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Diosphos
Disciplina
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pl. 6, 204 = monn. gr. p. 425, einer von vorn;Sparta iE; Thasos J3; dann in Unteritalien,vor allem die AI der Brettier aus dem3. Jahrh., s. Abbildung nach einem Berl. Ori-ginal; sehr ähnlich in Rhegion iE, Locri undPaestum; in Rom Denare dergens Cordia. Einen merkwür-digen Typus aus Mantineia s. b. Imhoof-Blumer , monn. gr.p. 199, n. 238: die Dioskuren-büsten über einer Art vonbreitem Alter oder τράπεζα.— Ein Dioskur allein kommtauch vor, z. B. in Suessa, Al,Reiter mit zwei Rossen, Pi-los , Palmzweig; einzelnerDioskurenkopf zwischen zwei Sternen: Imhoof-Blumer , monn. gr. p. 466, 38, wahrscheinlicheiner aiolischen Stadt gehörig. — Von Votiv-reliefs der späteren Zeit sind die in Sparta die wichtigsten, die schon oben genannt wur-den: Oressel-Milchhöf er Nr. 201. 202.203; An-nali de I. 1861, D, 1. 2 Helena als steife Kult-figur zwischen den zwei stehenden Diosku-ren; Oressel-Milchh. Nr. 204. 209. 210 die Dios-kuren allein; ein Dioskur allein ib. Nr. 218.Helena zwischen den Dioskuren erscheintauch auf Erzmünzen römischer Zeit in Ter-messos Akalissos (Lyc.) und Kodrula (Pisid.),über Helena ein Halbmond, Sterne über denDioskuren, Imhoof-Blumer, choix pl. 5, 172;monn. gr. p. 345). Eine ruhige Frau, wohlHelena , zwischen den galoppierenden Dios-kuren auf einem Relief wohl später Zeitaus Stobi in Macedonien (Heuzey, Maced.p. 337. Rer. arch. 1873, 2 p. 40; vergl. Heu-zey a. a. O. p. 420). — Auf den etruski-schen Spiegelzeichnnngen des drittenund zweiten Jahrhunderts sind die Dioskuren ■;häufig (sie heifsen meist Castur und Pul-tue), oft in uns bis jetzt unverständlicher ,Weise vielleicht mit kabirischen Gott-heitenvermengt; sehr häufig sind dreiJünglinge mit Piloi und eine Frau,
Gerhard, etrush. Spiegel 264. 275ff.),wobei man sich an die Statuen beiBrasiai (oben S. 1163) erinnert. DieDioskuren halten den befreiten Pro-metheus Gert. 138; sie sind mit Me-leager vereint Gerhard 355; Kampfmit Amykos Gerhard 58. 56(?). EinDioskur allein mit Rofs Gerhard 254. — Aufrömischen Monumenten erscheinen dieDioskuren zuweilen in der Unterwelt; so aufeiner Lampe (Venedig , pal. Giustiniani deijesc.) zu den Seiten des Pluton mit demSerberos; auf einer Gemme ( Cades 27, 13,227) zu de n Seiten der Hekate. — Häufigsmd sie auf den römischen Sarkophagen.— Sarkophag römischer Zeit aus Kephissia mitD- und Helena s. Arch. Zeitg. 1868, 38.
[A. Furtwängler.]
hiosplios (Aiog φως) = Dionysos , C. I. Gr.* P· XVIII. [Roscher.]üiovis s. luppiter.
ßioxippe (Αζωξίππη), 1) Tochter des Heliosund der Klymene, oder der Merope und desymenos, eines Sohns des Helios, eine der
Schwestern des Phaethon(s. d.), Hygin. Praef.f. 164 ( Hesiod fr. 104 Lehrs). — 2) Danaide,mit dem Aigyptiden Aigyptos vermählt, Apol-lod. 2, 1, 5. — 8) Eine Amazone, Hygin. f.163. — 4) Gemahlin des Agenor, Mutter desSipylos, Flut, de fluv. 9, 4. — 5) Ein Hunddes Aktaion, Hygin. f. 181. [Stoll.]Dioxippos (DwB|i®3roff), Gefährte des Aneas ,von Turnus getötet, Verg. Aen. 9, 574. [Stoll.]io Dipsakos (Ai'tpanog), Sohn des Flusses Phyl-lis in Bithynien und einer Nymphe, der mitseiner Mutter friedlich an den Wassern seinesVaters wohnte und seine Herden weidete.Er nahm den Phrixos gastlich auf, als er aufseinem Widder nach Kolchis floh, Ap. Rhod.2, 652 ff. mit Schol. Gerhard, Griech. Myth.2.-§ 688,1. [Stoll.]
Dirae = Erinyes und Furiae (s. d.).
Arrr- i -ν’ .
30
J:
§
Dirkes Bestrafung (Gruppe d. ‘Toro Farnese’; vgl.oben Art. Amphion. S. 309).
Dirke (z/ipzi?), die böse Gemahlin des Ly-kos, Königs in Theben. Ihre Geschichte sieheunter Amphion. Zu Theben scheint man auchein Grab von ihr gezeigt und an demselbensühnende Totenopfer und andere abergläu-60 bische Gebräuche begangen zu haben, Flut,de gen. Socr. 6. Preller, Griech. Mythol. 2, 33.Betr. d. Bildwerke s. Amphion u. Antiope.
Dis s. Dis Pater. [Stoll.]
Disciplina, die Personifikation der Manns-zucht auf Inschriften aus Altava in Mauret.Caes. (Hadjar er-Rum), C. I. L. 8, 9832: Bis. (ci. pli. | nae. ] nti. li. | ta. ri. und aus Bir umm-Ali bei Theveste 8, 10657: Disciplinae | mili-.