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die mit der Vernichtung des Geliebten en-digten, entspricht die Erzählung (ib. 2,^13):επιλεγόμενη δε των στρατιωτών τους ευπρέ-πεια διαφέροντας τούτοις εμίαγετο και πάνταςτους αυτή πληβιάσαντας ηφάνιξεν. (Hierzuerzählt Georgius Syncellus , Chronographia abAdamo p. 64 nach dem Bericht des Ktesias ,Semiramis habe die berühmten Wälle nichtals Schutz gegen die Flut, sondern als Denk-mäler für ihre Geliebten gebaut.)
Was übrigens den Namen Semiramis an-langt, so stehen, abgesehen von der über-geistreichen Erklärung Bertins (das WortSumer vorwärts und rückwärts geschrieben,vgl. Journal of the Boyal - Asiatie - Society,Vol. XVIII, p. 434), zwei Erklärungen vonDelitzsch und Haupt einander gegenüber:Semiramis — suwimu ramat, „die Taubenliebende“ gemäfs Diodor 2, 4: όνομα &έμενονΣεμίραμιν οπερ εατί κατά την των Σνρωνδιάλεκτον παρωνομασμενον απδ των περιστε-ρών (so Haupt, Beitr. zur Assyr. I S. 164.323, dagegen Hommel, Geschichte Babyloniensund Assyriens S. 632, 1) und Semiramis ent-sprechend der oben citierteu Schreibung- Sammu ramat die „Liebhaberin von Wohl-gerficben“ (so Delitzsch bei Mürdter, Ge-schichte Babyloniens und Assyriens I S. 278).Wenn man Züge der Semiramis bei Istar vonErech sucht, so pafst zur letzteren Deutunggut Taf. VI, 13: „in unser Haus (sagt Istar zu Izdubar ) sollst du einziehen unter Wohl-gerüchen (samnuiti) von Cedernholz“.
IV. Izdubar und Herakles.*)
Vergleichende Untersuchungen über etwaigeZusammenhänge des Epos mit den Sagenanderer Völker anzustellen, fühlt sich derVerfasser nicht berufen. Doch kann ange-sichts der herrschenden Richtung in dermythologischen Forschung, nach welcher diealten Göttersagen der Griechen ohne orien-talische Beeinflussung sich ausgebildet haben,ein Hinweis auf die Berührungspunkte zwischenIfedwAarund Herakles nicht unterdrückt werden.*. Wilcmiowitz-Möllendorf hält es in seinembedeutenden Werke Euripides ’ Herakles für
*) An Simson. (,.die kleine Sonne“), den Helden derKichterzeit, der die Israeliten von der Zivingherrsckaftder Philister befreite, sei nur vorübergehend erinnert.Br verrichtet zwölf Thaten ( Roskoß, £>ie Simsomage 1860),die mit der Tötung eines Löwen beginnen. Steinthal,Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft 1862S. 129 — 178 begründete zuerst wissenschaftlich dieIdentifLcieruug der Sagen von Simson und Herakles (schonEusebios hat an die Ähnlichkeit erinnert und Herakles für eine ,.heidnische Nachahmung“ des Simson gehalten).Seiner Ausführung stimmten zu Goldziher, Der Mythus bei den Hebräern und Braun , Naturgeschichte der Sage,während Wellhausen scharf widersprach. Der Versuchvon Emil Wietzke , Der biblische Simson der ägyptische Horus-Ea, die Geschichte von Simson (vgl. Rankes besonnenesUrteil, Weltgesch. I S. 49ff.) in einen aus Ägypten stam-menden Naturrnytiiijs aufzulösen, dürfte ivie SteinthaUArbeit dem Urteile Wellhauzem verfallen, ,,dafs zu vielan einen Nagel gehängt ist“. — Die vorstehenden Aus-führungen vom nrsemitisehen Sonnenheros Izdubar sindvielleicht geeignet, der Lösung des Problems neuen Stoffzu liefern.
„bodenlos“, den griechischen Herakles in alt-babylonischen Sagen zu suchen. Seine An-nahme, dafs Herakles ursprünglich nur Dorier,Ideal des dorischen Mannes (&εΐος avrjgbez. άνηρϋ-εός) sei, (vgl. jedoch auch Tümpel, PhilologusN. F. 4 S. 608 ff.) schliefst angesichts der altenvon Doriern und Semiten gemeinsam bewohntenKolonieen die semitische Beeinflussung desHerakles -Mythus nicht aus. Und wenn sichauch nicht leugnen läfst, dafs die tj'pischenMy-then von Istar-Astarte-Aphrodite und Izdubar-Simson-Herakles bei den verschiedenen Völ-kern unabhängig aus nationalen Sagengestaltenentstanden sind, so ist eine Beeinflussungihrer Entwickelung aus den Anschauungs-weisen der orientalischen Wunderländer durchorientalische Kunst und Dichtung mehr alswahrscheinlich Jedenfalls sollen im folgendendie Parallelen zwischen Izdubar und Heraklesmit allem Vorbehalt angedeutet sein. Vorallem ist es auffällig, dafs gerade die Be-standteile der Herakles- Sage, die WilamowitzS. 290ff. für den Urbestand erwiesen hat,dem babylonischen Izdubar eigen sind: 1)die Zugehörigkeit zu διογενεΐς , den adligenmit den Göttern direkt in Verbindung stehen-den Geschlechtern; 2) der Löwenkampf; 3) derKampf mit einem Riesen; 4) der Abstieg zurHölle und die Überwindung des Todes; 6) dieFahrt zum Göttergarten und die Erwerbungder Unsterblichkeit. Gerade diese Stückebilden den Gang der Ereignisse im Izdubar -Epos, sogar der Reihe nach, wenn man dasGespräch mit dem zur Hölle gefahrenen undvon Izdubar erlösten Eabani in die mittlerenTafeln (VIII. Tafel?) einfügen darf.
Ebenso zeigt die spätere Entwickelung dergriechischen Sage auffällig verwandte Züge.Hier wie dort schwankt man zwischen demHeros und dem Gott. Die einen opfern ihmώς ά&ανάτω, die anderen erweisen ihm Ehrewie einem Heros (vgl. Herodot 2, 44). Hierwie dort vollbringt der Held seine Thatenaus eigener Kraft, und dennoch sind seineAngelegenheiten zugleich Angelegenheiten derGötter. Wenn die jonischen Orte den Heraklesgöttlich verehrten, wenn die Athener ihnαλεξίκακος nannten und auf ihre Schwellenschrieben: ο τον Αιός παΐς καλλίνικος Ηρακλήςέν&άδε κατοικεί ' μηδέν εΐσίτω κακόν — soentspricht das genau dem Wesen des GottesIzdubar , der in dem oben Sp. 775 mitgeteiltenschematisch eingerichteten Hymnus zur Ab-wehr des Übels aufgefordert wird.
Wie steht es aber mit dem argivischenHerakles, dem die spätere Sagenbildung zwölfό#1οι zugezählt hat? Wie im Izdubar- Epos,so liegt auch hier der Charakter des sieg-reichen und triumphierenden Helden zu Grunde,dessen Mühe und Arbeit schliefslich verdientenLohn findet. Izdubar und Herakles, beideerscheinen als die berühmten Jäger, „die eswohl selbst mit den Unsterblicben aufnehmen“ivgl. Odyss. 8, 225); bei beiden wechseltKampf und Streit mit Freudenfesten im Kreiseder Helden. Die „Arbeiten“ der Helden mit-einander zu vergleichen, wage ich nicht.Eabani und Cheiron, der Löwe des Thespios
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