Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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293-294
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293 Ainpheres

Amplieres (Ajupfjgrig), Sohn des Poseidonund der Kleito, Herrscher in Atlantis , Fiat.Kritias 114b. [Stoll.]

Ainpliialos (Aycpialog), 1) ein Phaiake, Sohndes Polyneos, bei den Spielen des AlkinoosSieger im Sprang, Od. 8, 114. 128. 2) Sohndes Neoptolemos und der Andromache , Ilyg.F. 123. 3) Name eines Griechen auf dempolygnotischen Gemälde der Iliupersis zu Del-phi, Paus. 10, 25, 2. [Stoll.]

Amphianax (Apyidvag), 1) König in Lykien ,der dem aus Argolis geflüchteten Proitos seineTochter Anteia oder Stheneboia zur Ehe gabund ihn wieder nach Argolis zurückführte.Er wird auch Iobates genannt. Apollod. 2, 2,

1. Schol. II. 6, 200. Pherekydes b. Schol. Od.11, 326. vgl. II. 6, 157 ff. 2) Sohn des An-timachos, Vater des Oitylos, nach welchem dieStadt Oitylos in Lakedämon benannt war,Paus. 3, 25, 7. Pherekydes b. Schol. II. 2, 585.

[Stoll.]

Amphiaraos (dor.Ayyiag&og, Find. Nem.9, 30Aficpicegrjog, ion. Aiirpiagsiog, oft auch beiAttik. u. Sp.Acpiägetog 0. I. Gr. 7710. Overb.Bildw. 102, 13.AyrpLccgyg Find. Nem. 9, 57.vgl. Mcineke, Anal . Alex. p. 109. "Aytpig Aesch.frgm. 404 ed. Nauck·, vgl. Fick, gr. Personen-namen S. 10), Sohn des Oikles und der Hyper-mnestra (Iilytaimnestra b. Hygin f. 250) Pind.Pyth. 8, 55. Apollod. 1, 8, 2. 3, 6, 3. Paus.

з, 12, 5. IHodor 4, 68. Schol. Aesch . Sept. v.569. Hygin /'. 70. 73 bei Späteren auchSohn des Apollo, Ilygin f. 70. 128. Welcher, ep.üykl. 2, 322, 5, Enkel des Antiphates (nachPaus. 6, 17, 6 des Mantios), Urenkel des nebstdessen Bruder Bias von Pylos nach Argos ein-gewanderten Melampus ( Odyss. 15, 225248.Schol. Pind. Nem. 9, 30 u. Böckhs Anmerkg. z.d. St. Ilerod. 9, 34. Paus. 2, 18, 4) Amphia-raos wird daher von Dichtern als HogcovsiSrigbezeichnet (Paus. 7, 17, 7) Vater des Alkmaionund Amphilochos (Od. 15, 248. Paus. 2, 18, 4

и. 20, 5. Apollod. 3, 7, 2. Ilerod. 3, 91), desOikles nach Diodor 4, 32, ferner der Eurydike und Demonassa und, nach Asios, der Alkmene (Paus. 5, 17, 4. L. Attius Epigon. frgm. 11).Seine Stammtafel s. bei Gerhard, Mythol. 2,S. 225 Eckermann, Melampus S. 171. Al-exida als Tochter des Amphiaraos nennt Plu-tarch quaest. gr. 23 (Panofka, Asklepios u. d.Askl. Berlin 1846. p. 1.) Bei lateinischenSchriftstellern werden drei andere Söhne alsdie Erbauer von Tibur erwähnt (nach Solin .c. 2, 8 Enkel des Amphiaraos, von dessenSohne Catillus abstammend): Tiburtus, Coras,Catillus (Aen. 7, 670. 11, 640. Hör. od. 1 , 18,

2. 2, 6, 5. Plin. 16, 44, 87).

_ 1 Als berühmter Held und Seher war er einfl Liebling des Zeus und Apollon (Od. 15, 245, 253. u. Eustath. ad h. I. Plato, Axiochus

368 A). Die Sehergabe erhielt er in demniantisehen Hause zu Phlius , in welchem ereine Nacht geschlafen hatte Paus. 2, 13, 6.Eine ganz hervorragende Bolle spielte er imZuge gegen Theben, weshalb er den Mit-telpunkt der kyklischen Thebais (auchAfi-(piagsco i^iXuotu genannt) bildete (Welcher, ep.Cykl. 1, 187. 2, 324, 8 gegen Bergk, de reliq.

