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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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945-946
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945 Damithales

Dea bezeichnet, steht, läfst sich nicht er-mitteln.

Eine genügende Erklärung des NamensΛαμία , Damia ist noch nicht gefunden (z. B.Λαμία = 'Bändigerin der Stiere, Einspannerinder δαμάλάι, Pflügerin, wie ' Ιπποδαμία , Aao-δαμία, nach Wdaher, Gr. Götterl. a. a. 0. S. 131;Λαμία von δήμος, dieses von γή, γή = δα,Λημήτηρ = Τη μήτηρ nach Preller, Gr. Myth.I 3 S. 618 Anm. 2, ähnlich Huschke, Beiträgea. a. 0., vgl. aber Gurtius, EtymI S. 492; auchWeise, D. griech. Lehnwörter im Latein, Leip-zig 1882 S. 316 setzt damium = δάμιον =δήμιον; ganz unrichtige Erklärungen der röm.Damia von Hartung, Mel. d. Rom, 2 S. 197und Guidobaldi a. a. 0., sowie von Guno, Vor-geschichte Moms 1 Leipzig 1878 S. 186, derDamia etc. vom keltischen Stamme dag = bo-nus ableitet); die Gleichstellung des Paulusδαμία = daf. ιοβία publica scheint von denRömern in Rücksicht darauf, dafs das Opferpro populo Romano stattfand, vorgenommenworden zu sein. Ganz verschieden von dengewöhnlichen Erklärungen ist die AuffassungBergks ( Zwei Zauberformeln bei Cato, im Phi-lol. 21, 1864 S. 596 f. = Kl. philöl. Schrift. 1S. 567 f.); nach ihm hat die Bona Dea auchihre Nachtseite; als unholde, Schaden und Ver-derben bringende Göttin führt sie den NamenDamia; es ist dieselbe Göttin, die in Aigina unter doppelter Gestalt, obwohl sie nur einewar, als Ανζψϊία und Λαμία verehrt wurde,wovon Ανξηαί a die Leben erzeugende underhaltende Göttin, Λαμία die Verderben brin-gende Todesgöttin bezeichnet: Λαμία = ζαμία== ζημία; doch haben die altitalischen Stämmediesen Kultus und den Namen Damia nichtvon den Griechen entlehnt, sondern dieserGottesdienst ist beiden Nationen seit altersgemeinsam; daher heifst das der Göttin dar-gebrachte Sühnopfer damium, die Priesterindamiatrix, von damiare 'durch Opfer versöh-nen, urspr. 'binden, fesseln (davon auch dam-num = ζημία). Ferner nimmt Bergk an (das.Anm. 22 und Oe Paelignorum sermone, ind.schol. aest. Halens. 1864 S. VII = Kl. philol.Sehr. 1 S. 527), dafs die Damia-Bona Dea vonder Laverna eigentlich nicht verschieden ge-wesen sei, und stützt diese Annahme auf dieInschrift G. I. L. 1 n. 1279, wo magistri La-*verneis der Bona Dea pagi decreto einen Tem-pel errichten, und vermutet aufserdem ( ZweiZauberf. S. 598 f. = Kl. Sehr. 1 S. 569 f.), dafsvon den bei Cato de agric. 160 überliefertenZaubersprüchen der zweite, ursprünglich eineBeschwörung des Hagels, einst in einer Be-ziehung zu Bona Dea oder Damia, der Be-schützerin des Landmanns, gestanden habenkönnte. Doch entbehren diese AnnahmenBergks .der sicheren Grundlage. [R. Peter.]Damithales (ziKfw9'«lr;s),einHeros des Acker-baus zu Pheneos, der in Gemeinschaft mitTrisaules die nach Pheneos kommende Deme-ter gastlich aufnahm und ihr unter dem Bei-namen Thesmia am Fufse der Kyllene, 15 Sta-dien von der Stadt, einen Tempel baute.Auch stifteten sie der Göttin einen Geheim-dienst, der noch zur Zeit des Pausanias be-

