Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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Catius

Centimanus

bald einen Sohn des argivischen ProphetenAmphiaraos nenne. Doch hat Preller mit Rechtbemerkt, dafs durch die Verbindung mitEuander und Amphiaraos Catillus als ein demFaunus nahe verwandter Prophet charakteri-siert werde, Catillus = catus (vgl. den römischenIndiges Catius pater, ' qui catos id est acutosfaceret Augustin, c. d. 4, 21), und dafs erspeziell als Gründer der Burg von Tibur ver-ehrt worden zu sein scheine. [R. Peter.]

Catius s. Indigitamenta.

Caturix, igis, ein gallischer Gott des Krie-ges, nach Fick, griech. Personn. 73 von catu(kymr. arm. cad, kad, irisch cath) Schlachtund rix König abzuleiten und mit germ.liadu-rich zu vergleichen; ebenso ist der Volks-name Caturiges gebildet. Inschriften bei Orelli1980: I. 0. M. et Marti Caturigi. genio lociete. und Mommsen, inscr. Helv. 70: Marti Ca-tur. saer. [Steuding.]

Caudellenses, celtische Gottheiten (matro-nae?) auf einer Inschrift aus Cadenet, depart.Vaucluse , Orelli 1988: Dexsivae et Caudellen-sibus C. Helvius Primus sedilia v. s. I. m.Vielleicht ist der Name von einer Ortschaft(vgl. das nahe Cabellio) abgeleitet. [Steuding.]

Canlex (? Dat.-eci), celtische Gottheit aufeiner Inschrift aus Castro Sancti Christophoriin Gallaecia, C. I. L. 2, 2551: T>. D. Cauleci.sac etc. [Steuding.]

Caute(s) oder Caut(us), Dat. Caute, o oder i,oft mit dem Zusatz von Pati, ist nach Labus,Ann. d. Inst. arch. 1846 p. 268 ff. u. Marm.Bresc. p. 48 ein Beiname des Mithras . Der-selbe stützt sich dabei besonders auf eine inHessen gefundene Inschrift, Or.-Henzen 5853:I). I. M (= Deo invicto Mithrae) || Cauto Pati,über welcher ein Jüngling mit phrygischemHute und umgekehrter Fackel dargestellt ist.Diese Figur ist durchaus dieselbe, welche sonstals Begleiter resp. Wiederholung des Mithras ,einer zweiten gleichen mit erhobener Fackelentsprechend, erscheint. Ferner findet sichder Titel pater (patrum), der im Mithraskultals Bezeichnung für denjenigen gebraucht wird,der die höchsten Weihen erhalten hat, auchauf Inschriften des Cautes, C. I. L. 5 , 765.6, 86 und 2, 464 , wo das P am Ende sicherso zu lesen ist. Demnach wird man berech-tigt sein die Inschriften: Deo M \ G. P. S. I.(7, 650 u. 1344i) mit Hübner Deo MithraeCauto Pati Soli Invicto und 2, 1025: M. C.{Pi) etc. Mithrae Caute (Pati?) zu lesen. Alleinfindet sich der Name Caute (Dativ.) 2, 464.6, 86 ; 7, 748. Cauti 3, 994, 4736. Cauto 5,763 (i?); dagegen Cauto Pati (Cautopati?) 5,1809, 4935, 5465. Kauto Pati 8, 2228. CautoPati Aug. 5, 765. Pati ist also nur eine nähereBezeichnung, die auch wegfallen kann; da derMithraskult aber persischen Ursprungs ist, <dürfte sie dem paiti des Zend = Herr, dessenursprüngliche Form pati das Sanskrit erhaltenhat, identisch sein. Für die Zusammenstel-lung von Cautes mit dem lat. cautes = Spitz-säule spricht, wie De-Vit, On. s. v. mit Rechthervorhebt, einerseits der Umstand, dafs über-haupt die Tthga im Mithraskult von Bedeu-tung ist, andererseits der Fund in der Mithras-

