Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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1215-1216
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Eclitur

(mnaile), noch ungedeutet; doch s. Elchsntre;s. schon Dempster, Etr. Reg. tav. XXXVIII.J.anzi Saggio 2, 233 = 185; tav. XII, no. 5.Gerhard, Etrusk . Spiegel 3, 197 tav. CCVII, 2.Gonestabile Insc. etr. 192 tav. LVIII, 204. Fahr.C. I. I. 110, und sonst. [Deecke.]

Eclitur s. Ectur.

Ectur (ectur), etruskische Form des Na-mens Hektor ("Εκτωρ , s. d.), neben seinemGegner Aivas (aivas) d. i. Ai'fag, Aiax, aufeinem Spiegel von Vulci im Brittischen Mu-seum, s. Bullet. 1847, 139. Gerhard, Etrusk .Spiegel 4, 40; tav. CCCXCII. Fahr. C. I. I.2148 bis. Die aspirierte Form Echtur (ejftur)zeigt ein Spiegel von Bolsena , gleichfalls imBrittischen Museum, wo er dem Zweikampfezwischen Aehle (a%le) d. i. Achilles , Άχιλ-Χενς , und Evas (evas) d. i. Memnon, als Sohnder Eos, zuschant. Hinter ihm steht die Todes-göttin Vanth (vanV) und über dem im Hin-tergründe befindlichen Skäischen Thore Truial(truial) d. i. Troia, Τροία , s. Gorssen, Spr. d.Etr. 1, 1007. Fahr. Tzo. Suppl. 315. Bezzen-berger, Beitr. 2, 166, nr. 45. [Deecke.]Eddanos (Έδδανός), Heros eponymos derphönicisehen Stadt Έδδανα am Euphrat , Steph.Byz. s. v. Έδδανα. [Steuding.]

Edonis (Ήδωνίς), eine Edonierin (von demtlirakischen Volke der Edonen), überhaupt eineThrakerin und insbesondere eine thrakischeMainade, Propert. 1, 3, 5. Ου. Met. 11, 69.Sil. 4, 775. Lucan. 1, 675. Die Thraker undbesonders die Edonen galten als enthusiastischeBakchosverehrer, Blut. Alex. 2. Horat. Carm.2, 7, 26. Ov. Trist. 4, 1, 42. Lobeck, Agl. 1p. 289 f. Bakchos selbst heilst Edonus, Ov.Remed. 593. Ygl. Dionysos . [StolL]

Edonos (Ηδωνός), Sohn des Ares, Bruderdes Mydon, Stammvater der Edoner in Thra-kien , die besonders den Dionysoskult pflegten,Steph. Byz. s. v. Ήδωνοίη. Βιοτονία. [Schultz.]Edovius, ein celtischer Gott auf einer In-schrift aus Caldas de Reyes (in der Gegendvon Iria Flavia), G. I. L. 2, 2543: EdovioAdalus Cloutai v. s. I. m. Vgl, Endovellicus.

[Steuding.]

Edusa s. Indigitamenta.

Eeriboia (Ήιρίβοια), 1) Gemahlin des Alo-eus, Stiefmutter der Aloaden, welche, als diese jden Ares gefesselt hatten, dessen Aufenthaltdem Hermes verriet, Hom. II. 5, 385ff.; s. Alo-aden. 2) = Periboia (s. d.) Schol. II. 16,14. [Schultz.]

Eerie (Ήερίη), Tochter des Tektaphos, desFeldherrn des indischen Stammes der Bolin-gen, Nonn. Dion. 30, 163. 184. Während ihrVater von Deriades gefangen gehalten wurde,nährte sie ihn mit der Milch ihrer Brust. Eben-da 26, 104, 135ff. 2) Mutter des Aigyptos iund alter Name des Landes Ägypten selbst,Etym. M. 421, 14. Schol. Apoll. Rhod. 1,580; vgl. Aeria. [Steuding. J

Eetion ( Ήετίων ), 1) König der Kilikier inThebe am Plakos, Vater der Andromache ,Apoll. 3, 12, 6; mit sieben Söhnen wird ervon Achill getötet, als dieser Thebe eroberte.Doch achtete ihn Achill so hoch, dafs er ihn

