Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Amaltheia

Amata

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die Herrschaft des Äthers bestimmten Gotteals Amme ausersehen, weil die Bergziege, demAdler gleich, auf den höchsten Spitzen derBerge in der Nähe des Himmels weilt. DerName Amaltheia (vgl. Althaia) stammt wahr-scheinlich von αλ&ω, άλ&αίνω, pflegen, nähren;Hesych . erklärt άμαλ&ενει durch πλη&ννει,πλουτίζει, τρέφει. Schümann a. a. 0. p. 2G0 lei-tet das Wort ab von αμμα (Amme, Mutter)und al&a> und erklärt alma inater, nutricia.Schwende Et.-myth. Andeut. S. 41 u. Jacohi,Handwürterb. d. gr. u. rüm. Myth . denken anάμέλγω, andere an άμάλ&α-Λος (άμαλαιαατία,Viod. 4, 35. παρά το μη μαλάΰβεβ&αι , Suid.).Weidcer, über eine leret. Kolonie in Theben S. 6leitet es von άμαλη &εία ab, das ergöttlicheZiege übersetzt, weil άμαλή b i Hom. II. 22,310 Beiname der Lämmer ist Lauer a. a. 0.S. 190 möchte es zusammenbringen mit άμάλη =αμαλία, Garbe; vgl. Sichler de Amaltheae etymoet de cornutis deorum imaginibus 1821. DerMythus der Amaltheia ist in Kreta ausgebildet,scheint aber auch zu Dodona in Epirus heimischgeworden zu sein, wo ebenfalls von der Ge-burt und Ernährung des Zeus erzählt ward,und von da aus wird das Horn der Amaltheiamit dem nährenden und befruchtenden Ache-loos in Verbindung gekommen sein. Auf seinemLandgut in Epirus hatte Atticus, Ciceros Freund,ein Amaltheum, ein Heiligtum der NympheAmaltheia , eingerichtet, das er durch park-artige Anlagen und durch Reliefs, die sich aufden Mythus der Amaltheia bezogen, zu einemangenehmen Sommeraufenthalt machte, Cic. delegg. 2, 3, 7. ad Att. 1,13, 1. 16, 15.18. 2, 20, 2.Schümann a. a. 0. p. 260 u. 261. Preller, gr.Mythol. 1 S. 30. Vgl. Vülcker a. a. 0. Amal-theia als Ziege dargestellt, das Zeuskind näh-rend, umtanzt von den Kureten, an der capi-tolinischen Ara, Mus. Cap. 4, 7. Millin, Gal.Myth. 5, 17. S. Braun, gr. Götterl, § 354. AlsZiege, das Zeuskind auf dem Rücken tragend,auf einer Münze Valerians, Millin. 10,18. Alsmenschliche Pflegerin mit dem Kind auf demSchofse, Campana Opere in plast. 1. Mon. d.Inst. 3, 17. (Vgl. auch die Abbildungen obenS. 262 f.). Mehr bei Overbeck, K. M. Zeus 322 ff. Das Horn der Amaltheia findet sichnach Paus. 4, 30, 4. 7, 26, 3 besondersbei Abbildungen der Glücksgöttin, s. Müller,Benhn. d. a. K. 2. n. 315. 316. 925. 927930.935. Aufserdem sieht man dasselbe an Statuenund Bildern des Zeus ( Müller, Ilandb. d. Arch.350, 6), des Herakles ( Visconti Pio dem. 2,

5. Millin, Gal. Myth. 122, 478; s. Preller, gr.Myth. 2 S. 275), des Pan ( Peilerin, BecueilTom. 1 pl. 37), des Pluton ( Müller, Denlcm. 2.n. 110), der Flufsgötter und Landesgottheiten( Müller, Denlcm. 2 n. 76. 1 n. 320 (f), des Bo-nus Eventus ( Müller 2 n. 943. 944) u. a. irVgl. auch Μ. P. Hartwig, Herakles mit demFüllhorn. Diss. Leipzig , 1883. Sehr.] 2)Amaltheia, eine Sibylle, bei Tibull 2, 5, 67verschieden von der cumanischen, aber vonLactant. Inst. 1, 6, 10 mit dieser identificiert.Vgl. Io. Lyd. de mens. 4, 34. Serv. Verg. Aen.

