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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Amaltheia

Amaltheia

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Astr. 2, 13. Arat. Phaen. 163. Kallim. H. inIov. 49. Apoll od. 1, 1, 6. Zenob. 2, 48 u. a.Andererseits heifsen Aix oder Capra, Aiga undHelike (Töchter des Olenos) als Ammen desZeus Nymphen. Anton. Lib. Met. c. 36 p. 46{Koch). Hygin. Poet. Astr. 2, 13. Unter die

p. 5 u. a. s. Böttiger a. a. 0.) und in mancheMythen des Altertums verflochten ist, be-sonders in den Mythus von Acheloos (s. d.).Acheloos hatte das Horn der Ziege von Amal-theia , der Tochter des Okeanos, erhalten undtauschte dagegen das seinige, das ihm Heraklesabgebrochen, von diesem ein.Schol. 11. 21, 194. Apollod. 2, 7,5. Teetg. Lylc. 50. Oder das demAcheloos abgebrochene Horn gabHerakles den Hesperiden oder denNymphen, welche es mit Früchtenfüllten und Horn des Überflussesnannten. Hyg. f. 31. ..Sie gabenes der Göttin des Überflusses,Copia (s. d.), Ον. M. 9, 87. NachHesych. v.Aycd&sCas ksqcis gabHermes dem Herakles das Hornder Amaltheia, als er nach denRindern des Geryones auszog. Voneiner Nymphe Amaltheia in Thes-piä, ..die im Besitze des Hornesdes Überflusses war, spricht Pa-laeph. c. 46. Stroh. 10 p. 458sagt, manche erklärten das Hornder Amaltheia und das des Ache-loos für identisch, und Herakleshabe es dem Oineus als Preis fürseine Tochter Deianeira gegeben.Auch bei IKod. 4, 35 ist das Hornder Amaltheia identisch mit demdes Acheloos. Natürliche Erklä-rungen des Mythus liefern Strabou. Diodor a. a. 0. Oiod. 3, 68erzählt, dafs der libysche KönigAmmon die Amaltheia , eine über-aus schöne Jungfrau, mit der erden Dionysos gezeugt, zur Be-herrscherineiner sehr fruchtbarenGegend, welche die Gestalt einesKuhhornes hatte, gemacht habe,und dafs von ihr die Gegend denNamen des Hornes der Amaltheiaerhielt, der dann überhaupt aufAmaltheia mit dem Zeuskinde (?) und Pan , Relief im Lateran. (vgl. ßenn- jedes fruchtbare Land übertragendorf u. Schöne, d. am. isiidw. d. lat. Um. s. 16ff.) 'worden sei. Über Amaltheia , das

Sterne wurde die Ziege jedenfalls versetzt, Horn der Amaltheia und seine Bedeutung alsmochte sie heifsen, wie sie wollte. Nach Symbol materieller Segensfülle s. Böttiger,

Schol. Kallim. II. in Iov. 49 flofs aus dem Amalthea 1 S. 26. Bück, Kreta 1 S. 185.

einen Horn der Ziege Amaltheia Nektar, aus so Volcker, Mythol. d. Iapet. Geschl. S. 89. Pol-dern andern Ambrosia (s. d.). Als die Ziege des ler, gr. Mythol. 1 S. 30 f. 105. 453. 2 S. 244.

Zeus an einem Baume das eine Horn abbrach,umwand es seine Amme, die Nymphe Amal-theia , mit frischen Kräutern, füllte es mitFrüchten und brachte es dem Zeus, der das-selbe später zugleich mit der Ziege unter dieSterne versetzte. Ovid . Fast. 5, 115128.Nach andern brach Zeus der ihn nährendenZiege Amaltheia ein Horn ab, gab es den

Lauer, System d. gr. Mythol. S. 190 f. Schümann,Opusc. ac. 2 p. 258 ff. ZAnzow,hist. gr.primord.p. 26. Welcher, gr.Götterl. 2 S. 231. Gerhard,gr. Mythol. § 211, 3. Braun, gr. Götterl. § 352.Während Schümann annimmt, dafs die nährendeAmaltheia ursprünglich als eine Nymphe, wel-che als Besitzerin aller guten Gaben sich zurAmme des Zeus eignete, und später erst als

Töchtern des Melisseus und legte in dasselbe co die nährende Ziege aufgefafst worden sei,

einen solchen Segen, dafs es mit allem, wassie nur wünschten, sich füllte, s. Böttiger, Amal-thea .1 S. 26. So entstand das berühmte Horndes Überflusses, cornu copiae, welches vielfachsprichwörtlich verwendet (vgl. Antiphan. fr. 109= Athen . 11 p. 503 B. Phokylides 7 Berglc,Lyr.gr. p. 358. Philoxenos 3, 5 Berglc p. 990.Lukian merc. cond. 13. Plut. de absurd. Stoic.

kehren andere die Sache um und behaupten,dafs die Ziege Amaltheia das Ursprünglichesei. Die Ziege aber nimmt man als Symbolder Wolke, und zwar teils der stürmendenWetterwolke, teils der befruchtenden, nähren-den Wolke. Der junge Himmelsgott nährtesich von dem strömenden Segen der Wolke.Nach Braun (a. a. 0.) wurde die Ziege dem für