Band 
Erster Band, erste Abteilung. Aba - Evan.
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1291-1292
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Epona

das den Kopf zu der Göttin zurückwendet, ge-stützten Rechten einen undeutlichen Gegen-stand haltend; Relief aus Heddernheim : An-nalen des Vereins f. nassauisehe Altertumskundetmd Geschichtsforschung 1, 1830 Taf. 4 nr. 6,danach Wagener, Handbuch der vorzüglichstenin Deutschland entdeckten Altertümer aus heid-nischer Zeit (Weimar 1842) Taf. 51 Fig. 526und Bergmann a. a. 0. Taf. 1 A (bessereZeichnung in Beckers Nachlaß); Arneth nr. 24. lJ. Becker, Die Heddenheimer Votivhand, Frank-furt a. M. 1861 S. 6, 21 f.; als Epona zuerstvon Bergmann S. 18 erklärt.

9) Epona , mit der emporgehobenen Linkendas den Hinterkopf verhüllende Gewand, inder gesenkten Rechten eine Schale (lHeyde-mann) oder ebenfalls das Gewand ( Dütschke )haltend, steht zwischen zwei hinter der Göt-tin hervorkommenden, nach aufsen schreiten-den Füllen, die ihre Köpfe zur Göttin um- und 2emporwenden; das Ganze in nischenartig ver-tieftem Felde; schlecht erhaltenes Relief imMuseo archeologico der Brera in Mailand :H. Heydemann, Mitteilungen aus den Antiken-sammlungen in Ober- und Mittel-Italien , drit-tes Hall, Winckelmannsprogr. 1879 S. 32 nr. 9.Dütschke, Ant. Bildwerke in Oberital. 5 nr. 1001;am oberen Rande Spuren einer Inschrift.

10) Epona unter einem Bogen (vielleichtAndeutung einer Nische) zwischen sieben s(rechts 3, links 4) Pferden, eine Kugel (? 'eineArt runden, flachen Schüsselchens, welches aufdem Stuttgarter Denkmal wie eine Kugel aus-sieht, J. Becker in Bonner Jdhrb. 26 S. 100)mit beiden Händen im Schofse haltend; aufdem unteren, von dem oberen getrennten Teiledes Bildes fährt auf einem vierräderigen (zwei-räderigen?), mit drei Pferden bespannten Wa-gen ein Mann, der einen unkenntlichen Ge-genstand in den Händen hält, nach rechts auf 4eine kleine Ara zu, an der ein Mann, den Kopfin kapuzenartiger Verhüllung, mit einer paterain der Rechten steht; ihm zur Seite führt einanderer Mann ein Schwein, das er mit derRechten an den Rückenborsten, mit der Lin-ken an einem Hinterbeine hält, herbei; zwi-schen beiden im Hintergründe auf einem tisch-artigen Gestell ein grofser, doppelhenkeliger

/ Krug. Relief aus Beijihingen, jetzt in Stutt-gart : Sattler, Allgemeine Geschichte Würtem- 5bergs 1 (1764) Taf. 23 nr. 1, S. 229 f. (schlechteZeichnung), danach Wagener, Handb. etc. Taf.14 nr. 131, S. 129 s. v. Binningen; Arnethnr. 19; vor Becker und Arneth als Wettrenn-Scene ( Sattler ; Stalin , Wirtemberg. Gesch. 1S. 43 nr. 122) oder Opfer an Ceres ( Sattler,Wagener ) gedeutet.

11) 'Epona sedente di fronte con in manouna verga o frusta(?): di qua e di sono figu-rati due eavalli; geschnittener Stein: 1{. Gar- srucci, Notizia di alcuni uggetti antichi di pri-vata collezione, im Bull. d. inst. 1866 S. 27.

