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Iameuos
Ianthe
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metcr anfheitern, ausführlich besprochen wer-den, tritt Baubo (s. d.) an die Stelle der lambe.Die Sage verdankt wohl ihren Ursprung demBestreben, die Verbindung jener Ausgelassenheit, jenes Scherzens und Spottens, kurz dosίαμβίξειν mit den Demeterfesten zu erklären.’ιάμβη bedeutet eben nichts anderes als Spott.So sagt das Etymolog. M. s. v., das Wortίαμβίξειν komme her von Γον βάξειν η ώςβέλη βαλλειν τά λεγάμενα, was zwar dem Sinnenach richtig, aber etymologisch unmöglichist. Der Name wird vielmehr abzuleiten seinvon ιάπτω sende, schicke (besonders von Ge-schossen gebraucht). So hiefsen auch dieSpottverse der griechischen Lyriker lamben,weil sie gleichsam wie Geschosse auf dieGegner geschleudert wurden. Wurden aberdie Spöttereien (ίαμβεία) der Demeterfeste aufdie mythische Gestalt der lambe zurückge-führt, so lag es nahe, auch die Erfindung derlambendiohtung von lambe-Enipo herzuleiten;vgl. Sittl, Gesch. d. griech. Litt. 1 , 260 f. AndersEustath. ad Ilom. p. 1684. 48. 54. Jacobi,Mythol. Wörterbuch. — Als Eltern der I. erwähntdas Et. M. den Pan und die Echo (Thrakerini st I. nach Prolclos b. Westphal, Scr. Metr. 1 p. 242).Auch diese Genealogie scheint aus dem Namengeschöpft, der dort auch abgeleitet wird vonίαν βάξειν, ί'α nämlich sei die gemeine Stimme,das gewöhnliche Geschrei der Menschen. Dielärmende Freude bei ländlichen Festen konntewohl allerdings die Vorstellung wachrufen, dafsdas Tosen des Festlärms ein Kind des länd-lichen Gottes Pan und des Wiederhalls sei.Etymologisch ist diese Ableitung unmöglich.Vgl. auch Preller, Gr. Myth. I 3 , 648. Ludwich,Fleclceis. Jahrb. 1890 S. 51 ff. [Weizsäcker.]
Iamenos ( ’ίαμενός , auch Ιαμενός, Schot. II.12, 193. Et. M. s. v.), ein Troer, beim Sturmauf die Mauer des griechischen Lagers vonLeonteus getötet, 11. 12, 139. 193. [Stoll,]
Iamidai (Ίαμίδαή, Nachkommen des Iamos(s. d.). [Roscher.]
lamnos ("Ιαμνος), der Heros Eponymos desphönikischen Städtchens Iamnia, Steph. B. v.’ίαμνία. [Stoll.]
Iamos (’ίαμος), Sohn des Apollon und derEuadne, der Tochter des Poseidon und derPitana, der Stammvater der Iamiden, einerWeissagerfamilie, die in Olympia dem alter-tümlichen Orakel des Zeus Vorstand und dortihren Hauptsitz hatte. Paus. 6, 2, 3. Müller,Bor. 1 , 142. 253. Boeclch ad Find. Ol. 6. Expl.152 f. 660. Preller, Gr. Myth. 1 , 113 f. 2, 477.Curtius, Peloponn. 2, 110, 55. ·— Pitana, dieTochter des Eurotas (der Ort Pitana war eineKome von Sparta ), hatte ihre neugeboreneTochter Euadne, um sie zu verbergen, zu demArkader Aipytos nach Phaisana am Alpheios gesandt. Dort gebar die Jungfrau Euadne vonApollon im dunkeln Haine einen Knaben, den,als die Mutter ihn aus Scham verliefe, durchgöttliche Vorsorge zwei Schlangen mit Honignährten. Weil er zwischen blühenden Veilchenliegend gefunden wurde, nannte ihn die MutterIamos (Veilchenreich). Dem Aipytos, der wegendes Knaben den delphischen Gott gefragthatte, wurde verkündet, derselbe werde ein
herrlicher Seher und Stammvater eines langedauernden Sehergeschlechtes werden. AlsIamos zum Jüngling herangereift war, stieg erin der Nacht in die Flut des Alpheios hinabund rief seinen Ahnen Poseidon und den VaterApollon wegen seiner Bestimmung an. Apollon gebot ihm antwortend, seiner Stimme zu folgen,und führte ihn nach Olympia, wo er ihm ver-lieh, sowohl die Stimmen der Vögel zu ver-i stehen u. zu deuten, als auch aus den brennendenHäuten der Opfertiere auf dem Altare des Zeuszu weissagen, sobald Herakles die olympischenSpiele stifte. Seitdem bestand das berühmteSehergeschlecht. Find. Ol. 6, 28—70 (46—120)mit d. Schol., bes. z. v. 46 u. 111. [Vgl. Gaz. arch.1880 T. 34. Bev. d. rev. 6 p. 227. Dr.] [Stoll.]
