Vgl. Apollod.1, 7, 4. Schol. Theokr. 7, 57. Die Tage derBrutzeit der Alkyone hiefsen die alkyonischenTage,AXxvoviäsg {AXv.vovhiou) ijiiinai, Aristot.Hist. anim. 5, 9. Behker, An. 1. 377, 27. Ari-sloph. Av. 1594. c. Schol. Älciphr. 1, 1. Tzetz.Lykophr. 750.Der Vergleich mit Zeus und