12) Eine Epona wird man auch erkennenmüssen auf einem geschnittenen Steine desKgl. Museums zu Berlin : eine Frau mit ver-schleiertem Haupte, in der Rechten eine pa-tera, in der Linken eine aufgerichtete bren-nende Fackel haltend, sitzt nach links gewen-

Epona

det zwischen zwei jungen Pferden, oder, dadas Tier hinter der Göttin wahrscheinlicherein Maultier ist, zwischen einem Pferd undMaultier, von denen das Pferd aus einem vorder Göttin stehenden modius mit Ähren zufressen scheint; also Epona der Ceres ähnlichTölken, Erklär. Verz. der ant. Steine S. 114nr. 236; abgebildet bei Panofka, Über ver-legene Mythen, in Abh. d. Berlin . Akad. v. J.1839 phil.-histor. Abteil. Taf. 1 nr. 2, Wiese-ler, Denkm. d. alt. Kunst 2 3 Taf. 8 nr. 91 b undOverbeck, Gr. Kunstmythol. 3 Gemmentafel 4nr. 10; von Winckelmann ( Descript. d. pierr.grav. du Baron de Stosch CI. 2 n. 235), Töl-ken, Panofka a. a. 0. S. 22 ff. Jahn (DieCista mystica, im Hermes 3, 1869 S. 330 Anm.3), Wieseler (a. a. 0. Text S. 60) und Over-beck (a. a, 0. S. 508) als Ceres oder Demetererklärt.

Nach Kühnes Zeitschr. f. Münz-, Siegel- n.Wappenkunde 1, 1841 S. 316 giebt J. Lelewel ,Etudes numismatiques et archeologiques 1 vol.Type Gaulois ou Celtique, Bruxelles 1841 an,dafs Epona auf altgallischen Münzen sich dar-gestellt finde. Jedenfalls nicht hierher ge-hörig ist das Relief eines kleinen Terracotta-Altars im Museo Borbonico zu Neapel , welchesin Vorderansicht eine auf der Achse zweierRäder (als Andeutung des Wagens) zwischeneinem Viergespann, von denen die zwei inne-ren Pferde die Köpfe nach innen (der Figurzu?), die übrigen zwei nach aufsen wenden,stehende (die Pferde lenkende ?) Frau darstellt( Bullet. archeolog. Napolitano N. S. 2, 1854Taf. 2 nr. 3; Arneth nr. 26 ist geneigt, Epona zu erkennen; Minervini im BuJl.Nap. a. a. 0.iS. 105 nennt die Figur Pallas). Fälschlich Lhat man Bilder reitender Frauen auf Denkmä-lern gallischen und germanischen Fundortsauf Epona bezogen (so z. B. Chassot von Flo-rencourt in Bonner Jahrb. 3 S. 50. Arnethnr. 15. 16. Bobert a. a. 0. S. 14); dieselbensind vielmehr wahrscheinlich Darstellungenceltisch-germaniseher Matronen, vgl. J. Beckerin Bonner Jahrbücher 26 S. 91 ff. 55/56 S. 203f.Hettner a. a. 0.; siehe Matronae. In den Kreissolcher Bilder gehört jedenfalls auch ein Bre-genzer Relief, das eine weibliche Figur nachFrauenart auf einem langsam schreitendenPferde sitzend, in jeder Hand eine Schale hal-tend und einem von vier (2 -f- 2 ) si e um "gebenden Pferden Nahrung reichend darstellt:Bergmann in Sitz.-Ber. der Wiener Acad. phil-hist. CI. 9, 1852 Taf. lB, S. 14ff.; als Eponaerklärt von Bergmann, J. Becker in Bonner Jahrb. 21, 1854 S. 182f. Arneth nr. 25; früherals Ehrguta, die mythische Retterin von Bre-genz , aufgefafst; vergl. über das Relief s. v.Matronae. Ebenso ist eine von Brizio (imGiorndle degli scavi N. S. 2, 1870 S. 99, vgl.dazu Corssen a. a. 0. S. 129), Jordan (in An-nali a. a. 0. S. 47 ff. und in Prellers B. M-a. a. 0.) und Marucchi (a. a. 0. S. 244) alsEpona kovqotqocpos aufgefafste, zwischen zweiLaren in einer Nische mit einem Kinde imArm auf einem Esel reitende Frau eines pom-pejanischen Gemäldes {Bull. d. inst. 1871 S. 180.Fiorelli, Scavi d. Pomp. S. 108 n. 40, Desci.