1281 Ephesos
Durand, jetzt in der Pariser Nationalbiblio-thek, dem thronenden Tinia, d. i. Iuppiter,hinh'ält, während an den Seiten Turan, d. i.Venus, und Thalna (Haina ), sitzen; s. überdie übrige Darstellung d. Art. Elchsntre. DeWitte, Catal. Durand n. 1972, p. 420ff.; id.,(Moli u. Gavedoni, Arm. 1834, 183ff.; 1840,
■ 268 ff. Monum. vol. II, tav. VI. Gerhard, Etr.
Spiegel 3, 174ff., tav. CLXXXI. Fahr. Gl. It.eol. 379 ff. C. I. I. 2500. Unter der VarianteEpiur (epiur) erscheint derselbe Knabe mitHerde allein auf einem voleentischen Spiegeldes Berliner Museums; s. Brunn, Bullet. 1862,110. Gerhard, Etr. Sp. 4, 79, tav. CCCXXXV,nr. 2. Fahr. C. I. I. 2146 1)is . Der Knabeist wohl sicher als Sohn des Herakles und derHebe zu denken, und der etruskisierte Nameder letzteren steckt wohl im Anfang seinesNamens. Schwerlich ist mit Gavedoni a. a. O.xmAGerhard an sniovgog zu denken, s. Schwench,Bhein. Mus. N. F. 3, 138. [Deecke.]
Ephesos (’Ecpsaog), die Eponyme der Stadtwird Amazone und Priesterin der Artemis ge-nannt, Heracl . Pont. fr. 34. Steph. Bys. undEtym. M. s. v. "Etpsoog. Nach anderen wardie Priesterin Ephesos Mutter der ’A/ia^d, vonwelcher die Amazonen abstammen sollten, vgl.Steph. Bys. a. a. 0. Hesych. s. v. ’ApaSd.Gramer, Anecd. Oxon. 1 p. 80. Eustath. adDionys. Perieg. 828. Oder 6 "Eepseog hiefsSohn des Flusses Kaystros und Enkel derPen-thesileia. [Kliigmann.]
Ephialtes {’EcpidXtyg), 1) einer der Gigan-ten, dem im Kampfe mit den Göttern vonApollon das linke, von Herakles das rechteAuge ausgeschossen wurde, Apollod. 1, 6, 2.Gegner des Poseidon ist er auf einem Vasen-bilde, Overbeck, Griech. Kunstmyth. Bes. Teil,2. Bd. 2. T. 3. Buch p. 331. Atlas Taf. 13,nr. 1. — 2) einer der Aloaden (s. d.). — 3)ein Spukgeist nach Art des Incubus und derdeutschen Alpe; er wird als Dämon bezeichnetund mit Pan identificiert, Artem. 2, 34. 37.Er heilst auch ’EmdXrrjg, ’EmdXrjg, ’EqpsXrjg,EitcacpiXyg u. s. w. ; Titpvg, Evonav, Bccßowcti-y.agiog. Böckh, expl. Pind. p. -271. Strabo 1,19. Schol. Arist. Wesp. 1033. Pies. s. v. htice-Xyt, icpiaXog, coepsXrjg. Welcher, Götterlehre 3P- 214. Preller, Griech. Mytlx. I 3 p. 617 A. 4.Mannhardt , Antike Wald- und Feldkutte 2,132. 178. Wehrmann in Jahns Archiv 18 p. 26.A. 16._ [Schultz.]
Ephipnos (" Ecpntvog), Beiname des Zeus beiden Chiern, Hes. s. v. [Schultz.]
Epliippos ('Erpimtog), Sohn des Poimandros,Vater der Akestor aus Tanagra in Böotien,der für seinen Vater um die Hilfe des Achill,Tlepolemos und Peneleos im Kampf gegendie Achäer warb, Plut. Qu. Gr. 37. [Schultz.]Ephyre ( ’Ecpvgr] ), Tochter des Epimetheus,giebt der Stadt Ephyre, dem späteren Korinth ,den Namen, Schol. Apoll. JRhod. 4, 1212. Eust.Z q 2 > 5 ^· Eumelos {Paus. 2, 1, 1.Schol. a. a. 0., wo aber die pariser Handschr.BijimviSrig anstatt EvgrjXog hat; vgl. March-scheffel Hes. etc. fragm. 401) ist sie die Toch-ter von Okeanos und Tethys und Gattin desEpimetheus und bewohnt zuerst die Land-
Hoscher, Lexikon der gr. u. rum. Mytkol.
