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Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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1189-1190
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1189 Dithyrambos

ßoe verhält wie triumphus zu &Qiagßos. Wel-cher, a. Denkm. 3, 132f. 0. Jahn, VasenbilderS. 21. G. 1. Gr. n. 7464. [Stoll.]Dithyramplios = Dithyrambos (s. d.).

Ditis s. Dis Pater.

Dius Fidius. Unter der unbeschränktenZahl von Genii, welche nach italischer Reli-gionsvorstellung als die Vermittler zwischenGöttern und Menschen thätig sind, ist der her-vorragendste der Genius louis oder auch Ge-nius schlechtweg genannt. Wie nun Iuppiterselbst als Himmelsgott in hervorragendem Mafseauch ein Gott des Rechtes und der Treue ist,so ist es auch sein Genius und dieser führtdaher in Rom den Namen Dius Fidius , vonden Griechen ungenau, aber doch in richtigerErkenntnis seines Gesamtcharakters, als ZsvsIh'eriog übersetzt. Dieser Dius Fidius ent-sprach nach den übereinstimmenden Aussagender alten Grammatiker (Fest. p. 238. Ovid .fast. 6, 213 ff. Cato bei Dion. Hai. 2, 49. 4, 58)dem sabinischen Gotte oder vielmehr Heros(Dion. 2, 49; vgl. Sil. Ital . 8, 421 ff. Aug c.D. 18, 19. Lact. inst. div. 1, 15, 8) Semo San-cus, mit dem er durch Verschmelzung derNamen als Semo Sancus Dius Fidius verbun-den und identificiert wurde. Dafs wir in DiusFidius wie in Semo Sancus den Genius Ioviszu erkennen haben, wird für den ersterendurch die falsche Etymologie des Aelius Stilo 'Diouis filius ’ (Varro de l. I. 5, 66. Paul.p. 147. Placid. p. 32, 10; vergi, auch Paul.p. 74 ' Dius heroum aliquis ab Ioue genus du-cens’), für Semo Sancus durch seinen Namen,der ebenso mit serere zusammenhängt, wieGenius mit gignere, für beide durch ihre Iden-tifikation mit Hercules (Varro l. I. 5, 60. Fest.p. 229. Paul. p. 147. Prop. 5, 9, 71ff. Per-tuli. idol. 20; vgl. Schwegler, Rom . Gesch. 1,364 ff.) bewiesen, da der italische Hercules mit! dem Genius identisch ist, wie dies als siehe-' res Resultat der Untersuchungen Reifferscheids, feststeht, dem auch die Erkenntnis der Iden-tität von Dius Fidius und Semo Sancus mit■ dem Genius louis verdankt wird; vgl. Hercu-les. Nach der übereinstimmenden Traditiondes Altertums wurde der Kult des Semo San-cus von dem- sabinischen Teile der Bevölke-rung in Rom eingeführt (vgl. Ambrosch, Stu-dien und Andeutungen S. 170f.), und TitusTatius galt als der Stifter des auf dem Quiri-nal gelegnen Hauptheiligtums des Semo San-cus Dius Fidius (Tert. ad nat. 2, 9. Becher,Topogr. S. 575 ff), welches, wie dort gefundeneInschriften (C. I. L. 6, 568. Bullet, d. inst.1881, 38) beweisen, noch in der Kaiserzeit be-stand. Der Festtag des Gottes war der 5. Juni(Ovid fast. 6, 213ff. Fast. Venus.), nämlich derTag, an welchem das quirinalische Heiligtumdurch Sp. Postumius im Jahre 288 u. c. ein-geweiht worden war (Dion. 9, 60; vgl. Merkel,Prolegg. p. CXXXVI). Ein zweites Heiligtumdes Gottes befand sich auf der Tiberinsel (Iu-stin. Mart, apol, 1, 26 und bei Euseb. hist,eccl. 2, 13; vgl. Becker, Topogr. S. 652. C. I.-k. 6, 567), und eine dort befindliche Weihin-schrift gab den christlichen Apologeten grofsesÄrgernis, da sie dieselbe mifsverständlieh

