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Epona Epona 1288
venal in verächtlicher Weise dem alten numa-nischen Gottesdienste entgegengesetzt wird(gänzlich verkennen dies Walz in Bonner Jahrb.a. a. 0. S. 132. Corssen a. a. 0. S. 131; rich-tig aufgefafst von Jordan in Annali a. a. 0.
S. 50), so ist an eine Indigitamenten-Gottheit,überhaupt .an eine altitalische Göttin nicht zudenken. Überdies ist die früheste Erwähnungder Epona eben die bei Invenal. Lersch ( Bon-ner Jahrb. 8 S. 136) verglich zuerst die cel- iotische Göttin Divona (bei Ausonius , ordo ur-biurn nobil. v. 160); Bietet (a. a. 0.) stellteeine Anzahl gallischer Namen, die ebenfalls vonepo gebildet sind, zusammen (vergl. Marucchia. a. 0. S. 241). Die meisten Inschriften undBilder der Epona sind in Gallien, Germanien und
S. 79 f. wurden die cel tisch -germanischen Ma-tres und Matronae als Vorsteherinnen der Flu-ren Campestres genannt; s. Campestres undMatronae), mit Genius Leucorum ( Henzen 5239.Bobert, Epigraphie gallo-romaine de la MoselleParis 1873 S. 15 ff. Taf. 1 Fig. 5. 6. 7). Vonrömischen Göttern werden neben ihr genannt:Iuppiter (0. I. L. 3, 5192), Hercules ( G. I. L.3, 4784; 6, 293, wo Jordan in Annali a. a. 0.S. 48 Anm. 2 ganz willkürlich Herculi Epo-nae S\ilvano ] etc. ergänzt; G. I. L. 7, UHd)und Mars, Minerva, Victoria (C. I. L. 7,1114d).Öfter erhält Epona den Beinamen Augusta(C. I. L. 3, 3420. 4776. 4784. 5312) und wirdfür das Wohl des Kaisers und des Kaiserhau-ses angerufen ( Brambach, G. I. Rhen. 864f.
Epona thronend u. Maulesel (Füllen?) fütternd (Wandgemälde aus eiiiein Circus nach ßianconi, ßencr. de/
Circhi tav. XVI; vgl. S. 1289, 3911).
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den Donauländern gefunden worden (Inschriften 50 G. I. L. 4777. 4784); einmal heifst sie Epona in Lothringen, den Rheinlanden, in der Schweiz , Regina Sancta ( Ephem. epigr. 2 nr. 394); unsi-
in Vorarlberg, Nassau, Württemberg, Krain , eher ist die Annahme einer Epona Mater auf
Kärnthen, Steiermark, Ungarn ; Brambach , G. der Inschrift Mommsen, Inscr. Helvet. nr. 219
I. Rhen. 683. 864. 865. G. 1. I.. 3, 788. 3420. 7 /eae Eponae ma . . . | Opilius etc. Gröfsten-
4776f. 4784. 5176. 5192. 5312. 5910. 6332a. teils gehen die Widmungen von römischen
Ephem. epigr. 2 n 394. Henzen 5239. Momm- Soldaten aus. In den Ställen brachte man an
een, Inscr. Helvet. 219; aus England sind 0. I. dem Hauptbalken, der die Decke trug, eine
L. 7, 747. 1114, aus Spanien ist Ephem. epigr. aedicula mit dem Bilde der Göttin an, das
4 nr. 26, aus Italien nur G. I. L. 6, 293; über bei festlichem Anlafs reichlich mit Blumen
die Bilder s. unten). Die Göttin erscheint in so bekränzt wurde, vgl. Apuleius Met. 3, 27 ( Epo-den Inschriften einigemal mit barbarischen nae deae simulacrum residens aediculae; auch
Gottheiten zusammen: mit Celeia Sancta (C. I. Minuc. Felix und Tertullian setzen solche Hei-
L. 3, 5192), mit Campestres (das. 5910, 7, 1114; ligtümer der Epona in den Ställen voraus;
Walz in Bonner Jahrb. 8 S. 133f. erklärt die auf gemalte Bilder deuten die Worte Iuvenals
Campestres falsch als identisch mit den bei iurat | solam Eponam et facies olida ad preu-
Serv. georg. 1, 21. August, c. D. 4, 8 u, a. sepia pictas). Das einzige durch Inschrift
erwähnten römischen Indigeten des Landbaues; gesicherte Bild der Epona zeigt der in den
nach J. Becker in Bonner Jahrb. 26, 1858 Ruinen von Nasium bei Toul gefundene, deae