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Amphiaraos
Amphiaraos
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stürzt) Strato 9, c. 404, vgl. Eustath. II. 2,202, 31. Hermann, Gottd. Altt. § 13, 4; auchdas attische Harum bei Phyle wurde späterin diese Sage von der Flucht hineingezogen,Ungar, Farad. Theb. p. 41, vgl. Bursian, Geogr.1, 252. Auf seine Niederfahrt bei Oropos be-zieht sich das Gemälde, das Philostrat. Imag.1, 27 ( Eudokia 23) beschreibt: Die beidenweifsen Eosse in wilder Flucht, Amphiaraos
scheint {Preller, Ber. d.sächs. Ges. 1852 S. 167).Aus diesem Heiligtum erteilte Amphiaraos auch den Epigonen den Orakel spruch (ein spä-teres versificiertes Machwerk besafs das oro-pische Paus. 1, 34, 3) Find. Pyth. 8, 55—78.Dissen ad Find. p. 288 gegen Böckh, adnot.p. 313—315. Welcher, ep. Oykl. 381, 1. Auchbei Plutarch Arist. 19 u. de def. orac. 5 istwohl an dieses Heiligtum zu denken. Dasselbe
auf dem Wagen statt des Helmes die Infula io war vermutlich zwischen Potniai und Theben
auf dem Haupt, mit den verklärten Zügen desSehers, der gähnende Schlund mit dem Tlioreder Träume sichtbar, Oropos als Jüngling dar-gestellt. Der Wagenlenker wird nicht erwähnt,vgl. Eur. Phoen. 172. [Erhaltene bildliche Dar-stellungen sind selten. Ein Sarkophagreliefder Villa Panfili ( Matz- r. Duhn, Antike Bild-werke in Rom No. 3339. Overb. S. 148. Taf.6, 9) zeigt Amphiaraos in voller Rüstung mit
in der Nähe des Ortes gelegen, wo Amphia-raos nach thebanischer Sage von der Erde ver-schlungen worden war. Noch Paus. 9, 8, 2fand jenen Platz umfriedigt und mit Säulengeziert vor, vgl. Schol. Tricl. Soph. Elect.v. 838; Welcker, gr. Götti. 3, 296.
Ob das Heiligtum des Amphiaraos zu Kno-pia, von dessen Verlegung nach Oropos Strab.9 c. 404 berichtet, mit dem genannten iden-
Helin vornübergebeugt auf einem Zweigespann 20 tisch ist (so Preller, Ber. S. 167. Müller, Or-fahrend; unter den Rossen eine weibliche Ge- chom. p. 475), bleibt zweifelhaft, vgl. Unger,stalt mit blofser Brust aus einer Felsspalte Farad. Theb. 162—170. 408—416. Welcher, a.hervorragend. Auf einer etruskischen Aschen- Denkm. S. 174. Bursian, Geogr. 1 , 200. Das
hochberiihmte oropische,schliefslich das einzige Ora-kel des Amphiaraos , standin dem Bezirke von Psophis(Straho 9, A. 612. Suid. s.v.), % Stunde vom Meereentfernt {Dionys, avayg.p. 142ed. Mein.), 1 % Stunde süd-östlich von Oropos (irrigeAngabe b. Pausan. 1, 34,1) an der Strafse von Oro-posüber Aphidnai nach Athen {Dikaiarch p. 142 ed. Fuhr),am linken Ufer eines was-serreichen Baches {Dir. 45,27), und war von bedeuten-dem Umfange. Der Philo-soph Menedemos weilte hierlängere Zeit ( Diogen. L. 2,142. Philol. 1854, 25). Lea-Amphiaraos’ Niederfahrt, von e. etrusk. Aschenkiste (vgl. Overbeck, Bildw. z. theb. Annahme JSf. Greece 2, 440,u. troj. lleidenkr. s. U8). dasselbe an die jetzt Motv-
goSyXieGt genannte Stelle zu
kiste zieht eine Furie das Viergespann mit setzen, ist durch die dort vorgenommenen Aus-
Amphiaraos und Baton in den Erdschlund grabungen bestätigt worden: Preller, Ber. 1852
{Overb. S. 148. Taf. 6, 8). Andere Darstellungen S. 140 ff. mit Berichtigungen von Bursian, Ber.
(das herrliche Relief von Oropos Overb. Taf. 50 1859 S. 110; vgl. Geogr. 1, 220. Der aus
6, 6 und. das sog. Monochrom aus Herculaneum weifsem Marmor erbaute Tempel {Paus. 1, 34,
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ebend. Taf. 6, 7)__ sind jetzt richtiger als aufdie agonistische Übung des Apobaten bezüg-lich gedeutet. Vgl. Koerte, Antike Sculpturenaus Boiotien {Mitth. d. deutsch , arch. Inst, inAthen Bd. II) S. 413 No. 193. Schreiber.]
Die älteste Verehrung des Amphiaraosist in der Gegend von Theben zu suchen.Hier besafs er ein Traumorakel (.Aficpiotgctsiov ,
2) lag am linken Bachufer oberhalb des Ab-hanges (Reste einer antiken Terrassenmauererkennbar), das Stadion auf dem Abhangeselbst hart am Bache (die Seite gegen den-selben durch eine Mauer gestützt), das Te-menos erstreckte sich auch auf das rechteUfer. Nach der Tradition der Oropier ver-ehrte man ihn hier zuerst als Gott, als sol-
AytpuxQsiov), das noch zur Zeit des Mardonios 60 eher wird er auch Zsvs ’A. genannt: Dikaiarch
in hohem Ansehen stand {Ilerod. 8, 134), späteraber durch das oropische in Vergessenheit ge-riet. Den Thebanem selbst war die Befragungdesselben untersagt. Herod. a. a. 0. Die reichenGaben des Kroisos, der es ebenfalls befragthatte, sah Herodot 1 , 42 im Tempel des isme-nischen Apollo, mit dem ein unmittelbarerKultuszusammenhang stattgefunden zu haben
a. a. 0., Preller, Mythol. 2, 362, 1. Welcher,gr. Götterl. 3, 296. Im Innern des Tempelsstand ein Marmorbild des Gottes: Paus. a. a. 0.Sein Bild war dem des Asklepios ähnlich,vgl. den Kopf auf einer oropischen MünzeOverb. S. 151, Taf. 6, 10. Der Hauptaltar hatte5 Abteilungen, von denen die erste demZeus, Herakles und Apollo-Paion, die zweite