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lieh Apollo , der. "bekanntlich in einer der Grün-dungssagen eine Rolle spielt, und Athene , d. i.offenbar Neit, die Hauptgöttin der libyschenStämme an der Grenze des Delta, die vonden Griechen seit alter Zeit mit der tritoni-schen Göttin identificiert wurde. Beide Typensind rein griechisch gebildet. Das Wappender Städte ist bekanntlich das Silphium, aufser-dem findet sich einige Male ein Rots. Siehevor allem Müller, Numism. de Vanc. Afrique1. 1860.
InGriechenlandist der Ammonkultus nieweit verbreitet gewesen. Pindar war ihm,wohl wegen seiner Beziehungen zu Iiyrene,besonders ergeben und hat dem Gott einenHymnus geweiht, der später im Ammonium aufeinem Altar aufgezeichnet war (Pausan. 9,16,1,vgl. Find. fr. 36 Bergk) ; ebenso hat er ihm inTheben ein von Kalamis gearbeitetes Götter-bild errichtet. Sonst werden Kultusstättendes Gottes nur in Sparta und Gythion erwähnt(Pausan. 3, 18, 3. 21, 8). Dagegen genofs dasAmmonsorakel seit dem fünften Jahrhundert,wo man bekanntlich überall begann, sich aus-ländischen Kulten zuzuwenden und den frem-den Göttern mehr zu trauen als den einheimi-schen, hohes Ansehen. In der delphischenKroisosfabel wird es unter den angesehenstenOrakeln genannt (Her. 1, 46), und die Prophe-tinnen von Dodona erzählten dem Herodoteine Geschichte , dafs zwei schwarze Taubenaus Theben in Ägypten ausgeflogen seien unddie eine das Ammonium, die andere Dodonagegründet hätten, eine Geschichte, die natür-lich die thebanischen Priester mit geringenModifikationen (die Tauben wurden in heiligeFrauen verwandelt) bestätigten (Her. 2, 54 f.).Die Spartaner sollen seit alten Zeiten den Gotteifrig befragt und geehrt haben; bekanntlichsuchte dann Lysander (der dem Gott auch indem thrakischen Aphyte einen Tempel bauenlieft) mit Hilfe des Ammoniums seine ehr-geizigen Pläne durchzusetzen (Flut. Lys. c. 20).Auch die Athener holten sich im Ammoniumwie in Delphi und Dodona Rat (Aristoph. Aves619. 716. Flat. legg. 5, 738 C. Alcib. 2 p. 149 D.Flut. Nie. 13. Cim. 18), und eine Rechnungaus dem Jahre 333 v. Chr. erwähnt u. a. dievon den Strategen dem Ammon ausgerich-teten Opfer (C. I. gr. 157 = G. I. Att. 2,741). Zum höchsten Ansehen gelangte dasOrakel dann durch den Zug Alexanders. Wasder Priester dem König verkündete, hat die-ser bekanntlich __ nie verraten; wohl aber istes allgemeine Überlieferung, dafs er ihn alsSohn des Ammon (Zeus) angeredet habe, undes knüpfen sich daran die bekannten, wiees scheint zum Teil von Alexander begün-stigten Erzählungen von seinem ^übermensch-lichen Ursprung. Im Munde des Ägypters wardie Anrede durchaus keine übertriebene Schmei-chelei; seit den ältesten Zeiten gelten diePharaonen als Inkarnationen und Söhne derhöchsten Götter, des Ra', des Ilorus u. s. w.,und unzählige Male wird der König desneuen Reiches in den Inschriften von Ammon(wie von allen anderen grofsen Göttern) alssein Sohn, den er sich gezeugt und zur Herr-
lioscn i,i: . Lexikon der gr. u. röm. Mytliol.
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Schaft berufen hat, angeredet. Mehrere derägyptischen Könige, vor allem Amenhotep III und Iiamses II, haben die letzte Konsequenzdieser Anschauungen gezogen und „ihrem leben-den Abbild auf Erden“ in Nubien (als Lan-desgottheit der Provinz) Tempel gebaut. Hievpflegen die divinisierten Könige in mensch-licher Gestalt, aber mit dem Ammonshorn ander Schläfe, also ganz in der Weise der grie-chischen Ammonsbilder dargestellt zu werden.Die beigegebene Abbildung zeigt König Amen-hotep III in dieser Gestalt; durch den ihmaufgesetzten Halb- und Vollmond wird er zu-gleich mit dem thebanischen Mondgott Chunsu,dem Sohne Ammons, identificiert. Diese Sitteist von den Griechen übernommen. Ptolemäos I
König Araenliotep als Von einer Lysimaehos-
Amraon. münze.
und Lysimachos haben auf ihren (teils aufAlexanders, teils auf ihren eigenen Namen ge-prägten) Münzen häufig den Kopf Alexandersmit Ammonshörnern dargestellt (s. Müller ,numism. d’Alex. S. 29 ff. Münzen des Lysima-chus S. 8 ff.; vgl. auch Ephippos bei Athen .12, 537 c); ebenso hat sich Seleukos häufigmit den Hörnern abbilden lassen. Bis in diearabische Tradition haben diese Anschauungennachgewirkt; wenn die Koraninterpreten densagenhaften König von Jemen Dhu-lqarnaind. i. „den Herrn der beiden Hörner“ für Alexan-der erklären, so liegt dabei eine Erinnerungan die ihm zugeschriebenen Ammonshörner zuGrunde.
In der hellenistischen Zeit tritt, wie inÄgypten selbst (abgesehen von den jetzt reinlokal gewordenen Kalten in T heben, in der gro-fsen Oase u. a.), so auch in der griechischenWelt, der Gott wieder Völligzurück. Das Ansehendes Orakels erlosch (tb iv "A/igavi exeSiv %isnlileimcu xqrjavyQiov sagt Strabo 17, 1 , 43),nur die römischen Dichter verwerten es__nochmitunter. In Inschriften wird (aufser in Ägyp-ten selbst) Ammon kaum je erwähnt; währendIsis, Osiris , ßarapis überall gefeiert und als diemystischen Urgötter eifrig verehrt werden,nennt eine einzige Inschrift aus Kios, die denAnubis verherrlicht, als seine Eltern die Isisund den Osiris , der mit Zeus Sarapis, und demj isyaq oßoiyog "Aggav identisch sei (C. I. Gr.3724). Sonst findet sich Ammon im 0. I. Gr.nur 4535 bei Beirut , 4696 in Kanopos, 5142 inKyrene , ferner in thebanischen und Oasenin-schriften genannt; in lateinischen Inschriftenkann ich ihn nirgends nachweisen. Etwashäufiger (abgesehen natürlich von Kyrenaika )
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