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an Simon Magus gerichtet glaubten ( lustin.

a. aa. 00. Tertull. apol. 13; Zweifel daran beiDe Rossi, Bull. delT Inst. 1881, 65). Jedochwar der Kult des Gottes keineswegs auf Rom beschränkt: auf den iguvinischen Tafeln findetsich ein Fise Sansie = Fidius Sancus (Aufrecht-Kirchhoff, Urnbr. Sprachdenkm. 2, 186ff), einTempel des Sancus ist uns für Velitrae (Lin.32, 1), ein sacellum für die Gegend von Marino( Orelli-Henzen 6999) bezeugt. — Das Wesen desDius Fidins als eines Recht und Treue schützen-den Gottes tritt sowohl in der Sehwurformelme Dius Fidius (vgl. Paul. p. 147) als in derThatsache hervor, dafs man Staats-Verträgein seinem Heiligtume aufbewahrte, wie z. B.den Vertrag des Tarquinius Superbus mitGabii (Dion. 4, 58). Eine Erinnerung an seinnahes Verhältnis zum Himmelsgotte hat sichnoch in dem Brauche erhalten, bei ihm nurunter freiem Himmel zu schwören, weshalb,wer dies zu Hause thun wollte, in das Com-pluvium trat (Varro l. I. 5, 66 und bei Noniusp. 494); ebendahin weisen wohl auch die kreis-runden Scheiben von Erz, welche aus demkonfiszierten Vermögen des Vitrubius 329n. Chr. im Heiligtume des Sancus auf demQuirinal gestiftet wurden (Liv. 8, 20, 8; vgl.Preller, röm. Myth. s 2, 273, 3). Wenn in dem-selben Tempel sich auch eine eherne Statueder Gaia Caecilia oder Tanaquil, sowie ihreSpindel und ihre Sandalen befanden (Varro

b. Plin. n. h. 8, 194. Fest. p. 238. Flut. Q. R.30), so liegt der Zusammenhang nach Reiffer-scheid darin, dafs Gaia Caecilia , die römischematerfamilias im vorbildlichen Sinne, nebenDius Fidius tritt, wie Iuno neben Genius undHercules. Vergl. Hercules. Schliefslich mufsnoch der vor kurzem (angeblich) auf dem Qui-rinal gefundenen, durch die Inschrift 'SemoniSanco sancto Deo Fidio ’ u. s. w. beglaubig-ten Statue des Gottes gedacht werden, derenHieherbeziehung aber dadurch in Frage ge-stellt ist, dafs man die Zugehörigkeit derInschriftbasis zur Statue, wie es scheint, mitGrund in Zweifel gezogen hat (Abbildung beiC. L. Visconti in den Studj e Documenti diStoria e Diritto 2, 105 ff.). Gehörte sie zu,so hätten wir einen neuen Beweis für die Artund Weise, wie die Römer griechische Göt-tertypen auf die Gestalten ihres Kultus über-trugen: die dargestellte Gottheit ist nämlichohne Frage ein archaischer griechischer Apollo-typus : es konnte das Bewufstsein, dafs auchDius Fidius in nahem Verhältnis zum Licht-gotte stand, Einflufs darauf haben, dafs mangerade ein Bild des Apollo für seine Darstel-lung wählte. [Wissowa.]

Diuvis s. Iuppiter.

Diva s. Angerona .

i Divöna, keltischer Name einer Quelle beiBurdigala, welche wohl göttliche Ehren ge-nofs, Auson. clar. urb. 14, 32. Derselben Gott-heit verdankt jedenfalls die nahe gelegene StadtDibona (oder Divona) Cadurcorum (Tab. Peu-ting.) ihren Namen. Zur Bildung des Wortesvgl. Dirona, Epona n. Dervonnae, sowie Zeufs,gr. C. S. 20. [Steuding.]

Dmasagoras (Agaaayogas), Vater des Homer,38*