Iana (= Diana?), zweifelhafter Name einerrömischen Göttin, welche entweder als Dianaoder Luna gedeutet, oder als feminine Par-i allele zu Ianus gefafst wird. Vgl. Varror. r. 1, 37, 3: nunquamne rure audisti octavolanam (codd. Lanam) et crescentem et contrasenescentem et quae crescente luna fieri oporteret[et] tamen quaedam melius fieri post octavolanam (codd. Lanam) quam ante?. Macrob.
1, 9, 8: pronuntiavit Nigidius Apollinem Janumesse Dianamque lanam apposita T) littera etc.Tertull. ad nat. 2, 15: et diva Arquis et Ijana(lana?) et montium Septimontium etc. Vgl. obenBd. l.Sp. 1003; unt. Sp. 48. Preller, B.M. 3 1,167.
2, 221. Buttmann, Mythol. 2, 72. [Roscher.]
Ianassa (’lävaaea), eine der Nereiden (s. d.);
II. 18, 47. Hygin. f. praef. p. 29 Bu. Vgl.Ianeira und Ianthe. [Roscher.]
Iandysos {Tdvdvaos), König der Skythenzur Zeit des ägyptischenKönigs Sesostris, Arrianin Phot. Bibi. cod. 58. [Stoll.]
Ianeira (’hxvsiQa), 1) Nereide, II. 18, 47.Ilygin. praef. p. 29 Bunte. Braun, Gr. Götterl,§ 99. — 2) Okeanide, lies. Th. 356. Ilom.Hymn. 5,421. Schömann, Opusc. Ac. 2,150 über-setzt Fovela. Hermann, Opusc. 6, 172. Lobeclc,Proleg. pathol. 263. Braun, Gr. Götterl. § 156(„die Männererfreuende, Männerbeglückende“).— 3) Tochter des Iphis, Gemahlin des Kapa-neus, gewöhnlich Euadne genannt, Schol. Find.Ol. 6, 46. [Stoll.]
Ianiskos (’lccviexos), 1) Sohn des Asklepios,Schol. Aristoph. Flut. 701. Gerhard, Myth. 1§ 510. S. unten Sp. 23 Anm. — 2) Nachkommedes Atheners Klytios, des Schwiegervaters dessikyonischen Königs Lamedon, welcher, ausAttika kommend, König in Sikyon wurde, alsAdrastos, (s. d.), seine Herrschaft in Sikyon aufgebend, nach Argos zurückgekehrt war.Nach seinem Tode ward der Heraklide Phai-stos in Sikyon König. Paus. 2, 6, 2. 3. Ger-hard, Myth. 2 p. 238 f. [Stoll.]
Ianna(”lawa), .. rivis Ss xyv'Elivriv. Hesych.
[Höfer.J
Ianthe {’lav&rfj, 1) Okeanide, Hes. Th. 349.Hom. Hymn. 5, 418. Paus. 4, 30, 3. Hygin.praef, p. 28 Bunte. Schömann, Opusc. Ac. 2,147 („Violiflora“). Braun, Gr. Götterl. § 147(die „Wärmeerquickte“). — 2) Eine kretischeJungfrau, Tochter des Telestes, vermählt mitder durch die Huld der Isis in einen Jüng-ling verwandelten Iphis, Ovid . Met. 9, 666ff.