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einem kurzen Dolch in der Linken darstellt,mit Recht eine Diana δίλογχος oder Bendisgenannt, wodurch auch unsere Auffassung vonδίλογχος bei Hesychios bestätigt wird. End-lich hat J. Grimm eine Namens- und Wesens-verwandtschaft zwischen Bendis und einer Ge-stalt der deutschen Mythologie aufgedeckt„Über die Göttin Bendis “ Kleinere Schriften 5p. 430 ff. Ausgehend von der Verwandtschaftder thrakischen und germanischen Völker er-kennt er in der ersten Silbe des Wortes Ben-dis, welche die Griechen, in deren Mund Vin B überging, βεν sprachen, das altn. vaenn= glänzend, angelsächs. van = hell; in derSilbe dis alts. idis, ahd. itis, altn. dis = höhe-res, weibliches Wesen, Frau. Demnach hiefsBendis „schöne, leuchtende Frau“. Nun heifstFreya nordisch auch Vanadis bei Snorri, einemnordischen Schriftsteller des 13. Jahrh. Va-nadis aber ist nach Grimm dasselbe Wort wieBendis, und da auch Freya wie Bendis undArtemis eine mildleuchtende Mondgöttin ist,so herrscht zwischen Vanadis und Bendis mehr-fache Übereinstimmung. [Rapp.]
Beneficium erklärte Demokrit neben derPoena für die einzige Gottheit, Blin. n. h. 2,7, 14. [Steuding.]
Bentliesikyme (Βεν&εβικνμη voii βέν&ος u.κνμα), Tochter des Poseidon und der Amphi-trite, Gemahlin des Enalos (als) in Äthiopien ,Erzieherin des Eumolpos, Apollod. 3, 15, 4.
[Schultz.]
Berecyndai [Βερεκυνδαι oder 'Βερεκΰδαή,Gottheiten der Phryger, Hesych. Böttich. Arie.p. 33. S. Kybele . [Steuding.]
Berecyntes [Βερεκυντης), Heros eponymosder Landschaft Berecyntia , Steph. Byz. s. v.Βερέκνντος. [Steuding.]
Berecyntia, Beiname der Kybele, Ovid . F.
4, 355. Verg. Aen. 6, 784. 9, 82. Amol·. 5,10. Augustin de civ. Bei 2, 5, 7, 25 ff. Mythogr.1, 230. 1, 3, 2. [Steuding.]
Berecyntius heros bei Ovid . Met. 11, 106= Midas . [Steuding.]
Berenike (Βερενίκη), 1) Tochter des Lagus,zuerst mit einem Macedonier Namens Philip-pus, dann mit Ptolemäus I. Soter verheiratet,genofs mit letzterem zusammen göttliche Ehren.Sie wurden θεοί , οωτηρες oder αδελφοί ge-nannt, Schot, z. Theokr. id. 17, 58 u. 61. Athen .
5, 202 d ff. Letzterer erwähnt auch einen Tem-pel derselben Βερενίκειον. — 2) Gemahlin desPtolemäus III. Euergetes. Ihr Haupthaar, wel-ches sie der Aphrodite für die glückliche Rück-kehr ihres Gatten aus Asien geweiht hatte,verschwand aus dem Tempel und wurde nachder Aussage des Mathematikers Konon in einSternbild (in der Nähe des Löwen) verwandelt,Hygin. Astr. 2, 24. Schol. Arat . 145. Erat.12. Nach Erat. 5 hiefs das Sternbild auchHaar der Ariadne. [Steuding.]
Beres [Βέρης), Sohn des Makedon, Eponymvon Beres, einer thrakischen Stadt, Steph.Byz. s. v. Βέρης. [Schultz.]
Bergimus, ein wohl celtischer Gott der Bergeauf Inschriften aus Brescia und Umgegend,C. I. L. 5, 4200: Bergim M. Nonius M. F.Fab. Senecianus v. s. 4201: L. Vibius. Visci.