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com. Att. p. 219). Seine Heldentugenden undseine Sehergabe finden wir vielfach gerühmt,Pindar Nem . 10, 16. Ol. 6, 2630. Asklepia-des b. Schol. z. d. St. Soph. Oed. Col. 1313, seineBesonnenheit, Gerechtigkeit und Frömmigkeitwar selbst von den Feinden anerkannt, Aesch .Sept. 568, 609612. Von der späterenSage wirder auch in die wichtigsten Ereignisse der vor-historischen Zeit verflochten. Eckermann, Mel.S. 72. So nimmt er an der kalydonischenJagd teil (Apoll. 1 , 8, 2. Hygin f. 173, vgl.Xenoph. Cyneg. 1 , 2), im Giebelfeld des Athene-tempels zu Tegea war Amphiaraos in der einenJägergruppe mit dargestellt, Paus. 8, 45, 4;ebenso ist er unter den Argonauten (s. d.) zufinden (Apoll. 1,9,16, Deiloehosb. Schol. Apoll.Bh. 1 , 139) und zwar als Seher neben Mopsosund Idmon (vgl. Schol. Pind. Pyth. 4, 337). Beiden Leichenspielen zu Ehren des Pelias siegter im Lauf, Stesichoros b. Ath. 4, 172 e ( Bergkfr. 3).

Amphiaraos verdrängte in Verbindung mitden Anaxagoriden (Proitiden) den Ad rastosaus Argos und nötigte ihn zur Flucht nachSikyon, Menaichmos b. Schol. Pind. Nem. 9,30. Ilerod. 5, 67. Paus. 2, 6, 6. Dieser söhntesich aber später wieder mit Amphiaraos aus,indem er ihm seine Schwester Eriphyle zumWeibe gab, deren Entscheidung bei etwaigenneuen Zwistigkeiten Amphiaraos sich zu un-terwerfen eidlich gelobte, Schol. Pind. a. a. O.Apollod. 1,9,13.3,6,2. Diodor 4,65, Asklepia-des b. Schol. Od. 11, 326. Als nun Adrastosdas seinem Schwiegersöhne Polyneikes gege-bene Wort, ihn nach Theben zurückzuführen,einlösen wollte, verweigerte Amphiaraos seineTeilnahme an dem Zuge, wohl beim Königs-mahl im Hause des Adrastos (Apoll. 3, 6, 1.Antimachos b. Athen . 11, 475 d, 482 f. .Stat.Theb. 3, 345), da er dessen unglücklichenAusgang vorauswufste, und warnte auch dieübrigen; vgl. die Darstellung der Weissagungdes Amphiaraos (mit Beischrift) im Hause desAdrastos in Gegenwart des Adrastos, Polynei-kes, Tydeus, Parthenopaios auf einem etrus-kischen Karneolskarabäus, Welcher, ep. Cykl.2, 322, 25. Overb ., Bildw. S. 81, Taf. 3, 2,anders Preller, Myth. 2, 357, 2, und die Ab-bildung auf einem etruskischen Spiegel: Am-phiaraos (mit Beischrift) dem Adrastos vomKriege abratend, während Tydeus für denselbenspricht (Overb., Bildw. S. 84, Taf. 3, 3; vgl,auch Christodor Anthol. Palat. ed. Jac. 1 p. 48,259). Da gewann Polyneikes auf den Hatdes Anaxagoriden Iphis die Eriphyle (nachSchol. Od. 11, 326 Tochter des Iphis), durchdas goldene Geschmeide der Harmonia fürsich (Hom. Od. 11, 326. 15, 247. Soph. El.836 u. Schol. Fiat. Beip. 9, 590. Paus. 9, 41.Cic. Verr. 4, 39, vgl. Athen . 6 p. 232 f.), undso wurde Amphiaraos von Eriphyle, die trotzseines Verbotes von Polyneikes das Geschenkangenommen, zur Teilnahme gezwungen. Daer aber seinen Untergang vorherwufste, so truger seinem Sohne Alkmaion (s. d.) als dem älteren(Asklep. a. a. O. Diodor 4,65. Hyginf.Ti· Paus.5, 17, 7. 10, 10, 4), nach Apollod. 3, 6, 2 seinenSöhnen (vgl. Welcher, ep. Cykl. 345, 52) auf,

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