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seit sind, vgl. 0. Jahn, arch. Aufs. S. 158.Welcher, ep. Gyld. 351, dagegen Iioulez, Vases du m. de Leide p. 55; vgl. ferner C Vasen-bilder besprochen von Jahn, Ber. d. sächs. G.1853 S. 21—30 u, Taf. 3. Nach Argument 2zu Bind. Nem. läfst Eurydike , die Gemahlindes Lykurgos, die Hypsipyle einkerkern. Am-phiaraos aber zeigt vermöge seiner Kunstderen Söhnen Thoas und Euneos das Gefäng-nis und bewirkt so deren Befreiung. Eineruveser Amphora (Ov. S. 114, Taf. 4, 3) zeigtuns in der Mittelseene den Amphiaraos (mitBeischrift G. I. Gr. 8432) als Beistand der Hyp-sipyle vor Eurydike ; die ebenfalls abgebildetefeierliche Besorgung der L.eiche deutet Overb. aufden Erfolg des Amphiaraos und fafst sie alsHinweis auf die folgenden Leiehenspiele. Ver-mutliche Quelle des Bildwerkes ist die Hypsi-pyle des Euripides ( Welcher, gr. Tr. 2, 554 f.)Overb. S. 115, 30. Ein anderes Vasenbild be-schreibt Jahn, Ber. d. sächs. G. 1853 S. 30.Auch die Darstellung auf einer apulischen Am-phora Ov. S. 119, Taf. 4, 4 (Jahn, a. a. 0. S. 31u. 32) und (?) ein etruskisches Aselienkistenre-lief (vgl. Overb. S. 121, Taf. 5,1) werden hier-her gerechnet, vgl. noch Archäol. Ztg. 1854.
t. 67, 68. Boulez, Ann. 1867 S. 150 ff. Bibbech,röm. Trag. S. 160, 159. Bei den Leichenspie-len siegte Amphiaraos im Wagenrennen ( Val-chm. algciTi, Welcher, ep. Gyhl. 353, 74) undDiskuswerfen, Apollod. 3, 6, 4.
Das Heer rückte darauf gegenThebenher-an. Die 7 Heerführer besetzten die 7 Thore derStadt ( Sophohl. Oed. Col. 1323. Bur. Suppl. 925.Apollod, 3, 0, 8. Diodor 4, 65. Hyg. f. 70, vgl.Stat. Th. 8, 353), Amphiaraos nach Aesch . Sept.570 das Homoloische, nach Eur. Fhoen. 1109das Proitische, vgl. Apollod. 3, 6, 6. Auch hierscheint Amphiaraos seine Wahrsagung wieder-holt zu haben, dafs es dem Adrastos alleinbeschieden sei heimzukehren. Atsch. Sept. v. 50
u. Schol. Welcher, ep.Cyhl. 320; vgl. die Dar-stellung des Amphiaraos auf dem den Opfer-tod des Menoikeus darstellenden Gemälde Bhi-lostr.imag. 1,4. Als Tydeus, der nach Aeschy-los am proitischeri Thore steht, kampfbegierigden Ismenos überschreiten will, widersetztsich Amphiaraos der ungünstigen Opfer wegen(Aesch . Sept. 378, 273—276, vgl. Bar. rhoin,171—174 u. Schol,·, 1110) und gerät so mit;jenem in Streit (v. 382 — 394. 571—575; über-haupt ist Tydeus Hauptgegner des Amphia-raos bei Aeschylos ).
Nach dem Tode der Brüder entbrannte derKampf von neuem. Am Tage vor der Schlachtflog ein Adler herab, entführte die Lanze desAmphiaraos , der mit den übrigen Führern beimMahle safs, und liefs sie dann wieder fallen.Sie grünte als Lorbeerbaum aus der Erde auf.Trisimachos bei Blut, parall. gr. et rom. c. 6. <In der Schlacht selbst tötet Amphiaraos denMelanippos, Sohn des Astakos, durch welchenTydeus schwer verwundet worden war, nachSchol. Bind. Nem. 10, 12 auf Tydeus’ Bitten,und bringt demselben das Haupt. Dieserschlürft das Gehirn des gespalteten Schädels,worauf sich Athene , die eben im Begriff war,ihm die Unsterblichkeit zu verleihen, entsetzt
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abwendet. Bherelcyd. b. Schol, II. 5, 126.Bustath. II. 5, 413. Baus. 9, 18, 1. Tzetzes zuLyhophr. 1066. Mythogr. gr. p. 374, 16 f. NachApollod. 3, 6, 8 verleitet Amphiaraos aus Hafs gegen Tydeus denselben zu der erwähntenUnmenschlichkeit, um ihm die Unsterblichkeitzu entziehen; in betreff des Textes des Apol-lod. vgl. Welcher, ep. Gyhl. 365, 107. Over-bech, Bildw. S. 131, Taf. 5, 8 u. 9 bezieht die) Darstellung einiger Gemmenbilder hierauf (Am-phiaraos mit dem Kopf des Melanippos inruhiger nachdenklicher Haltung; andere Er-klärungen s. ebendas.).