Besas 784
L. Nymphodotus || Bergimo. votum ]] G. Asinio.Gallo. C. Marcio, censor || cos || L. Salvio Apro [G. Postumio. Costa | Π viris quinquennalibus,4202: [ Genio coi .] Brixi\ae et\ Berg[imo ]sacr[um\ Alpi[nus] .'. .; aus der Nähe vonArco und Riva 4981: Sex. Nigidius || Fab. Pri-mus I Aeäil. Brix. I)ecur. honore grat. ΏΏ || expostulation. pleb || aram Bergimo restituit; end-lich Orelli 2194 (nach Spon. Mise. p. 117 un-verdächtig) aus dem val Camonica: NoniaeMac || rinae sacerd || Bergimi || BM || Gamunii.Jedenfalls wird man auch den Namen desnahen Bergomum auf Bergimus zurückführendürfen. Nach Zeufs, gr. eelt. p. 770 ist Berg-imus zu teilen und also etwa durch Bergeroder Berggeist zu übersetzen. (Vergl. Ber-gyos u. Grimm, Ώ. Myth. p. 499). Celtischlautet das Wort sonst allerdings brig = altus[Zeufs a. a. O. p. 86 a. S. Brigantia, Brixan-tum, Brixia), doch dürfte die Stadt Bergidumim Gebiet der Astures ebenfalls auf erstereForm zurückzuführen sein. [Steuding.]
Bergyos (Βέργνος?), nach Bursian falscheLesart statt Dercynos b. Mela 2, 78. S. Der-kynos und Bergimus. [Roscher.]
Beroe ( Βερόη ), 1) Amme der Semele, in diesich Iuno verwandelt, um Semele zu der ver-hängnisvollen Bitte zu veranlassen, Hygin. f.167 u. 179. — 2) Eine Nereide, Hygin. Geneal.·,bei Verg. Georg. 4, 341 wird sie mit ihrerSchwester Clio als Oceanitis (Okeanide) be-zeichnet. — 3) Tochter des Adonis und derAphrodite, (auch Amymone genannt, Nom-ii v. 153), nach der die Stadt Beroe (Berytos)am Libanon genannt war. Um ihre Liebekämpften Dionysos und Poseidon ; letztererträgt den Sieg davon, Nonn. 41—48. Rigler,de Beroe Nonnica, Potsdam 1860. Darstellun-gen der von Poseidon ergriffenen Beroe: Over-beck, Kunstmythologie 3 p. 340. — 4) Gemah-lin des Doryklos, eines Begleiters des Äneas,deren Gestalt Iris annahm, um die Frauen zurVerbrennung der Schiffe zu bereden, Verg.Aen. 5, 618 sqq. [Schultz.]
Beroia [Βέροια), Tochter des Beres, nachder Beroia [Beroe, Steph. Byz. s. v. Μίεζα) inMakedonien benannt sein sollte. [Schultz.]
Berossus (Βηρωααός), Vater des Tanais undGatte der Amazone Lysippe, Pseudoplut. defluv. 14, lf. — 2) Vater der Σάββη [s. Σαμβή-δη), Gemahl der Erymanthe, Paus. 10, 12, 9.Iustin. Mart. coh. ad Gr. 30. Suid. s. v. Σί-βυλλα. [Steuding.]
Berutli [Βηρον&), eine phönikische Göttin,Mutter des Epigeios oder Autochthon, derspäter Uranos genannt wurde, von Eliun.Phil. Bybl. fr. 2, 12 bei Müller fr. h. gr. 3,567. Bei Steph. Byz. s. v. Βηρυτός wird βη-ρούτ für phönikisch — ίαχΰς erklärt, vergl.Eckhel, Η. N. 3 p. 358. Herzog, B.-E. ver-gleicht Baal Berith von oder syr. ΚζΡΠ?
= OTia , beides ziemlich unwahrscheinlich.
[Steuding.]
Besas (Βηαά s), der ägyptische Bes oderBessa, eine ursprünglich aus Arabien stam-mende, später aber in Ägypten ziemlich all-gemein verehrte Gottheit. Der Name gehtwohl auf das semitische “03 Sieger, Unter-
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