6, 72. Schol. Plat. Phaedr. tom, 8 p. 287 Tauchn.Suid. s. v. Σίβυλλα. Sie galt vielleicht auch

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für die Erzieherin des Zeus, Klausen , Aen. u.d. Pen. S. 299. 3) Amaltheia, Tochter desPhokos, mit welcher Zeus in Gestalt einesBären Umgang pflog, dem. Iiom. Homil. 5,13. S. Schümann Op. ac. 2 p. 260. A. 52.

[Stell.]

Aiiiarakos (Afiagaxog), ein königlicher Knabe,Sohn des kyprischen Königs und Aphrodite-priesters Kinyras. Während er gerade Salbeni trug, fiel er, und durch die Ausgiefsung ver-breitete er einen noch gröfseren Duft als vor-her. Deshalb nannte man die besten Salbenamarakinische. Der Knabe wurde durch denSchreck in das wohlduftende Kraut Sampsuchonverwandelt, das später Amarakos hiefs, eineArt Majoran, dieaufKypros sehr häufig wuchs.Diese Pflanze sowie die Myrrhe (Myrrha, diein den Myrrhenbaum verwandelte Tochter desKinyras) wurde in dem kyprischen Aphrodite-kult viel zu Salben und Spezereien gebraucht.Serv. Verg. Aen. 1, 693. Engel, Kypros 2, 95.125 f. Preller, gr. Myth. 1, 285, 1. Pauly, Ii.Encycl. 1 , 1 p. 826. [Stoll.]

Amarynkeus (Agagvynsvg, v. afiagvßeco, derStrahlende, was auchAugeias bedeutet), Königder Epeier in Buprasion, Sohn des Alektorund der Diogeneia ( Eustath. Hom. p. 303),welchem seine Söhne in Buprasion Leichen-spiele feierten, an denen sich Nestor in seinenjungen Jahren beteiligte. II. 23, 630, vgl.Quint. Sm. 4, 517. Nach Paus. 5, 1, 8 warsein Vater Pyttios aus Thessalien nach Elisgekommen, und als Augeias sich gegen denAngriff des Herakles rüstete, gewann er dessensehr kriegstüchtigen Sohn Amarynkeus alsBundesgenossen und gab ihm Teil an derHerrschaft, vgl. Paus. 5, 3, 4. (Nach Heka-taios bei Strab. 8 p. 341 kämpften jedochdie Epeier mit Herakles gegen Augeias). SeinSohn Diores war einer der 4 Führer der Epeiervor Ilion . II, 2, 622. Ein Sohn des Amaryn-keus namens Hippostratos wird Apollod, 1,8, 4 genannt, den Hesiod (fr. 88 Lehrs) beiSchol. Find. Ol. 11, 38 (10, 46) wahrschein-lich als Enkel desselben ansieht. Hygin. F.95 läfst den Amarynkeus, Sohn des Onesi-machos, von Mykene aus mit 19 Schiffen mitnach Troja ziehen eine verderbte Stelle,wo für Mykene vielleicht Hyrmine oder Myr-sinos (11 2, 616) einzusetzen ist. [Stoll.]Amaryntlios (Agdgvv&og), 1) ein Jäger derArtemis , nach welchem der Flecken Amaryn-tlios mit dem berühmten Heiligtum der ArtemisAmarynthia (Strab. 10, 448) benannt war (Steph.B. s. v.), ein König auf Euböa (Et. M. 77, 42),Vater des Narkissos (Akusilaos b. Probus zuVerg. Ecl, 2, 48, wo Amarynthos für Amaran-thos und Eretriensis für Erechtheis zu schrei-ben ist). Nach Hom. Hy. in Ap. Pyth. 33scheint er ein Geliebter des Apollon gewesenzu sein, s. Baumeister z. d. St. 2) Hund desAktaion, Apollod. 3, 4, 4. [Stoll.]

Amastris ('Agaergig), Amazone, Eponyme derStadt am Pontus. Demosthenes bei Steph,Byz. s. v. [Klügmann.]

Aniastros ('Ayaozgog), ein Dolione, von Nestorgetötet, Val. Flacc. 3, 145. [Schultz.]

Amata, Gemahlin des Königs Latinus und