Doch auch den Amphiaraos ereilt schliels-lich sein Geschick. Infolge des Schreckens,den Zeus in die Reihen der Argeier sandte(Bind. Nem. 9, 63. Baus. 9, 9, 2), wendet sichauch Amphiaraos am Ismenos zur Flucht, ver-folgt von Periklymenos, wird aber, noch ehei dessen Lanze ihn erreichen kann, in die vomBlitzstrahl des Zeus gespaltene Erde nebst sei-nem Wagenlenker und Zweigespann aufgenom-men. Bind. Nem. 9,57—65.10, 14—16. Olymp.6,19—22. Apollodor 3,. a. 0. Diodor 4,65. Baus.2,23,2. Bur. Suppl. 925 — 927. Aesch . Sept. 587( Welcher, ep. Gyhl. 366, 111). Soph. Bl. 837.Athen . 6 p. 232 f. Diogenes L. 4, 48. Agathar-chides b. Bhotius Bibi. p. 443 b, 18 B. Mythogr.gr. 374, 15. Ilygin f. 73. Stat. Iheb. 7, 816—820, 8. So endet er in der Blüte seiner JahreOdyss. 15, 246. Von nun an waltet er alsgöttlicher Prophet. Soph. Electr. 841 u. Schol.(Suid. s. v. mkinpvioi), Schol. Aesch . Sept. v.589. Strabo 16 p. 762. Baus. 1, 34, 2 u. 5.Xenoph. Cyneg. 1, 8. Bhilostr. vit. Apoll. 2,37, vgl. heroic. 680. Cie. de div. 1, 40. Vater.Maxim, 8, 15, 3.
Die beiden Rosse Thoas und Dias stamm-ten nach Stat. Theb. 4, 214. 6, 319—322 ausAmyklai von Kyllaros, dem Rosse des Kastor ,(vgl. Antimachos b. Schol. Bind. Ol. 6, 21 (cod.davetdrovs), Stoll, Antim. fr gm. 34), nach an-deren waren sie von thessalischer Rasse (Schol.Bind. a. a. 0., Euphorion frgni. 19), bei demsie zur Quelle &veadeia entfliehen (vgl. Mei-nehe, Anal . Al. p. 54). Ein Viergespann wirderwähnt bei Soph. fr gm. 870 cd, Naueh., Bur.Suppl. 501, 927. Bropert. 2, 25, 39 und fin-det sich auf den betreffenden bildlichen Dar-stellungen (Overb. Taf. 3, 5 ist nur ein Drei-gespann erkennbar).
Die älteste Sage nennt die Gegend vonTheben als den Ort seiner Niederfahrt,vgl. die Dichter von Homer Od. 15, 247 undder Thebais an bis Bindar und Sophohles, ebensoIlygin, Blin. nat. h. 16, 44, 87. Solin. c. 2, 8;mit der Verpflanzung seines Kultus wandertaber auch diese Sage. So erzählte man vonseiner Niederfahrt bei Oropos Schol, Bind. 6,18, 22, 23. Tertull. de anim. 46. Nach tana·gräischer Sage fand dieselbe beiHarmain derNähe von Mykalessos statt (Baus. 1, 34, 2. 9,9,4, Trisimachos bei Blut, parall. c. 6), dasseinen Namen von dem hier gebrochenenund zurückgelassenen Wagen des Adrastoserhielt (nach anderen vom Wagen des Am-phiaraos, der leer hierhergeeilt, nachdem Am-phiaraos in der Schlacht ans demselben ge-