Erechtheus
Erechtheus
1298
1297
eingeführten Trennung der beiden Namen(schon Pindar und der Dichter der Danaisnannten den Erichthonios, ygl. Harpokrat. s. v.uvTOX&oveg; vor allen trennt sie Eurip. Ion267) wird Ereehtheus Sohn des Erichthoniosgenannt (Eurip. Ion 267 v. 1007), oder desPandion und der Zeuxippe; sein Bruder istButes, zugleich der Gatte seiner Tochter Chtho-nia, Apollod. 3, 14, 8. Hygin. f. 48. Schol.
■ Dmostli. 705, 19; nach andern ist Pandionsein Sohn und Nachfolger, Schol. Eurip. Phoen.854. Herakl. Pont, de reh. publ. 1, 1. Steph.Byz. s. v.; auch wird er Sohn der Nemesis ge-nannt bei Photius 482, 15. Um die verschie-denen Nachrichten unter einander in Einklangzu bringen, nehmen die Alten auch zwei Erech-theus an (Schol. Eurip. Phoen. 854. NonnosBionys. 13, 171)..^ Nach Diod . Sic. 1, 29, 1stammt er aus Ägypten ; gelegentlich einerHungersnot habe er Getreide nach Athen ge-bracht und sei dafür zum König ernannt wor-den; er habe die Mysterien in Eleusis einge-führt. Er errichtet seiner Mutter Nemesis einHeiligtum, Photius 482, 14. Nach Xenoph.
[ conv. 8, 40 nimmt er teil am Zuge des Dio-nysos gegen die Barbaren, vergl. Nonn. Dion.13, 171. Unter seiner Herrschaft erhalten dieAthener , früher Ks%Q07tiSaL genannt, zuerstden Namen ’A&rjvakoi, Herod. 8, 44. Er rich-tet die Panathenäen ein und fährt zuerst mititago'ßdrrjg oder aTtoßccTrjs, ja er wird über-haupt als der erste Wagenlenker, vermöge derGabe der Athena , bezeichnet, Eratosth. catast.13. Aristid. Panath. 107; vgl. Schol. ed. Dind.3, 62. Themist. orat. 27, 337 a. Seine Gattinheilst Praxithea, Tochter des Kephisos, Ly-eurg. c. Leocr. 98. Porphyr, de abstin. 2, 56.Stobaei flor. 39, 33. Plutarch. parall. 20, oderdes Phrasimos und der Diogeneia, Tochter desKephisos ( Apollod. 3, 15, 1); als Söhne gelten,abgesehen von Pandion es. o.) Kekrops der jün-gere , welcher nach Euboia übersiedelt unddem von Xuthos später die Herrschaft zuge-sprochen wird (Paus. 1 , 5, 3. 7, 1 , 2; vergl.dagegen Apollod. 3, 15, 5), Alkon (Schol. Apoll.Eh. Arg. 1, 97), ferner Orneus (Paus. 2, 25, 6.Plutarch . Thes. 32), Thespios (Paus. 9, 26, 6.Diod. Sic. 4, 29, 3), Eupalamos (Diod. Sic. 4,76, 1), Pandoros (Apollod. 3, 15, 1), Metion(Paus. 2, 6, 5. Schol. Soph. Oed. Col. 463),Sikyon (Paus. 2, 6, 5); seine Töchter sind Me-rope (Mutter des Daidalos) bei Plutarch . Thes.19, Kreusa (Eurip. Ion 10. 260. Paus. 1, 28, 4.Schol. Arist. nub. 1468), Oreithyia (Schol. Hom.I 533. Diod. Sic. 4, 43, 3. Schol. Apoll. Eh.Arg. 1, 211. Ovid. met. 6, 676), Prokris (Schol.Hom. X 320); nach Suidas s. v. n ccq&svoi,Photius 397, 7. Mich. Apost. 14, 7 hat er 6Töchter, Protogeneia, Pandora, Prokris, Kreusa,Oreithyia und Chthonia, nach Eurip. Erech-theus (Lycurg. c. Leocr. a. a. O.) nur drei, dasSfiyos TQinuQ&evov (Eurip. fr. 357), zu denennach Ion 280 noch Kgeoveu hinzukommt. SeinSohn Alkon flieht nach Schol. Apoll. Eh. Arg.h 97 mit seiner Tochter Chalkiope aus Attikanach Euboia, die Bewohner von Chalkis wei-gern sich ihn ausznliefern; wahrscheinlich in-folge hiervon kommt es zu dem von Eurip.