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nicht der Waffen beraubte, sondern mit die-sen verbrannte, und ihm ein Denkmal errich-tete, auf das Bergnymphen Ulmen pflanzten.Seine Gemahlin wird gegen Lösegeld freige-geben, aber von den Pfeilen der Artemis ge-tötet, II. 6, 415 ff. Unter der in Theben ge-machten Beute wird besonders hervorgehobeneine grofse eiserne Wurfscheibe, die Achill 1später bei den Leichenspielen des Patroklosi aussetzt, II. 23, 826ff., ein Rofs Pedasos, II16, 153, und eine Phorminx mit silbernemStege, II. 9, 186ff.; vergl. Strabo 13, 58511.Quint. Smyrn. 1, 98 u. ö. Steph. Byz. s. γ,"Αδανα. 2) Sohn des leson, ein Gastfreunddes Priamossohnes Lykaon, den Achill gefan-gen und nach Lemnos verkauft hatte, von woihn Eetion loskaufte und nach Arisbe sandte,

Ji. 21, 40 ff. 3) Sohn der Elektra, Enkel desAtlas, auch lasion genannt, der vom Blitze er-schlagen wurde, weil er gegen eine Bildsäule derDemeter frevelte, Hellan.n. Idom. in Schol. ApollRh. 1, 916. 4) ein Trojaner, Vater des Podes,

II. 17, 575. 5) ein Grieche vor Troja , Quint.Smyrn. 6, 639. 6) Sohn des Briseus, Königsvon Pedasos und Lyrnessos, Mnas. in ScholII. 19, 291. 7) Sohn des Echekrates, Vaterdes Kypselos, Her. 1, 14. 5, 92. Paus. 2, 4, 4.Et. M. 8) ein athenischer Heros, nach wel-chem Eetioneia benannt sein sollte, Steph. Byz.s. v. Ήετιωνεια. Philoch, bei Harp. s. v.Ht-τιωνία. Suid. s. v. [Schultz,]

Eetione ( Ήετιώνη ), Tochter des Eetion, d. i.Andromache, Quint. Smyrn. 1, 115. 13, 268. I

[Schultz.] I

Egeria. Unter den in Italien verehrtenGottheiten von Quellen und Flüssen nimmteine hervorragende Stellung Egeria ein, derenKult uns für zwei verschiedene Örtlichkeitenbezeugt ist. Einmal nämlich galt sie für dieNymphe des den Hain der Diana Nemorensiszu Aricia durchfliefsenden Bächleins (Ov. fast.

3, 273ff. Strabo 5, 3, 12. Verg. Aen. 7, 763f.774f. u. a.); sodann aber hatte sie in der un-mittelbaren Nähe von Rom eine berühmteStätte der Verehrung. Ihre Hauptbedeutungerhielt die Göttin durch ihre enge Verbindungmit dem Priesterkönig Numa, von der die Sagezu erzählen wufste: sie galt als seine Geliebteoder Gattin, vor allem aber als seine steteBeraterin bei den Neugründungen und Ver-änderungen, die er auf dem Gebiete des Sa-kralwesens vornahm (Ovid . fast. 3, 273fF. Pint.Num. 4. 8. 13. 15. Dion. Hol. 2, 60. 61), eineSage, welche die späteren Historiker auf ver-schiedene Weise natürlich zu erklären such-ten. Varro bei August, c. D. 7, 35 fand inihr Hinweisung auf Hydromantie, welche Numagetrieben hätte; überwiegend aber war dieDeutung, Numa selbst habe die Gerüchte überseinen Verkehr mit der Göttin ausgesprengt,um seinen Neuerungen leichteren Eingang zuverschaffen, Liv. 1, 19, 5. Val. Max. 1, 2, fDion. 2, 61. Diese Sagen vom Verkehr mitNuma knüpfen sowohl an die Göttin vonAricia , als an die römische an: die nächtli-chen Zusammenkünfte des Königs mit seinerBeraterin werden bald in den Wald von Ari-cia verlegt (Lact. 1, 22, 1. Serv. Aen. 8, 763. j