Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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283-284
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Ambrosius

Ammon (in Tbeben)

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las und der Pleione, eine Hyade und dodo-näisehe Nymphe, Amme des Dionysos {Hyg.

F. 182 u. 192. P. Astr. 2, 21. Pherekyäes b.Schot II 18, 48G). Nach Nonnos Dion. 21,

17 ff. und Asklepiades b. Hyg. P. Astr. 2 , .21wurde sie, als der König Lykurgos den Dio-nysos und seinen Thiasos verfolgte, in eineRebe verwandelt. Ygl. das Sarkophagreliefder Villa Borghese b. Müller-Wieseler, 1). d.a. K. 2, 37, 441 und das Bildwerk des von iode Witte Arm. d. Inst. 17, p. 114 Anm. 7 be-schriebenen Glasbechers {Stall in Paulys lieal-encl'l, 848). Was die Deutung dieser Ambrosiaanbetrifft, so war dieselbe ursprünglich wohldie Personifikation des Honigtaus {νον μίλι,άερόμεΐι, δροβάμελί), worüber zu vergleichen:Roscher, Nektar u. Ambrosia S. 14ff. Dafürspricht auch die Sage von der Ernährung desneugeborenen Dionysos mit Honig ( Roschera. a. 0. S. 62, wo auf Ap. Rh. 4, 1134 ver- 20wiesen ist,) und der Umstand, dafs die Hyadenebenso wie die Pleiaden, die ebenfalls diedeutlichsten Beziehungen zum Honig haben (s. o.),Töchter der Pleione sind ( Roscher S. 28 ff.).

[Roscher.]

Ambrosius, ein Dolione, von Peleus getötet,Val. Flacc. 3, 138. [Schultz.]

Ambrosos (Άμβρωαος), Heros eponymos derphokischen Stadt Ambrosos, Paus. 10, 36, 2.Der Name lautet auchΆμβρνοος ( Strabo ),Αμ- 30φρνΒος ( Steph. Byz.). Vg\.Bursian Geogr. 1,183, 3. [Stoll.]

Ameinias {Αμεινίας), Liebhaber des sprödenJünglings Narkissos (s. d.) in Thespiai . Alsdieser ihn hartherzig verschmähte und ihmzuletzt ein Schwert schickte, tötete er sichmit demselben vor der Thiire des Narkissos,nachdem er vorher um einen Rächer gefleht.Narkissos verfällt in Liebe zu sich selbst, fühltsein Unrecht und bringt sich um, Ko non 24. 40Vielleicht istJpvvias , d. i. der Rächer, zuschreiben, oder auch Άμινΐα g , da in vielenNamen t für v eingetreten ist, Welcher Aesch .Tril. 613. Λ. Denkm. 4, 166, 5. [Stoll.]

Amestrios (Αμήβζριοξ), Sohn des Herakles und der Thespiade Eone, Apollod. 2, 7,'8.

[Stoll.]

Amisodaros ( Άμιαώδαρος , auch Άμισόδαρ os),König in Lykien oder Karien, der die Chimaira zum Verderben der Menschen aufgezogen haben 50soll, 11. 16, 328. Apollod. 2, 3, 1. Eustath.Hom. 1062, 57. Aelian . N. A. 9, 23. Euheme-ristisehe Erklärungen s. bei Tzetz. L. 17, p. 300Müller. Plut. de mul. virt. 9, nach welchemAmisodaros bei den Lykiernΐσάρας hiefs undaus der Kolonie der Lykier in der Gegend destroischen Zeleia war. Preller, Myth. 2, 82, 3.Seine Söhne Atymnios und Maris, Gefährtendes Sarpedon, wurden vor Troja von den Söh-nen des Nestor getötet, II. 16, 317ff. Von goS päteren wird er mit Iobates vertauscht undSchwiegervater des Bellerophon genannt, Schot11. 6, 170. 16, 328. [Stoll.]

Ammon, richtiger Amon (Άμμων) ist derName des Stadtgottes des ägyptischen The-ben. Durchweg haben in Ägypten die lokalenDistrikte, _ die Nomen, ihre besonderen Gott-heiten, die in den Tempeln des Hauptortes

verehrt werden. Gewöhnlich steht neben demobersten Gotte seine Gemahlin und ein Sohn(oder eine Tochter); an sie schliefsen sich dieuntergeordneten Gottheiten und Dämonen desOrtes an. So besteht die Trias von Theben(oder richtiger des diospolitisehen Nomos) ausAmon, seiner Gemahlin Mut (oder Mut urt = diegrofse Mutter) und ihrem Sohn, dem MondgottChunsu. Die Etymologie des Namens Amonkenhen wir so wenig wie die der meisten ande-ren ägyptischen Götter; die Theologen der spä-teren Zeit erklären ihn als den 'geheimnisvollen,'verborgenen und dachten dabei unzweifel-haft an den schon früh in der Geheimlehrevorkommenden Gott,dessen Namen verbor-gen (amen) ist, d. h. die grofse pantheistischeGottheit, von der alle Emzelgötter nur Namensind und deren eigentlicher Name unbekanntist. Daher Plut. de 1s. 9, wo der NameAyovv nach Manetho zo 's.ev.fpnialvov v.ui zyvv-Qv-ipiv bedeuten soll (vgl. Jambl. de myst. 8,3). Seiner ursprünglichen Funktion nach scheintAmon ein Gott der Fruchtb arkeit und Zeu-gung gewesen zu sein; daher wird er so häufigithyphallisch dargestellt; sein heiliges Tier,in dessen Gestalt er erscheint ( Herod. 2, 42),ist der Widder, und zwar ein Widder mitnach unten gekrümmten, die Ohren umschlie-fscnden Hörnern, den sogen. Ammonshörnern.Dagegen wird der inder Gegend des erstenKatarakts heimische,aber auch sonst in Ägyp-ten viel verehrte GottChnum(Kneph) als Wid-der mit horizontal ver-laufenden Hörnern dar-gestellt, s. Lepsius, Z.für äg. Sprache 1877 S.

11 ff., der die von Wil-kinson , Parthey u. a.vertretene Behauptung ,

Ammon werde in Ägyp-ten nie widderköpfig dargestellt, völlig wider-legt. Auch die grofsen Widderfiguren, welchein langen Reihen anden thebanischen Tem-pelstrafsen standen,sind Darstellungen desGottes. Noch gewöhn-licher bildet man ihnallerdings in Menschen-gestalt, mit blauer Haut-farbe ; dann kommen ihmals charakteristischesAbzeichen zwei hoheFedern zu, die er aufder Haube trägt. AlleGötter der Zeugung,die meist als Stiereoder Widder aufgefafstwerden, sindin Ägypten teils von Anfang an,teils infolge theologi-scher Kombination zu-gleich Sonnengottheiten. Denn die Sonne, derentägliche Schicksale den Mittelpunkt der ge-samten ägyptischen Mythologie bilden, wird

Yn rA

Amon als Widder.

Amon mit Federhaube.