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Kaineus
lehren, auf irrtümlicher Erklärung; vgl. Treuim Jahrb. d. arch. Inst. 3, 182 f.). Die Ge-schichte yon der Entrückung des Kaineus wirdwiederholt von Apoll. Bh. 1, 59 ff. (nach ihm
Orph. 171ff. und Schol. II. 1, 264 = Eust . zuHom. A 264 p. 101. Hyg. f. 14 p. 45, 3 Sch.).Agatharchid. de mar. r. p. 114, 39—43.j Ov.
Met. 12, 454 ff. (dem Dichter eigentümlich istdie Verwandlung in einen gelben Vogel, wohlden Goldregenpfeifer*); vgl. darüber Boscher,Gott . gel. Am. 1884 S. 155 f.). Serv. Verg.
A. 6, 448. Jüngeren Ursprungs mag dieSage sein, dafs Kaineus, ursprünglich eineJungfrau, Kainis geheifsen, von Poseidon alsGeschenk ihrer Willfährigkeit die Erfüllungihres Wunsches, ein Mannund unverwundbar zu wer-den, erhalten habe. So er-zählen Nilcandros bei Anton.Lib. 17, Schol. Ap. Bh. 1, 57(ebenso Schol. II. 1, 264 =Eustath. Hom. A 264 p. 101,Hyg. f. 14 p. 45, 5 SA),Verg. Aen. 6,448 f. und 5«.z. d. St. (wo-nach er in derUnterwelt wie-der zu einemWeibe wurde)und Ov. Met. 12,489 ff.; mehr b.
B. Wagner,Epit. Vatie. exApollod. hibl.p. 151. Sprichwörtlich wurde Άτρωτος ως iKcuvsv e Apost. 4, 19. Man erzählte auch vonihm, dafs er mit Apollon zu wetteifern wagteund seine Lanze“anzubeten befahl ■(sprichwörtlich τοKa ινέως δόρν),Schol. Ap. Bh. 1, 57(Schol. II. 1, 264 =Eust . zu ders. St.).Nach Hyg. 242p. 135, 4 (Über-lieferung unsicher)würde er sich seihstgetötet haben. —Mit seinem Namenwird eine Komödiedes Antiphanes beiAthen . 10 p. 433 ccitiert; vgl. Meinekt1, 325. 3, 58.
Als Sohn desElatos bezeichnetihn Schol. II. 1, 264und Hyg. f. 14p. 45, 3 (gleicheQuelle), f. 273 p. 28,19. f. 242 p. 135, 4,auch Ov. Met. 12,189 (Elateiaproles).492 (Elateius). Dafs Gyrton in Thessalien seineHeimat gewesen, bezeugen Hom. B 746. Ap. Bh1, 57 ff. (Hyg. f. 14 p. 45, 2 ergänzt, vgl. p. 18
Anblick die Gelbsucht (1'yrsQo;) heile; daher er auch*) [Roscher a. a. 0. ,,Wenn nach Ob. Met. 524ff. K. in Yy.reQOS genannt wurde: Plin. n. h. 30, 11, 28 (94). IVas
einen Vogel mit gelbem Gefieder, von lauter Stimme war natürlicher als einen Vogel, der in den
(clangor ingens) und sehr scheuem Wesen (daher ihn lebt und durch sein Geschrei deren Füllung durch Regen-
Nestor nur einmal erblickt zu haben behauptet) verwan- güsse anzeigt, für den im Kampfe mit den thessal.
Die Kaineusgruppe der FranQoisvase (nach den Wiener Vorlegeblättern 1888. Taf, III).
Die Kaineusgruppe vom wostl. Friese des Theseion (nach Baumeister, Denkm. d. kl. AU.S. 1782 Fig. 1868 = Stuart-Revett , Antiq. of Athens 1 II Taf, 21ff.).
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delt wird, so pafst dies trefflich auf den von seinemAufenthalte in den xctQadQcu [s. Kentauren] benanntenXaqaöqioi, einen gelben Vogel mit unangenehmer lau-ter Stimme und von sehr scheuem Wesen, den man beiTage fast nie zu sehen bekommt (vgl. Aristot. an. hist.9, 9, 11). Gemeint ist der goldgelbe Goldregenpfeifer(charadrius pluvialis). Man glaubte von ihm, dafs sein
fiaQQot (s. Kentauren) verwandelten LapithenfürstenKaineus zu halten? Übrigens ist der Goldregenpfeif erder seinen Namen von der Ankündigung grofser Kege n 'güsse erhalten hat (vgl. Nephele die Regenwolke al 8Mutter und Beschützerin der Kentauren) noch immerhäufig in Hellas, wo er die ganze Regenzeit zubringt.Mommsen, Griech, Jahreszeiten 3, 269. Roscher.]