Ion 294 erwähnten, durch Hilfe des Xuthosentschiedenen Kriege; auch Kekrops soll nachEuboia ausgewandert sein (s. o). Unter desEreehtheus Regierung findet ein Nachspiel zudem Kampfe der Athena und des Poseidonum den Besitz des Landes statt; entweder umdie im Kampf mit Athen befindlichen Eleusi-nier zu unterstützen, oder um einfach denEreehtheus der Macht zu berauben, kam Eu-molpos, Sohn des Poseidon und der Chione(der Tochter des Boreas und der Oreithyia),König von Thrakien, mit Thrakern nach Athen ,unter dem Vorwände, dafs seinem Vater Posei-don die Herrschaft gebühre (Isolcr. Panath. 193ήμεριαβήτηβεν Έρεχ&εΐ τής πόλεοις, φάβκων Πο-οειδώ πρότερον’Α&ηνάς καταλαβει# αυτήν. Vgl.Schol. Eur. Phoen. 854). Ereehtheus wandte sichnach Delphi an Apollon, um zu erfahren, in wel-cherWeise er den Angriff der Feinde absehlagenkönnte; er erhält das Orakel, er werde siegen,wenn er vor dem Kampfe eine seiner Töchteropfere; nach Rücksprache mit der Praxitheathut er dies (und zwar opferte er nach Stob,flor. 39, 33 die älteste, nach andern die jüngste,Chthonia; nach Paradox, ed. Westerm. 219wird Prokris geopfert und Kreusa und Chtho-nia sind die sich selbst tötenden; nach Suidasu. Photius s. v. παρθένοι bieten sich Protoge-neia gnd Pandora selbst zum Ofer dar). Da-durch erlangt er zwar den Sieg, verliert aberauch die andern Töchter, da diese mit derGetöteten sich das gegenseitige Versprechengegeben hatten, dafs keine die andern über-leben sollte. Infolge davon heifst es später,Ereehtheus habe seine Töchter geopfert,oder, sie seien freiwillig für das Vaterland inden Tod gegangen. Sie werden verehrt alsχαρ&ένοι, ζενγος τριπάρ&ενον, 'Τάδε g (Harpo-crat. ed. Dind. 2, 441. Schol. Arat. 172) oder,nach dem Lokal, wo sie geopfert wurden, 'Ta-κιν&ίδες (Demosth. epitaph. 27. Diod. Sic. 17,15, 2. Suid. s. v. παρ&ένοι. Photius 397, 7.Aristid. Panath. 119). Nach Eurip. Phoen.851 erscheint Teiresias , nach Paus. 1 , 36, 4der dodonäische Seher Skiros, der nach Phot.385 aus Eleusis stammt, in Athen , um durchseinen Beistand den Athenern zum Sieg zu ver-helfen, vgl. Thuk. 2, 15. Eurip. Ion 277. Lye.c. Leocr. 98 (Eur. Ereehtheus). Plutarch. parall.
20. Porphyr, de abstin. 2, 56. Clem. Alex, pro-trept. 3, 12. Luc. Dem. enc. 46. Paus. 1 , 5, 2.38, 3. Isolcr. 33, 35. 177, 7. Aristid. Panath.119. Gic. pro Sest. 21, 48. de fin. 5, 22, 62.Tusc. 1 , 48, 116. Schol. Bob. in Cic. pro Sest.
21. Nach Schol. Dem. 438, 17 ist es eine derdrei Kekropiden, Agraulos, welche sich, um derStadt den Sieg zu verschaffen, von der Mauerstürzt: zum Dank dafür wurde ihr nach Be-endigung des Krieges neben den Propyläenein Heiligtum errichtet, in welchem die Jüng-linge beim Eintritt unter die Epheben ihrenEid ablegen mufsten. Ebenso bei Schol. Arist.Panath. 119, wo noch gesagt wird, dafs Herseund Pandrosos sich infolgedessen gleichfallsden Tod gaben. Hyperides läfst den Ereeh-theus nicht von Eumolpos, sondern von Phor-bas, dem Könige der Kureten, bekriegt wer-den, gleichfalls einem Sohne des Poseidon ;
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