Epidotes 1282
Schaft Korinthia, Hygin. f. 276. DenselbenGemahl, aber Myrmex als Vater, nennt Steph.Bys. s. v. Kogw&og. Epimenides giebt ihrden Aietes zum Sohn, Schol. Apoll. Eh. 3, 242.Eudoc. 31, 7—9). Neben zwei Okeaniden kommtEphyre auch bei Verg. georg. 4, 343 als Ge-nossin der Flufsnymphe Cyrene vor, unter denNereiden bei Hygin in den Vorbemerkungen,Hygin 10, 20 {Schmidt). Sie fehlt im Verzeich-nis der Okeanostöehter hei Hesiod . Theog. 350.
[Wilisch.]
Epliyros (’Eqwgog) , Sohn des Ambrax, He-ros eponymos von Ephyra in Epirus , Steph.Bys. s. v. ’Ecpvga. [Steuding.] [altes.
Epiales und Epialtes {’EmdXrrjg), s. Ephi-
Epidamnios CEraSduviog) , Vater der He-lene , einer Dienerin der Aphrodite , die vonden Epidamniern verehrt wurde als eine Göt-tin, die den Hungrigen Güter verleihe, ver-dächtige Sage bei Ptol. Heph. 4; vergl. Phot.Bibi. 149, 17. [Schultz.]
Epidamnos {’EnCSapvog), König der Barba-ren in der Gegend der von ihm gegründetenStadt Epidamnos, Appian. bell. civ. 2, 39.Philo Bybl. bei Steph. Bys. s. v. Avggd%iov.
[Steuding.]
Epidauros {’EnCSavgog) , Sohn des Argosund der Euadne nach den grofsen Eoien undargivischer, des Pelops nach eleischer, desApollon nach epidaurischer Sage, Apollod. 2,1, 2. Paus. 2, 26, 3. [Schultz.]
Epidius. C. Epidius ans Nuceria soll nachder bei Sueton . de yramm. et rhet. 28 p. 124 Eff.erhaltenen Sage vor Zeiten in die Quelle desFlusses Sarnus gestürzt und wieder mit Stier-hörnern zum Vorschein gekommen sein, woraufer verschwand und als Gott angesehen wurde;von ihm leitete der Rhetor Epidius, der Leh-rer des Vergil, M. Antonius und Augustus seinGeschlecht ab: hic Epidius (d. i. der Rhetor)ortum se a C. Epidio Nucerino praedicabat,quem ferunt olim praecipitatum in fontem, flu-minis Sarni paulo post cum cornibus taureis(so 0 . Jahn ; wie sieh aus dem kritischen Appa-rat Eeifferscheids und dessen Quaestiones Sue-tonianae S. 417 ergiebt, ist aureis überlie-fert; in den Ausgaben vor Eeifferscheid fehltdas Epitheton) extitisse ac statim non compa-ruisse in numeroque deorum habitum.
[R. Peter.]
Epidotes {’Eiudc6rr]g, Dor. ’EruSdiTag, Plu-tarch. ’EmSörrjg, der Geber, der Verleiher), 1)Beiname des Zens in Lakedaimon , Hesych. s. v.’EniSdytag. Zu Mantinea hatte er unter die-sem Namen sein Heiligtum neben dem desZeus Soter , Paus. 8, 9, 1 {emöiSovca ydg Sridyu&d ccvtbv dv&gdnoig). Vergl. Plut. adv.Epicur. c. 22. In einer Inschrift von Termes-sos hat er den Beinamen Acorfjg, Ami. d. Inst,arch. 24, 177. Welcher, Gr. Götterl. 2, 183.Preller, Gr. Myth. 1, 121, 2. Gerhard, Griech.Mythol. 1 § 199, 11. — 2) Zu Sparta wurdeein Daimon Epidotes verehrt, welcher denZorn des Zeus Hikesios wegen einer blutigenSchuld des Pausanias abwendete, Paus. 3,17, 8. Welcher a. a. 0. — 3) Beiname desHypnos, dessen Statue, einen Löwen einschlä-fernd, neben der des Oneiros sich in dem liei-
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