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Amazonen in d. Kunst
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leia durch die Darstellung eines geschnittenenSteines gesichert ist (Sachen, die ant. Shulpt.Taf. 1 S. 3 f.) der archaischen Kunstweise an,die Sterbende ist von grofser Anmut und Züch-tigkeit. Stattliche, wenn auch ermattete Krie-gerinnen stellen die Statuen dar, welche, inzahlreichen Exemplaren vorhanden, als Kopieender von-Pheidias, Polyklet, Kresilas u. a. her-rührenden und im Tempel zu Ephesus gestif-teten betrachtet werden. Da es nur wenigelitterarische Nachrichten über sie giebt (vgl.Plinius 34, 8, 18, 48. Lucian Imag. 4, 6),so ist man für die Bestimmung der einzelnengröfstenteils auf stilistische Beobachtungenangewiesen. Pur die polykletische (s. dieAb-bildg. S. 268) wird jetzt insgemein diejenigegehalten, welche den rechten Arm auf den Kopfgelegt hat (Monuin. 9, 12); über die beiden an-deren, welche sich auf Lanzen stützen (Müller-Wieseler, Denhm. 1, 137. 138), schwankt das Ur-teil nicht nur zwischenPheidias und Kresilas,sondern es werden auchandereKünstler genannt,die nicht für Ephesus gearbeitet haben, na-mentlich Strongylion,Plinius 34, 82. EineEntscheidung ist um soschwieriger, da einerder beiden Typen nochnicht in einer völlig er-haltenen sicheren Kopievorliegt und es zweifel-. , ... haffc ist, ob er, wie die
Amazone des Pheidias (r) ’ ...
mit Lanze, vgl. Kiugmann, übrigen, eine ermatteted. Amai. i. d. alt. L. u. K. Kriegerin dargestellts. 64. hat, vgl. Jahn, Per. d.
säehs. Ges. d. W. 1850S. 37 ff. Steiner, über den Amazonenmythus inder ant. Plastik 1857 S. 55ff. Schöll, Philo-logus 20 S. 416 ff. M. Hofmann ebendas. 23S. 397 ff. Klügmann, Ehein. Mus. 1866 S. 322 ff.Friederichs Bausteine S. 114 f. Kehule in Com-mentat. in hon. Momms. S. 481 ff.
Von einigen wird auch die Bronzestatuetteeiner Reiterin von einfacher, aber kräfti-ger Bewegung (Mus. Borb. 4, 21) auf Stron-gylion zurückgeführt. Von sehr grofsartigemStile ist die Statue einer, wie es scheintknieend fortgeschleppten Amazone in PalazzoBorghese zu Rom (Mats-Huhn, Ant. Biläiv.No. 947, abgebildet Monum. 9, 37). Unterden Statuen, welche von Brunn Annal. 1870p. 292 B. als Überreste der von Attalos aufder Akropolis zu Athen gestifteten Gruppenerkannt sind, befindet sich nur eine Amazone;tot auf einen Felsen ausgestreckt, läfst sie dieEigentümlichkeiten der pergamenischen Kunstnur in geringem Mafse erkennen. Eine Reiheanderer unter einander nicht verwandter, meistnoch wenig behandelter, später Statuen undGruppen ist aufgezählt von Klügmann, DieAmaz. in d. alt. Litt. u. Kunst S. 83 n. 117.Unter den Reliefs hat die Komposition desSchildes der Parthenos von Pheidias , die durchdie steil aufsteigende, an den Schauplatz desKampfes in Athen erinnernde Fläche sehr
mannigfaltig wurde, sich nicht nur mit grö-fserer oder geringerer Treue an späteren Atliena-scliilden wiederholt, vgl. Michaelis ParthenonTaf. 15, sondern hat mit ihren höchst charak-teristischen Kampfmoti-ven auch auf andereWerke Einflufs gehabt.
Die grofsen Friese zuPhigaleia und Magnesiaio und am Maussoleum
eine nationale Grofs- Amazonenkampf, (Karne/;,that. Auf dem Friese Arch. ztg. mo. Taf. i).von Phigaleia (gut ab-gebildet in den Anc. marbles vol. 4) sind dieFiguren stämmig, die Gesichter ohne viel Aus-druck, die Gewänder nicht immer glücklichgelegt, die Bewegungen energisch, die Kampf-scenen wild, zugleich aber in anziehender20 Weise von Scenen des Mitleids und der Göt-terhilfe unterbrochen; günstiger urteilt KehuleKunstmus. zu Bonn No. 140. Der Fries desMaussoleum, an welchem Skopas und seine Ge-nossen wetteiferten, nur zum Teil erhalten(Monum. 5, 1—3, 18—21), hat bei grofser Man-nigfaltigkeit der Erfindung von Kampfmotivenschönen Flufs der Linien, klare Umrisse, No-blesse in den Formen und eine sehr feine Cha-rakteristik der verschiedenen Geschlechter und30 Lebensalter. Der Fries am Tempel der Arte-mis zu Magnesia Glarac. pl. 117 C—I, dessenEntstehungszeit nicht feststeht, zeugt von tief-gesunkener künstlerischer Bildung. Erfindungund Ausführung sind gleich schwach. Vonanderen gleichfalls späten Marmorfriesen giebtes an manchen Orten dürftige Reste. Aus der-zeit der höchsten Kunstblüte rühren noch ein-zelne kleinere Metall und Thonreliefs her,so vor allem die schönen Bronzen (Bröndsted,40 Bronzes of Siris 1837), welche einen Harnischoder Helm verzierten, auch die Phalerae ausder Krim Compte Eendu 1865 pl. 5. Abernicht nur Waffen, sondern auch Geräten ver-schiedenster Art gab man ähnlichen Schmuck,vgl. die in Unteritalien wie in Etrurien häufigenvergoldeten Thonvasen mit ringsumlaufen-den Kämpfen (Monum. 9, 26), einzelne Gruppenauch von Greifenkämpfen auf kleinen Gefäfsen,bisher noch wenig publiciert, die Gruppe von50 Achill und Penthesileia und eigentümlich kom-ponierte Kämpfe auf den Friesplatten ausTer-raeotta bei Campana Op. in plast. tav. 74ffFerner Reliefs und Zeichnungen aus der ili-schen und herakleischen Sage auf Toiletten-cisten und Spiegeln bei Gerhard Etr. Sp.Taf. 9. 10. 136. 233. 341 u. s. w. Schöne, Annali1866 p. 163. 166. 171. Monum. 6, 55. Arch. Ztg.1876 Taf. 1. Auf den Wandgemälden dercampänischen Städte sind Amazonensagen sel-60 ten; als rein dekorative Figuren sind die Krie-gerinnen benutzt Mus. Borb. 6 tav. 3, Iielbign. 1248f. u. S. 460. Wie am Maussoleum, sosind Amazonenkämpfe später auch an vielen an-deren Grabmonumenten dargestellt, woraufvielleicht die Rolle, welche sie in den Epita-phien spielten, eingewirkt hat, vgl. die Steleaus Apollonia Monum. grecs 1877 pl. 3, dann dieSarkophage. Von ihnen zeigen eine centrale