Aloeus
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llom. Od. 3, p. 247; Schwende, Myth. p. 297;Bauer 1, p. 244. Gerhard 1 §. 356. 670; Prel-ler l 3 , p. 81f. 11. 1). Müller Ares p. 51. Stoll,die ursprüngliche Bedeutung des Ares p. 39.Bott in Zeitschr. f. vergl. Sprachw. 9, p. 205.Düntzer in Jahns N. Jahrb. 1849 Bd. 56,p. 61. [Schultz.]
Aloeus {Almsvg), 1) Sohn des Poseidon undder Kanak'e, Bruder des Hopleus, Nireus, Epo-peus und Triops, vermählt mit Iphimedeia, der lTochter des Triops, Vater der Aloaden, Apol-lod. 1, 7,4, s. Iphimedeia und Aloadai. DieStadt Älos in Atolien (?) soll von ihm gegrün-det sein, Schol. Ap. llh. 1, 482. — 2) Sohn desHelios und der Antiope (Perse, Tzetz. vgl.Schol. Od. 10, 139), Bruder des· Aietes , Vaterdes Epopeus. Er erhielt von seinem Vaterdas Land Asopia, während Aietes Korinth be-kam; dieser aber zog nach Kolchis und gabKorinth an Bunos, Sohn des Hermes, und als 2dieser starb, empfingEpopeus die Herrschaft vonKorinth . Baus. 2, 1, 1. 2, 3, 8. Eumelos b.Schol. Bind. Ol 13, 74;52). Tzetz. 174. 1024.Marischeffel, Hesiodi, Eumeli cet. fr. p. 397ff.Welcher in Schwenck Andeutungen 325. Ger-hard Myth. 2 §. 823 u. p. 237f. [Stoll.]
Alope {’Alinri), die schöne Tochter des Ker-kyon , des eleusinischen Unholds. Sie gebarohne Wissen des Vaters dem Poseidon einKind, das sie durch eine Amme aussetzen liefs. 3Eine Stute säugte das Kind; ein Hirte fandes , in ein königliches Gewand gehüllt, undnahm es mit sich nach Hause. Da ein andrerHirte das Kind zu haben wünschte, gab erihm zwar das Kind, aber nicht das kostbareGewand; deshalb klagt der zweite Hirte beidem König Kerkyon, und so kommt die ganzeSache ans Licht, indem der König das Kleiderkennt und die Amme alles gesteht. Alope wird zum Tode eingesperrt, das Kind aufs .1neue ausgesetzt und wieder von einer Stutegenährt. Die Hirten finden es wieder undziehen es auf, da sie hier ein göttliches Wal-ten erkennen. Der Knabe erhält von den Hir-ten den Namen Hippothoon (Hippothoos) undwird der Eponymos der attischen Phyle Ilip-pothoontis. Die Alope selbst verwandelt Po-seidon in eine Quelle gleichen Namens, dieim Gebiete von Eleusis gezeigt wurde undauch den Namen <S>iloxys hatte ( Hesych. v. &’Alonrj. llygin. f. 187. 238. 252. Harpokr. v.Alirtr]. Demosth. Epitaph, p. 1398. Meisk. Schol.Aristoph. Av. 560. Et. 31. 'Iiznio&cov. Baus.
