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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Boreas (als Person)

Boreas (als Person)

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Φοίβον παλαιόν κήπον , indem (άνα)πτνχαίgleichbedeutend mit ( ίπτά)μνχος sein dürfte(vgl. die Ausführungen Diltheys, Arch. Zty. 31S. 94), und dieέαχατ a χ&ονός dem γης κλεΐ-&qov des Plinius entsprechen. Es ist derOrt im äufsersten Nordosten, wo die Sonnesich verbirgt und wieder hervorkommt, woTag und Nacht sich scheiden. Deshalb sindauch Boreas , Zephyros und Notos bei HesiodTheog. 378 (vgl. auch 869) die Söhne der Eos,welche diese dem Astraios, dem gestirntenHimmel, geboren hat, weil die Winde sichmit Sonnenaufgang und infolge dessen erheben,Theophr. de vent. 15. Arist. Met. 2, 5; vgl.die Beobachtung von Hofs, Inselreisen 1 , 20:als der Boreas, wie gewöhnlich nach Son-nenaufgang, seine Kraft wieder erneute. Da-

er in Dunkel gehüllt, mit fulvis alis , undwährend er über die Berggipfel schwebt,schleift er seinen langen Mantel am Bodennach, dafs der Staub auffliegt; ein grofsar-tiges Naturbild, dessen sämtliche Züge aufdie Wolken deuten, mit welchen er imSturm einherfährt, besonders auch der Man-tel, s. Roscher, Hermes S. 113. Einen sol-chen bis auf die Püfse reichenden Mantel hatio er auf dem Vasenbild bei Gerhard, A. V.152, 3, während ihm sonst der für seinerasche Bewegung geeignetere kurze Chitoneigen ist. Nach einer Nachricht bei LukianTimon 54 stellte Zeuxis den Boreas bärtig,

her schreibt sich end-lich auch die Bezie-hung des Boreas zuApollon , dessen Prie-sterschaft seine Söhnebei den Hyperboreernund seine Töchter aufDelos verwalten (sieheoben S. 803).

Erleichtert wurde diePersonifikation durchdie Neigung, sich dieschnelle Bewegungdurch die Luft als einFliegen zu denken,weshalb sämtlicheWindgötter z. B. amTurm der Winde (Mil-lin G. M. Taf. 75

77), darunter auch Bo-reas , mit Flügeln ver-sehen wurden. DafsHomer noch keine be-flügelten W inde kennt,bemerkt Vofs, myth. BrBeflügelung des Boreas wären wir erst auf diespäten Zeugnisse des Ovid Met. 6, 703. Trist.3, 10, 45 u. Val. Flacc. Arg. 1 , 578 angewie-sen, wenn nicht die attischen Vasenbilder derbesten Zeit eintreten würden, auf welchenBoreas stets beflügelt erscheint, nicht blofsan den Schultern, sondern meist auch an denFüfsen wie Hermes, s. Welcher, Annali delVInst. 29 p. 207. Stark, Annali 32 p. 340.

mit struppigem Haarund hinaufgezogenenAugenbrauen dar, dazutitaväSsg ßhimov. Da-mit stimmen die Va-senbilder vollkommenüberein: fast immer,nur mit einer Ausnah-me, erscheint er bärtig,mit reichem, oft strup-pigem Haarwuchs, vgl.Welcher u. Stark a. a.O.; selbst der unterden hochaufgezogenenAugenbrauen hervor-dringende wilde Blickist b. Gerhard, Etrw. w.Gampan. Vasenbild. 2629 zu erkennen; s. d.Abbildung dieser Berl.Vase n. 1.602; ob. S.806u. vgl. Welcher, ABU,^73. Es ist der Ausdruckseines wilden, heftigen1, 67, und für die so und zornigen Sinnes, Ovid Met . 6, 685ff. Aeschyl

Boreas hält Oreithyia umfafst {Vasenbild nach MonumentsGrecs I, 1874. Taf. 2).

frgm. 275. Denn auch geistig bleibt er trotz derPersonifikation ganz die Elementargewalt, dieer darstellt, und erhebt sich nicht zum ethi-schen Charakter, sondern nur zum Temperament.Auch die Doppelnatur des Boreas, vermöge derener bald finstere Wolken herbeiführt, bald siewieder verjagt und schönes Wetter bringt, istnach der Ansicht Starhs auf einem merkwürdigenVasenbild Ann. delT Inst. 32 tav. LM. p. 332if.

So wird er auch in der Plastik mit grofsen 60 (s. d. Abbildung S. 809 f.) zur Darstellung

Schulterflügeln gebildet, wie auf der Akrote-riengruppe von Delos , Furtwängler, Arch. Ztg.40, 339 (s. u. S. 811). Seinem gewaltigen Flü-gelschlag schreiben Ovid und Valerius Flaceusa. a. O. die heftige Bewegung der Luft und desMeeres zu; nach Onomahritos bei Paus. 1 , 22, 7verlieh Boreas sogar dem Musaios die Gabedes Fliegens. Bei Ovid Met. 6, 705 erscheint

bracht. Boreas ist hier mit doppeltem Ange-sicht, das eine vorwärts, das andere rückwärtsgewendet, dargestellt, beidemal bärtig, jedochist Bart und Haar auf dem einen Angesichtdunkler, auf dem andern heller. Stephani a. a. 0.S. 12 An in. 1 bestreitet, dafs das Doppelgesichtdiese Bedeutung haben könne, und sucht esaus der Nachricht Theophrasts de vent. 28 von