Kainis
Kairos
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not. zu p. 47, 23); als Thessaler heifst erPerrhaebus bei Ov. Met. 12, 172, Atracides (vonder Stadt Atrax; Anton. Lib. 17: Καινϊς ’Άτρα-κος ovecc ϋ'νγάτηρ scheint aus Άτρακίδης derVorlage [Nikandros] entstanden zu sein)bei Ov. Met. 12, 209, Magnesius beiHyg. f. 14 p. 45, 3. — Zum Teil-nehmer an der kalydonischen Jagdmachen ihn Ov. Met. 8, 305 und Hyg. f.
173 p. 28,19 (seinName fehlt bei Apollod.
1, 8, 2). Nach Schol. Ap. Sh. 1, 57hätte Kaineus an dem Argonautenzugteilgenommen; doch wird Apollod. 1,
9, 16 der Argonaut Kaivsvg ein Sohndes Koronos genannt, also ein Enkeldes 'älteren Kaineus, vgl. Hyg. f. 14bei Sch. in der Note zu p. 47, 23: Cae-neus alter Coroni filius Gyrtone; da-gegen wird Koronos, der Sohn des Kai-neus, unter den Argonauten genanntvon Ap. Sh. 1, 57 ff. (danach Orph. 139.
Hyg. f. 14 p. 45, 2 nach Konjektur).
Koronos heifst auch Sohn des Kaineusbei Hom. B 746. Diod. 4, 37; die Namenanderer Söhne beruhen auf falschenLesarten: Hyg. f. 14 p. 47 not. zu Z. 23„Focus et Priasus Caenei filii ex Mag-nesia“; f. 242 p. 135, 7 ist für „Cly-menus Caenei filius“ zu schreiben: Gly -menus Schoenei filius; Orph. 171 ist'’Hvsiog Καινήος’ falsch überliefert(Buhnkens Verbesserung: 'κλεινός 3’ccv Καινενς άφίκετο’ ist annehmbar).
Apollod. 3, 10, 3 wird ein Bruder desKaineus, Namens "Ιαχής, angeführt.
[Seeliger.]
Kairoi (Καιροί), die Jahreszeiten,sind dargestellt als „eine Frau mit zweiKindern, welche ihr Blumenkörbe rei-chen“, mit der Beischrift ΚΑΛΟΙ ΚΑΙΡΟΙauf einem figurenreichen Mosaik vonTegea, Wochenschr. f. klass. Phil. 7.
1890 Sp. 77 nach Athenaemn nr. 3235p. 567. Bev. Arch. 3 e ser. T. 15 1890p. 270—271; als 4 Kinder mit der Bei-schrift EYTTXEIC ΚΑΙΡΟΙ auf Münzendes Caracalla von Laodikeia , Headp. 566; Mi. 4, 329—330, 776 nach Vail -lant; Mi. S. 7, 588, 461 nach Sestini,
Mus. Hederv. 2, 350. 19; vgl. Gavedoni,
Spie. num. p. 242 Note 209, der deni'ypus von römischen Kaisermünzen mitder Aufschrift TEMPOS, VM FEL ICITAS(Eckhel 7 p. 33) entlehnt sein läfst.
Vgl. d. Art. Horen. [Drexler.]
Kairos (Καιρός ), 1) der Gott desgünstigen Augenblickes, ist wie Nike,
Eirene, Plutos u. ä. keine urmythische,sondern eine jüngere, durch Verkörpe-rung einer Idee entstandene Gottheit.
Am nächsten steht K. dem Hermes alsdem Gott der Palaistra, in deren Bereichjene Idee zuerst Gestalt gewonnen hat;der einzige bezeugte Kult des K. knüpft sichan einen Altar in Olympia, der am Stadionein-gang dem Altar des Hermes Enagonios gegen-überlag. In der Litteratur erscheint K. als GottßosCHEu, Lexikon der gr. u, röm. Mythol. II,
zuerst in einem Hymnos des Ion von Chios (Paus.5, 14, 9), der sich vielleicht auf die Einsetzungjenes Kultes bezog (Benndorf , Üb. eine Statuedes Polyklet, Festgabe für Ant. Springer S. 11).
Darstellungen des Kairos. Als Schöpferdes Kairosideals hat Lysipp zu gelten, auchnachdem es bekannt geworden ist, dafs schonPolyklet den Gott darstellte in einem Werke,
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