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höhle unter der Basilica S. Clemente in Rom .Man entdeckte dort einen Altar mit der In-schrift Caute sacrum ( C. I. L. 6, 748) und da-neben eine Marmorspitzsäule, aus welcher eineFlamme (d. Symbol des M.) hervorbricht. Da-zu kommt, dafs sich die Inschrift 5, 4935 ausdem val Camonica auf einem cippus aus schwar -zem Marmor befindet. Wenn nun ein anderermit dem Mithraskult zusammenhängender (s.i Elagabalus) Name des Sonnengottes, Ammu-dates (s. d.), geradezukegelförmige Säulebedeutet, so dürfte dies auch für Cautes sehrwahrscheinlich sein. Es ist aber, wie schondie dreifache Form auf e, i, o vermuten läfst,wohl nicht an das lateinische Wort cautes,sondern an dessen (freilich nicht nachweis-bare, s. Fick, vergl. W. 1, 236) persische Pa-rallele zu denken. Die Verbreitung des Kul-tus wird durch die erwähnten Inschriften fürIiisp. Baetica, Lusitania, Dacia, Britannia,Numidia, Rom, Oberitalien und Deutschland (Hessen ) erwiesen. [Steuding.]

Ceaiius oder Ceaigusdeus, ein celtischer Gottauf einer Inschrift aus Wardal in Cumberland,Orelli 1981: Deo || Ceaiio Aur. (Aug?) || M(a,)rtiet MS || etc.; Baxter, Gloss. Brit. p. 85 bietetdagegen Deo Ceango. Vergleichen wir diedii Ceceaigi (s. d.), so dürfte etwa Ceaigo zulesen sein. [Steuding.]

Ceceaigi dii, celtische Götter auf einer In-schrift aus Gallaecia, C. I. L . 2, 2597: DüsCec || eaigis || Iriba || Marcu || s A(e)turi. Diezweite Hälfte des Wortes ist wahrscheinlichmit dem in Aegiamunniaegus (s. d.) und denübrigen dort angeführten Beispielen enthalte-nen Stamm identisch (vgl. auch Ceaiius undBcantunaecus). Es dürfte dabei vielleicht anyag (vergl. ayog) einen Gott verehren zu den-ken sein, da auch das ähnlich lautende yagaEis altirisch als aig erscheint, Fick, vergl. W.1, 729 f. [Steuding.]

Celeia, die Stadtgottheit von Celeia in Nori-cum (Cilli) auf daselbst gefundenen Inschrif-ten aus dem Anfang des 3. Jahrh. nach Chr.(213 u. 215 n. Chr.). Celeia Aug. wird sieC. I. L. 3, 5154 genannt, Celeia neben I. O.M. u. Noreia sancta 5188, Celeia sancta nebenersterem 5187 , neben Arubianus 5185, nebenEpona 5192. [Steuding.]

Celeritas, die Tochter der Sonne (Mart.Cap. 1, 50. Mythogr. Vat. 3, 8, 17), einewahrscheinlich erst in später Zeit gebildeteAbstraktion. Sie wird bei Mart. Gap. in diesechste Region des Himmels und zwar nachDeecke, etruskische Forschungen 4, das Tem-plum von Piacenza p. 20 genau in den Ost-punkt versetzt. Derselbe (p. 47) nimmt an,dafs sie der catha(nia?) auf der Bronze vonPiacenza gleich sei, welche er wieder mitKd&ritog, catus, citus zusammenstellt. Auchvermutet er ihre Identität mit Salia, derTochter des etruskischen Königs Annius-lanus(p. 76)?? [Steuding.]

Cemenelus, Beiname des Mars zu Cemene-lum (Cimella bei Nizza ) auf daselbst gefunde-nen Inschriften, C. I. L . 5, 7871; 7970(?)

[Steuding.]

Centimanus s. Aigaion u. Hekatoncheiren.