1, 5, 2). Im Gebiete von Eleusis nahe an derGrenze von Megara befand sich ein Grabmalder Alope, und nicht weit davon wurde derOrt gezeigt, wo Kerkyon die Fremden nie-dergerungen und getötet haben soll, bis The-seus auf seiner Wanderung von Troizen nachAthen ihn tötete. Baus. 1, 39, 3. Bursian, &Geogr. v. Griechenl. 1. _S. 331. Damals kamHippothoon zu dem Sieger und erbat sichvon ihm die grofsväterliche Herrschaft, undTheseus übergab sie ihm gern, da Kerkyonkeinen Sohn hatte und er wufste, dafs Hippo-thoon ein Sohn des Poseidon war, von demer selbst stammte, llygin. f. 187. Die Erzäh-lung Ilygins ist ein Auszug aus der euripidei-
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sehen Tragödie Alope . Welcher, gr. Tr. 2. S. 711
— 717. Ein Relief an der Vorderseite eines Sar-kophags in Villa Pamtili zu Itom, bei Winchel-mann Man. ined. 94, scheint auch die Tragödiedes Euripides zum Vorbilde zu haben. [Vgl. Matz
— v.Duhn, Antike Bildwerke in llom 2 No. 2888.(Sehr.)] Welcher a. a. O. und Alte Denkmäler
2, S. 202 ff. Stephani compt. rend. 1804, 147 ff.Welcher schliefst aus der Darstellung des Re-liefs, dafs die Erkennungsscene von Euripides auf den Tag verlegt worden sei, wo Alopevon dem Vater eben mit einem Jüngling ver-mählt werden sollte, ln der Tragödie Alopedes jüngeren Karkinos sagte Kerkyon zu sei-ner Tochter, wenn sie ihm ihren Buhlen nenne,wolle er sich nicht betrüben. Als sie diesthat, entsagte Kerkyon aus Kummer deiji Le-ben. S. Welcher, gr. Trag. 3. S. 1064. NachBlutarch. Thes. 29 soll Theseus nach Erlegungdes Sinnis und Kerkyon deren Töchter mitGewalt mifsbraueht haben. Die thessalischeStadt Alope an der Südküste der AchaiaPhthiotis hatte ihren Namen von Alope , derTochter des Kerkyon, oder (nacliPhilonides) vonder gleichnamigen Tochter des Aktor. Steph.Byz.v.Alonrj. [S. auch C.l.Gr. 6047. K.] [Stoll.],
Alopekos (Ahxmsnog) s. Astrabakos.
Alopios (Aloinog), Sohn des Herakles undder Thespiade Antiope , Apollod. 2, 7, 8. [Stoll.]
Alos (Alo s) , eine Dienerin des Athamas,die ihm verriet, dafs Ino , um Mifswachs unddadurch den Tod ihrer Stiefkinder herbeizu-führen , die Saatfrucht geröstet habe. Er be-nannte nach ihr die Stadt Alos im plithioti-sehen Thessalien. Steph. Byz. s. v. Vgl. Atha-mas. [Stoll.]
Alotianus , Name eines Genius auf einerInschrift zu Florenz , Orelli 2363: Ex imperiogenii Alotiani Euaristus servitor deorum exviso lib. an. Bei dem griechischen Namen desWeihenden darf man vielleicht an die Ala-rm der Tegeaten, d. li. also an einen Geniusder Sonne denken. [Steuding.]
Aloun(ae), in der Gegend von Salzburg ver-ehrte Gottheiten, auf einer Inschrift ebendaherG. 1. L. 3, 5581: Bedaio Aug. et Alounis sacr.etc. (219 n. Chr.) und auf einer solchen ausChieming bei Traunstein , G. I. L. 3, 5572:Bedaio Aug sacr Aloun Ar Setonius Maximia-uus etc. (237 n. Chr.). Beide Male sind siealso neben Bedaius, dem Gotte von Bedaiumgenannt, so dafs sie wohl als Schutzgöttinnen{matres) dieser Gegend aufgefafst werden dür-fen. Orelli zu 1964 vergleicht passend dieAcounae aus dem nicht weit südlich davongelegenen Innichen , die auf einer Inschrift{Orelli 1995) ganz derselben Zeit (219 n. Chr.)erwähnt werden. [Steuding.]
Alplieios {Alqisiog), der Gott des durch Ar-kadien und Elis fiiefsenden Alpheios, des gröfs-tenFlussesin der Peloponnes . Bei llesiod. Theog.338 finden wir ihn im Katalog der Flüsse, derSöhne des Okeanos und der Tethys, vgl. lly-gin. praef. Bei Homer II. 5, 545 ff. (vgl. Od.
3, 489. 15, 187) heifst er Vater des Orsilo-chos (von Telegone, Tochter des Pliaris, Baus.
4, 30, 2), Grofsvater des Diokles, des Herr-schers von Pherä in Messenien . Der Arkader