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stand, Paus. 8, 15, 4. Preller, Griech. Myth .1,618,2. [Stoll.j

Damnameneus ( Λαμναμενενς = Hammernach Welcher, Götterl. 3, 177), einer der idäi-schen Daktylen (s. d.) in der Phoronis, Schol.Ap. Ehod. 1, 1129. Strabo 10 p. 473. Scamobei Clemens Alex. 1, 74 p. 362 (P) = Müller,F. H. G. 4 p. 490. Vgl. Fröhncr, Philol. 22,544, der den Namen in späten Zauberformeln) (vergl. Hesych. s. v. Έφέαια γράμματα ) nach-weist, auch in der Nebenform Λαμνανοϊος aufeiner Silberplatte im Musee Nap. 3 επ'ι τονμεγάλου και άγιον ονόματος τον ζώντος κύ-ριον Οο ον Λαμνανανοίον καιΑδωναίον κτλ.[Vgl. auch G. I. Gr. 2374, 22 R.] [Crusius.]Damneus ( Λαμνενς , Bändiger), ein Kory-bant ( Nonn. Dion. 13, 144), welcher auf demZuge des Balcchos mit den übrigen Koryban-ten zusammen gegen die Inder kämpft (eben-da 28, 271). [Steuding.]

Damno ( Λαμνώ ), eine Tochter des Belos, Ge-mahlin des Agenor, dem sie Phoinix, Isaia(Gemahlin des Aigyptos) und Melia (Gemahlindes Danaos) gebar. Pherekydes bei Schol. Ap.Rh. 3, 1186. [Stoll.]

Damokrateia ( Λαμοκράτεια ), Tochter desZeus und der Aigina , Schwester des Aiakos(s. d.), Gemahlin des Aktor, Mutter des Menoi-tios: Pythainetos b. Schol. Pind. Ol. 9, 107.

- [Roscher.]

Damokrates ( Λαμοκράτης Plut. , Λημοκρά-της Giern. Al.), ein Stammheros von Plataiai,welchem vor der bekannten Schlacht daselbstseitens der Griechen ein Opfer gebracht wurde,Plut. Arist. 11 p. 325. Giern. Alex. adm. adgentes p. 26 Sylb. [Steuding.]

Dainona, eine celtische Göttin auf Inschrif-ten aus Bourbon-Lancy , Orelli 1974, wo abernach der Revue Arch. 1880, 80 Bormoni etDamonae zu korrigieren ist, und aus Bour-bonne-les-Bains, Hensen 5880 (s. Borvo); vgl.Revue Arch. a. a. 0. 74 und die Inschr. imBull. d. Inst. Arch. 1875 p. 21, 23, 66, 76f.,81, 133 und p. 26: Damonae Aug. ClaudiaMossia ... v. s. I. m. (nach De-Vit, onom.s. v.). Mehrfach steht also Dainona, die beiOrelli 1974b Tomona genannt wird, nebenBorvo oder Bormo. [Steuding.]

Damone heifst bei Hygin. f. 170 eine Toch-ter des Danaos, die mit Amyntor vermählt ward.Vielleicht ist Damno zu schreiben. [Stoll.]Damophon ( Λαμοφών ), Sohn des Thoas, En-kel des Ornytion, Urenkel des Sisyphos, Königin Korinth , Paus. 2, 4, 3. [Stoll.]

Damysos (Λάμναος?), der schnellste allerGiganten, welcher in Pallene begraben war.Cheiron grub seinen Knöchel aus und setzteihn dem Achilleus (s. d. oben S. 24) statt d.eevon seiner Mutter im Feuer verbrannten ein.Als dieser vom Apollon verfolgt wurde, ver-lor er jenen Knöchel und wurde so zum Fal-len gebracht und getötet. So lautet der offen-bar erst spät erfundene und schlecht beglaubigteMythus bei Ftol. Heph. p. 195 Western. Wahr-scheinlich erfand man ihn, um die Schnell-füfsigkeit des Achilleus zu motivieren. Vergl.Damasen. [Roscher.]

Danae {Λανάη), 1) die schöne Tochter des